Spiel- und Bolzplätze
„Task Force“ startet im September

Ochtrup -

30 städtische Spielplätze gibt es in Ochtrup. Maßnahmen, um diese aufzuwerten, brachten bislang nur wenig Erfolg. Am Mittwochabend befasste sich der Sozialausschuss erneut mit der Thematik. Politik und Verwaltung wollen nun eine andere Herangehensweise ausprobieren.

Freitag, 05.04.2019, 06:00 Uhr
Den Zustand der Spielplätze will die Ochtruper Politik schon lange verbessern. Wirklich etwas herumgekommen ist bei den bisherigen Bemühungen nicht. Nun soll es eine Spielplatzbegehung geben. Derweil ist der Baubetriebshof bereits damit beschäftigt, die Spielplätze instand zu setzen. Außerdem wurden einige neue Spielgeräte aufgebaut.
Den Zustand der Spielplätze will die Ochtruper Politik schon lange verbessern. Wirklich etwas herumgekommen ist bei den bisherigen Bemühungen nicht. Nun soll es eine Spielplatzbegehung geben. Derweil ist der Baubetriebshof bereits damit beschäftigt, die Spielplätze instand zu setzen. Außerdem wurden einige neue Spielgeräte aufgebaut. Foto: Heidrun Riese

Schon seit einigen Jahren befasst sich die Politik in Ochtrup mit den städtischen Spielplätzen. Derer gibt es in der Töpferstadt 30. Nachdem das Thema einige Zeit ruhte, kam es am Mittwochabend im Sozialausschuss wieder zur Sprache.

Auf Antrag der SPD-Fraktion war vor einigen Jahren ein Arbeitskreis ins Leben gerufen worden. Dieser sollte ein Spiel- und Bolzplatzkonzept ausarbeiten. Drei Mal tagte er in 2015, ein Mal in 2017. Außerdem wurden Anlieger befragt und Spielplätze besichtigt. Passiert ist seitdem – abgesehen von den üblichen Instandsetzungsmaßnahmen – relativ wenig.

Nun stand die Frage im Raum, ob besagter Arbeitskreis wieder aktiviert werden soll? Die Erste Beigeordnete Birgit Stening stand dem Anliegen ablehnend gegenüber. „Ich mache keinen Arbeitskreis mehr“, stellte sie kategorische klar. Es habe in der jüngeren Vergangenheit viele solcher Gremien gegeben und ebenso viele Sitzungen, aber kaum Ergebnisse.

Besichtigung

Was sich die Verwaltung hingegen vorstellen könne, sei, eine Spielplatzbesichtigung durchzuführen – ähnlich der Wegebesichtigung im Straßen- und Tiefbauausschuss. Dieses Ansinnen stieß bei den Politikern im Sozialausschuss auf breite Zustimmung.

Petra Schulte-Mesum (FWO) etwa befand: „Ein guter Vorschlag“, erinnerte aber daran, dass es im Arbeitskreis durchaus Ergebnisse gegeben hätte. Diese sahen damals beispielsweise vor, drei Spielplätze in Och­trup, die zu diesem Zeitpunkt kaum mehr genutzt wurden, aufzugeben. Doch damit tut sich die Verwaltung schwer. In den Wohngebieten gebe es immer wieder Wellenbewegungen: „Zunächst gibt es viele Kinder, die werden dann älter, eine Zeit lang werden die Spielplätze kaum genutzt, aber dann kommen wieder Kinder nach“, fasste Birgit Stening zusammen. Das Beispiel des Bolzplatzes am Alt-Metelener-Weg mache deutlich, wie schwer es sei, für solche Flächen Ersatz zu finden. Deshalb sei die Aufgabe eines Spiel- oder Bolzplatzes immer kontraproduktiv. Dieser Argumentation konnte auch Petra Schulte-Mesum folgen.

Es gab aber noch weitere Anregungen aus dem Ausschuss. So schlug Martin Kippelt (FDP) vor, das Jugendparlament einzubeziehen und auch bei einer Spielplatzbesichtigung mitzunehmen. Von Renate Dues­mann ( SPD ) kam die Idee, auf Spielplätzen nicht nur Bänke, sondern auch Tische zu platzieren und so Raum für gemütliche Picknicks zu schaffen. Jürgen Brandt (Grüne) regte an, auf einigen Spielplätzen über Beschattungen nachzudenken, etwa von Sandkästen. Gerade auf neuen Anlagen seien umliegende Bäume und Sträucher oftmals noch nicht hoch genug gewachsen, um ausreichend Schatten zu spenden.

All diese Vorschläge nahm die Verwaltung zunächst einmal auf. Sie will nun „einen Termin ausgucken“, an dem die Spielplätze – wohlbemerkt nicht alle, aber einige – in Augenschein genommen werden. Mit dabei sein werden aus jeder Fraktion maximal zwei Vertreter sowie zwei Vertreter des Jugendparlaments und eine Abordnung der Verwaltung. Da die Gelder für dieses Jahr, laut Auskunft des Fachbereichsleiter Ordnung, Schulen, Soziales, Michael Alfert, bereits verplant seien, soll die Besichtigung Anregungen für das kommende Jahr liefern. Voraussichtlich Anfang September soll die „Task Force Spielplatz“, wie sie der Ausschussvorsitzende Manfred Mensing schmunzelnd nannte, ausrücken. Der Sozialausschuss kommt das nächste Mal am 23. September (Montag) zusammen.

Baubetriebshof

Während diese Vorbereitungen nun laufen, war der Baubetriebshof bereits aktiv. So wurden seit Anfang des Jahres eine Spielgerätekombination an der Weidenstraße repariert, im Stadtpark ein zusätzliches Trampolin aufgebaut, an der Althorst­straße ein Spielgerät aufgestellt und eine Schaukel versetzt, an der Luise-Hensel-Straße Auskofferungsarbeiten durchgeführt, am Habichts- und am Nachtigallenweg Spielsand getauscht, an der Bastion ein Kreiselspielgerät mit Sand angefüllt.

Die städtischen Mitarbeiter werden außerdem an der Luise-Hensel-Straße eine Sitzgruppe, eine kleine Rutsche sowie eine Schaukel aufstellen und die Balkenwippe neu streichen, den Zaun am Bolzplatz an der Rosenstraße reparieren und an der Meisenstraße, dem Kleiberweg, der Kuhweide sowie dem Buschlandweg den Spielsand tauschen. Ende März wurde die Jahreshauptuntersuchung der Spielgeräte durchgeführt. Dazu werden aktuell Angebote eingeholt, um Gefahrenstellen zu beseitigen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6518870?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Umstrittenes Einkaufszentrum soll weitergebaut werden
Die Arbeiten am Hafencenter ruhen. Über Veränderungen am Projekt, die Grundpfeiler für einen neuen Bebauungsplan sind, wurde jetzt Einigung erzielt.
Nachrichten-Ticker