Wettbewerb „Jugend debattiert“
Gute Übung für den Alltag

Ochtrup -

Sollen Schüler im Unterricht bald Elektrogeräte reparieren? Wer profitiert, wenn der regionale Busverkehr auf Elektrobetrieb umgestellt wird? Darüber stritten drei Schüler des Städtischen Gymnasiums Ochtrup jetzt im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“. Johannes Althoff, Justin Fuhrmann und Joost Hüntemann trafen in Vreden auf Schüler aus dem gesamten Münsterland und nahmen Stellung.

Mittwoch, 13.03.2019, 05:00 Uhr
Debattierten eifrig mit: (v.l.) Johannes Althoff, Justin Fuhrmann und Joost Hüntemann.
Debattierten eifrig mit: (v.l.) Johannes Althoff, Justin Fuhrmann und Joost Hüntemann. Foto: Maria Weilinghoff

„Es ist gar nicht so einfach, eine Position zu vertreten, wenn man eigentlich dagegen ist“, erklärt Johannes Althoff , Schüler der Jahrgangsstufe neun am Städtischen Gymnasium. Erst eine halbe Stunde vor Beginn erfuhren die Teilnehmer, welche Position sie in der Debatte einnehmen sollten. „Da waren Spontaneität und Flexibilität gefragt, denn in kurzer Zeit mussten sich unsere Jugendlichen auf ihre Rolle vorbereiten“, erläutert Maria Weilinghoff, Deutschlehrerin am Gymnasium.

Auch die Streitthemen standen erst zehn Tage vor dem Termin fest. Dass eine Debatte genau festgelegten Regeln folgt, hatten die Schüler zuvor im Unterricht gelernt. Argumente und Gegenargumente erarbeiteten sie sich in ihrer Freizeit.

Die besondere Herausforderung des Bundeswettbewerbs lag für die drei Ochtruper darin, mit unbekannten Schülern zu diskutieren, an deren Argumente anzuknüpfen und diese geschickt zu widerlegen. Justin Fuhrmann : „Die Zeit in den Debatten rennt. Man hat kaum Raum, all seine Argumente vorzubringen, geschweige denn Beispiele zu nennen.“ „Um bei der Debatte punkten zu können und die Jury von der eigenen Position zu überzeugen, sind ein selbstbewusstes Auftreten und das aufeinander Eingehen wichtig“, erklärt Christoph Kraume, Lehrer am Gymnasium Ochtrup und Juror beim Bundeswettbewerb.

So ging es für die Jugendlichen, auch wenn sie sich nicht für den Wettbewerb auf Landesebene qualifizieren konnten, mit vielen lehrreichen Erfahrungen heimwärts. „Die Strategien und Formulierungshilfen einer Debatte kann ich sicherlich auch in alltäglichen Diskussionen mit Eltern und Freunden anwenden,“ meint Joost Hüntemann. Alle drei Schüler können sich vorstellen, den Regionalwettbewerb im nächsten Jahr als Juroren zu begleiten und ihn somit aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen.

Jugend debattiert ist das größte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland. Bundesweit nehmen rund 200 000 Schüler an 1 200 Schulen teil. Das Gymnasium in Ochtrup führt das Projekt in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge durch. Maria Weilinghoff: „In heutigen Zeiten ist es besonders wichtig, die Schülerschaft zu mündigen Bürgern zu erziehen und ihnen Kompetenzen im Bereich der Meinungsäußerung mit auf den Weg zu geben.“ Aus diesem Grund möchte das Gymnasium Ochtrup auch weiterhin an dem Projekt „Jugend debattiert“ festhalten und im nächsten Schuljahr einen Schulwettbewerb durchführen, der eine Grundlage für das Debattieren auf Regionalebene darstellten soll.

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