Radfahrgruppe Langenhorst/Welbergen pflanzt einen Apfelbaum
Ein Kaiser Wilhelm an der Vechte

Ochtrup -

„Wir haben jetzt einen echten Kaiser Wilhelm an der Vechte“, schmunzelt Hermann Herding. Na, zumindest dem Namen nach. Von der Größe her ist noch ein wenig Spielraum nach oben. Doch wenn‘s nach der Radfahrgruppe Langenhorst/Welbergen geht, dann wird aus dem kleinen Apfelbaum, den sie jetzt im Schatten des Johanneshauses in die Erde gesetzt haben, auf Dauer sicherlich ein kräftiges, ertragreiches Gehölz.

Dienstag, 09.04.2019, 06:00 Uhr
Die Erste Beigeordnete Birgit Stening unterstützte die Radfahrgruppe Langenhorst/Welbergen bei der Baumpflanzaktion.
Die Erste Beigeordnete Birgit Stening unterstützte die Radfahrgruppe Langenhorst/Welbergen bei der Baumpflanzaktion. Foto: Susanne Menzel

Gespendet hatte das Bäumchen der WDR . Der Sender hatte bei der Aktion #pflanzedeinenbaum entsprechende Exemplare verlost. Der Hintergrund der Aktion: Nordrhein-Westfalen in allen 396 Städten und Kommunen grüner und insektenfreundlicher zu machen. „Die Idee, dass wir uns beteiligen, hatte meine Frau Irene“, stellte Hermann Herding vor der versammelten Radfahrgemeinschaft sowie der Ersten Beigeordneten Birgit Stening heraus. Die Gattin wiegelte bescheiden ab: „Hauptsache, der Baum ist da.“

Schon im Vorfeld hatten die Männer mit den Spaten auf dem Bouleplatz ein entsprechend großes und tiefes Erdloch vorbereitet, ein kleines Zuleitungsrohr für regenarme Zeiten gefertigt – und selbst Wasser aus der Vechte zum Angießen war in Kannen reichlich herbeigeschafft worden.

Hannes Flormann hatte vor dem Hintergrund des Pflanz-Events ein kleines Liedchen geschrieben, das er mit Inbrunst und mit eigenhändiger Gitarrenbegleitung vortrug, bevor Birgit Stening. Hermann Herding und die Mannen um ihn herum zur Tat schritten.

Für die Radfahrgruppe ist dies übrigens nicht das einzige Umweltengagement. Die Ochtruper legen sich darüber hinaus auch für das Umfeld am Vechteufer mächtig ins Zeug. Im vergangenen Jahr haben sie dort erstmalig eine Wildblumenwiese eingesät, die im Herbst vorschriftsmäßig gesenst wurde, damit sich die Saat rentsprechend vermehren kann.

„Vermutlich müssen wir aber mit Saatgut in diesem Jahr noch ein wenig nachhelfen“, ergriff Hermann Herding die Gelegenheit und wandte sich Unterstützung suchend an die Erste Beigeordnete. Die mochte sich ob der so nett vorgetragenen Bürgerbitte natürlich nicht verschließen und stellte entsprechenden Nachschub seitens der Stadtverwaltung in Aussicht.

Herding freut sich indessen vor allem über den nützlichen, ebenso aber auch über den Nachahmereffekt: „Insekten profitieren davon, gleiches gilt für die Spaziergänger entlang des Vechteufers.“ Und da kam eine Spende der Volksbank im Zusammenhang mit der Baumpflanzaktion natürlich gelegen: Das Kreditinstitut überreichte der Gruppe noch ein Insektenhotel, um die Naturschutzbestrebungen abzurunden.

Hannes Flormann bereicherte die Pflanzaktion durch einen Liedbeitrag.

Hannes Flormann bereicherte die Pflanzaktion durch einen Liedbeitrag. Foto: Susanne Menzel

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