Ausstellungseröffnung Barbara Feiden
Schicht um Schicht in einem konzentrierten Prozess

Ochtrup -

Am Wochenende wurde die neue Ausstellung mit Bildern von Barbara Feiden in der Bücherei St. Lamberti eröffnet.

Sonntag, 31.03.2019, 18:00 Uhr
Die Künstlerin Barbara Feiden (r.) reihte sich im Rahmen der Ausstellungseröffnung auch in den Chor „Signale“ ein.
Die Künstlerin Barbara Feiden (r.) reihte sich im Rahmen der Ausstellungseröffnung auch in den Chor „Signale“ ein. Foto: Martin Fahlbusch

Das fing ja gut an: „Plopp“, schnalzten die Korken beim Öffnen der Sektflaschen am Samstagmorgen zur Eröffnung der Ausstellung mit neuen Bildern von Barbara Feiden im Forum der Bücherei St. Lamberti. Es schien, als wenn sich ein paar Frühlingssonnenstrahlen in den fensterlosen Raum mit den vielen Bildern eingeschlichen hätten.

Barbara Feiden freute sich über den Andrang für ihre Werkschau „ ... heute geträumt …“, dankte dem geduldigen Team und Chris Tettke für Unterstützung und Rat. „Künstlerisches Arbeiten ist für mich nicht nur Kreativität, Erinnerung und Auseinandersetzung. Für mich ist das auch ein konzentrierter Arbeitsprozess, bei dem gespachtelt, geklebt und Farbe aufgetragen wird – Schicht um Schicht. Dann entschließe ich mich, einiges wieder abzukratzen und durch kleine Objekte zu ergänzen. Dann tritt man zurück und verzweifelt mitunter für einen Moment, beginnt noch einmal – und dann ist plötzlich der Titel da.“

So wunderbar plastisch beschrieb sie ihren Schaffensprozess, um sich dann in den Chor Signale einzureihen und themengenau „Imagine‘“ von John Lennon zu singen. Die engagierten Sänger brachten mit ihren vielfältigen und vielsprachigen Liedern den musikalischen Aspekt in diese Werkschau-Eröffnung ein.

Wenn Barbara Feiden träumt, kommt Hellwaches dabei heraus, vor allem für den Betrachter, der sich konzentriert Malerei, Absicht und Komposition nähern will. Als Hilfe mögen die Titelvorschläge der Künstlerin dienen – diese müssen aber für den Hinschauenden nicht bindend sein. Mit ihren Mitstreitern im Chor „Signale“ teilt sie seit 2005 das Engagement für das Kinder- und Frauenprojektprojekt CRC in Südafrika. Die Einnahmen aus ihrem Bilderverkauf gehen nach Abzug der Materialkosten an diese Organisation.

Zurück zu den Einblicken in den künstlerischen Arbeitsprozess von Barbara Feiden: „Da spielen Tagträume und Erinnerungen an Lieblingsorte in Nah und fern eine nicht unbedeutende Rolle“, verrät sie. Und dann erzählt sie noch die Geschichte von einer ihrer Freundinnen, die steif und fest behauptet: „Egal, was ich koche, es wird immer Gulasch.“ Dann legt Barbara Feiden nach einer Pause nach: „Egal, was ich male – es hat immer auch was mit der träumenden Sehnsucht nach dem Meer zu tun.“

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Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Mai (Samstag) im Forum der Bücherei St. Lamberti zusehen.

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