Großpflegestelle „Im Zwergenland“
Das Beste aus beiden Welten

Ochtrup -

Tagesmütter haben ihren Arbeitsplatz üblicherweise im eigenen Haushalt. Gerlinde Book-Eilert und Marion Dörken machen es anders: Sie haben 2011 in den ehemaligen Räumen der Eltern-Kind-Initiative „Kinderkiste“ an der Kuhweide die Großpflegestelle „Im Zwergenland“ aufgebaut, wo sie neun U 3-Kinder betreuen und ihnen nicht nur eine schöne Zeit bereiten, sondern auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Kita bieten.

Samstag, 09.03.2019, 05:00 Uhr
Gerlinde Book-Eilert (r.) und Marion Dörken betreiben als Tagesmütter die Großpflegestelle „Im Zwergenland“, wo es für die Kleinen schon ein bisschen so wie im Kindergarten ist.
Gerlinde Book-Eilert (r.) und Marion Dörken betreiben als Tagesmütter die Großpflegestelle „Im Zwergenland“, wo es für die Kleinen schon ein bisschen so wie im Kindergarten ist. Foto: Heidrun Riese

Tatsächlich sieht es in der Großpflegestelle aus wie in einem kleinen Kindergarten: Da gibt es das Außengelände mit Spielmöglichkeiten, das große Schild über der Eingangstür, im Flur die tief hängende und damit für Kinder gut erreichbare Garderobe, eine Küche mit Sitzgelegenheiten für kleine Menschen, auch die Sanitäranlagen sind auf den Nachwuchs ausgerichtet. Und dann ist da noch der Gruppenraum mit der riesigen Holzburg, der Mini-Rutsche, dem Laufstall und der Kuschelecke. Alles ist wie in den großen Einrichtungen, aber eben in einem kleinen Rahmen.

„Das hier ist ein Paradies“, findet Dörken . Nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Tagesmütter. Die räumliche und zeitliche Trennung vom Privatleben empfindet sie durchaus als Vorteil. Dörken kennt beide Seiten: „Als meine Kinder noch klein waren, habe ich es genossen, zu Hause zu arbeiten. Jetzt finde ich es schön, jeden Tag rauszukommen und auch mal Feierabend zu haben.“

Book-Eilert kennt es gar nicht anders. Sie ist staatlich anerkannte Erzieherin und hat zuvor ausschließlich in Einrichtungen gearbeitet. An den Räumen an der Kuhweide, vor allem im Vergleich zum Privathaushalt, schätzt sie vor allem das große Platzangebot. „Wer stellt sich zu Hause schon so eine Burg ins Wohnzimmer?“, fragt sie und deutet auf die riesige Holzkonstruktion, auf der sogar eine Bällebad seinen Platz hat. Dörken sieht außerdem eine Arbeitserleichterung: „Hier in der Großpflegestelle kann man auch mal etwas stehen lassen, was man zu Hause lieber zur Seite räumt.“

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