Vortrag auf Einladung der KAB
Beruf und Familie besser vereinbaren

Ochtrup -

„Familien erbringen unersetzbare Leistungen für die Gesellschaft.“ So lautete eine Kernaussage von Sigrun Jäger-Klodwig bei einer Veranstaltung der KAB St. Paulus am Sonntag. Die Geschäftsführerin des Familienbundes der deutschen Katholiken im Bistum Münster forderte in ihrem Vortrag bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarung von Familie und beruflicher Tätigkeit sowie mehr finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung für die Leistungen der Familien für das Gemeinwesen.

Dienstag, 12.03.2019, 09:00 Uhr
Der stellvertretende KAB-Vorsitzende Norbert Hoppe dankt der Referentin Sigrun Jäger-Klodwig, Geschäftsführerin des Familienbundes der deutschen Katholiken im Bistum Münster.
Der stellvertretende KAB-Vorsitzende Norbert Hoppe dankt der Referentin Sigrun Jäger-Klodwig, Geschäftsführerin des Familienbundes der deutschen Katholiken im Bistum Münster. Foto: Helmut Kersting

Möglichkeiten, die Situation von Familien und insbesondere von Müttern zu verbessern, gebe es genügend. Das wurde auch in der lebendigen Diskussion in der Teilnehmerrunde häufig betont. Dazu gehörten nach Meinung der KAB-Mitglieder Betreuungsangebote für Kinder in Randzeiten, flexible Arbeitszeitmodelle und eine größere Partnerschaftlichkeit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Jäger-Klodwig stellte einen Auszug aus dem Koalitionsvertrag der CDU /FDP-Landesregierung in Nordrhein-Westfalen vor, in dem es heißt: „Nicht die Familie muss wirtschaftsfreundlicher werden, sondern die Wirtschaft familienfreundlicher.“ Zudem werde ausdrücklich betont, dass die Familie das zuverlässigste soziale Netz in unserer Gesellschaft sei und zentrale und unverzichtbare gesellschaftliche Aufgaben übernehme.

Diesem Anspruch und dieser Feststellung werde jedoch in der Realität häufig noch nicht entsprochen. Daher habe es sich der Familienbund zur Aufgabe gemacht, die berechtigten Belange der Familie in die politische Diskussion einzubringen. „Wir wollen die Entscheidung für Kinder erleichtern, setzen uns für echte Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf für die Eltern ein und fordern soziale Gerechtigkeit für Familien“, beschrieb Jäger-Klodwig den Auftrag des Familienbundes. Ihm gehören im Bistum Münster und bundesweit alle katholischen Sozialverbände an, unter anderem auch die Katholische Arbeitnehmerbewegung.

Das traditionelle Rollenbild der Frauen habe sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert, erklärte Jäger-Klodwig. „Leider haben die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten“, so die Feststellung der Referentin. Immer noch seien es überwiegend Frauen, die Familie und Erwerbsarbeit unter einen Hut bringen müssten.

Der stellvertretende KAB-Vorsitzende Norbert Hoppe bat Sigrun Jäger-Klodwig, sich mit dem Familienbund weiterhin für die Belange der Familien einzusetzen, damit der Mensch im Mittelpunkt stehe und nicht die Ökonomie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen diktiere.

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