Woche der Brüderlichkeit: Konzert „Schalom, Salam und Frieden mit Dir“
Auf vielfältige Weise berührend

Ochtrup -

Musikalisch und mit der Rezitation von Gedichten näherten sich die Akteure in der Villa Winkel am Dienstagabend einem Thema, das sie unter den Titel „Schalom, Salam und Frieden mit Dir“ gestellt hatten. Es war die zweite Veranstaltung im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit des Kulturforums Och­trup, zu der ihr Leiter Dr. Guido Dahl eingeladen hatte.

Mittwoch, 13.03.2019, 18:00 Uhr
Eine berührende Mischung von Liedern und Texten, die auf die Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus verwies, aber auch Perspektiven für Frieden in der Zukunft aufzeigte, war beim Konzert am Dienstagabend in der Villa Winkel zu hören.
Eine berührende Mischung von Liedern und Texten, die auf die Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus verwies, aber auch Perspektiven für Frieden in der Zukunft aufzeigte, war beim Konzert am Dienstagabend in der Villa Winkel zu hören. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Thomas Lischik moderierte den Abend, spielte Klavier dazu, leitete seinen Meisterchor „ Con fuego “ und den Kinderchor St. Lamberti. Er zeichnete auch für das Gesamtkonzept verantwortlich, das instrumental von Christine Rudolf (Violine), Bernadette Reszel (Bass), Manfred Heindirk (Gitarre) und Martin Pöhlker (Schlagzeug) begleitet wurde.

Es war eine berührende Mischung von Liedern und Texten, die zum einen auf die grausigen Ereignisse der Verfolgung von Juden unter den Nationalsozialisten verwies, zum anderen Perspektiven für Frieden in der künftigen Welt aufzeigte.

„Tears in Heaven“ von Eric Clapton bekundete in diesem Zusammenhang die Trauer über die millionenfachen Morde. Kompositionen von John Williams aus dem Film „Schindlers Liste“ berührten nicht nur, weil sie die Thematik des Holocaust vor Augen führten, sondern weil sie auch musikalisch eine Verbindung schafften. Ganz ohne Gesang interpretierten Rudolf (Violine) und Lischik (Klavier) den Song „Jewish Town“ aus diesem Film, der sich in diesem Titel auf das Ghetto in Krakau im Winter 1941 bezog.

Else Lasker-Schüler schrieb das Gedicht „Mein blaues Klavier“, dass sie kurz nach ihrer Emigration in die Schweiz verfasste. Es ist ein kurzes, knappes Dokument über die Gefühle einer Dichterin, die aufgrund ihres Glaubens 1933 ihre Heimat verlassen musste. Rose Ausländer schrieb erst 1965 ihr Gedicht „Schallendes Schweigen“, das ebenfalls an diesem Abend in das konzertante Programm Aufnahme fand.

„Jetzt befinden wir uns an einem Wendepunkt des Abends. Wir suchen jetzt Antworten für die Zukunft“, leitete Lischik zum zweiten Teil des Abends über. „Das Kinderfriedenslied“ von Detlev Jöcker, das Lied „Salem Aleikum“, das starke Klezmer-Einflüsse offenbarte, und das „Friedensnetzlied“ von Peter Jansens sangen beide Chöre zusammen. In den Refrains wurde auch das Publikum eingebunden.

Gerade dieser zweite Block war ein berührender Appell an Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung aller Menschen, der die rund 40 Besucher immer wieder zu begeistertem Applaus animierte.

Als mit dem Michael-Jackson-Hit „We are the world“ die Mädchen und Jungen des Kinderchores St. Lamberti singend die Flaggen verschiedener Nationen schwenkten, war diese Botschaft auch optisch angekommen. „Das war ein musikalisches und atmosphärisches Highlight“, lobte Dr. Dahl zum Schluss alle Akteur dieses Abends.

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