Tagesmutter Doris Schultz
Verbindung von Natur und Pädagogik

Ochtrup -

Tagesmutter Doris Schultz setzt bei der Betreuung ihrer Kinder auf die Natur. Gemeinsam mit ihnen erkundet sie die Umgebung, besucht Bauernhöfe, schaut mit den Kindern bei der Ernte zu. Da ist ihr Wohnort im Außenbereich von Ochtrup ein echter Vorteil.

Samstag, 09.03.2019, 05:00 Uhr
Tagesmutter Doris Schultz mit den Zwillingen Thea und Ella
Tagesmutter Doris Schultz mit den Zwillingen Thea und Ella Foto: Irmgard Tappe

Ella spielt mit der Puppenküche und ihre Zwillingsschwester Thea beobachtet staunend die Fische im Aquarium. „Normalerweise betreue ich vier bis maximal fünf Kinder. Aber heute sind nur Ella und Thea da“, sagt Doris Schultz , während sie ihre Schützlinge im Blick hat. Die Betreuung in kleinen Gruppen sei eine ideale Übergangsphase für die spätere Kitazeit, nennt sie einen Vorteil der Kindertagespflege.

Doris Schultz ist Tagesmutter mit Herzblut, und das seit neun Jahren. Vorher arbeitete sie als Bürokauffrau. Nach der Geburt ihres Sohnes Julian entschied sie sich, Tagesmutter zu werden und absolvierte bei der Diakonie eine entsprechende Ausbildung. „So konnte ich prima meinen Job mit dem Mutter sein verbinden. Gleichzeitig war es mir wichtig, dass Julian nicht als Einzelkind aufwächst“, sagt die 44-Jährige.

Doris Schultz wohnt einige Kilometer außerhalb der Stadt in einer ehemaligen Bauerschaftsschule. Auch das alte Klassenzimmer darf sie nutzen. Es bietet reichlich Platz zum Spielen und die Kleinen können sich bestens entfalten. Lässt das Wetter es allerdings zu, geht die Ochtruperin mit „ihren“ Kindern hinaus ins Freie. Dann besuchen sie zum Beispiel Bauer Jupp und sein Pony. Oder sie schauen den Kühen und Schafen auf der Weide zu. Denn das finden die Tageskinder total spannend. Mit den Kleinen die Natur erkunden sei ein Schwerpunkt ihrer Arbeit, erzählt Doris Schultz. „Diese wunderbare Umgebung lädt doch dazu ein, dass man sie pädagogisch nutzt“, schwärmt die Ochtruperin. Sie erzählt von der Kartoffelernte auf einem benachbarten Acker, die sie im vergangenen Jahr mit ihren Schützlingen vom Pflanzen bis zur Ernte verfolgt hat. Zum Schluss durften die Kinder sogar selber ein paar Kartoffeln sammeln. Im schwarzen Ackersand wühlen – das war natürlich ein Riesenspaß für die Kleinen.

„Die Eltern, die ihre Kinder bei mir betreuen lassen, schätzen dieses Konzept, bei dem die Natur im Mittelpunkt steht. Da nehmen sie gern die etwas weitere Anfahrt in Kauf“, weiß die Tagesmutter. Überhaupt ist ihr die Kommunikation mit den Eltern wichtig. In der Eingewöhnungsphase komme es zum Beispiel vor, dass die Kleinen der Mama oder dem Papa hinterherweinen. „Doch meistens haben sie sich schon nach wenigen Minuten beruhigt und spielen zufrieden. Dann mache ich ein Foto vom gut gelaunten Kind und schicke es den Eltern. Das beruhigt sie “, erzählt Doris Schultz und wendet sich wieder Ella und Thea zu.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6457285?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Nähe zum Sport bleibt im Dunkeln
Im Zuge des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs an zwei Kindern wird auch die Nähe des Beschuldigten zum Sport diskutiert. Hier eine Beispielszene eines A-Jugendspiels aus Karlsruhe.
Nachrichten-Ticker