LOV legt Anregungen als Ergänzung vor
Politiker stimmen für „Triangel“-Projekt

Ochtrup -

Die Politik in Ochtrup hält weiter an dem Projekt „Triangel“ fest. Das wurde am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss deutlich. Doch das Gremium hängte dem Beschluss auch ein „Aber“ an.

Donnerstag, 11.04.2019, 17:44 Uhr
Die Robert-Koch-Straße soll als Radweg in das Projekt „Triangel“ integriert werden.
Die Robert-Koch-Straße soll als Radweg in das Projekt „Triangel“ integriert werden. Foto: Maximilian Stascheit

„Die Realisierung des Projektes ‚Triangel‘ wird auch bei einer möglichen Ausweisung von Fahrradstraßen auf den betroffenen Wirtschaftswegen weiter unterstützt.“ Für diesen Verwaltungsvorschlag hinsichtlich des Projektes im Kreis Steinfurt sprachen sich am Mittwochabend einstimmig alle Fraktionen im Haupt- und Finanzausschuss aus.

Ein „Aber“ folgte allerdings auf dem Fuße: Die Zustimmung gilt laut Beschluss nur insoweit, als sichergestellt wird, dass die Fahrradstraßen künftig für alle Verkehrsteilnehmer nutzbar bleiben und die Stadt Och­trup keine Mehrkosten zusätzlich zur ursprünglichen Antragstellung schultern muss.

Zuvor hatten die Politiker die Zusammenkunft noch einmal zu einer intensiven Diskussion genutzt. Grundlage war dabei auch eine „sehr konstruktive Anregung“ – so der einhellige Tenor – des Westfälisch Lippischen Landwirtschaftsverbandes und dessen LOV-Vorsitzendem Thomas Ostendorf. Demnach steht der Landwirtschaftliche Ortsverband dem Projekt ‚Triangel‘ „grundsätzlich wohlwollend gegenüber“, weist aber gleichzeitig auf ein mögliches Konfliktpotenzial zwischen Radfahrern und dem landwirtschaftlichen Verkehr hin. Dieser, so der LOV, sollte unter anderem durch einen möglichst breiten Ausbau der Wirtschaftswege gering gehalten werden. So schlägt der LOV Ausweichbuchten in regelmäßigen Abständen vor und empfiehlt zudem das Freischneiden der Kreuzungsbereiche von 50 bis 60 Metern aus Gründen der Verkehrssicherheit. „Diese Vorschläge sind sinnvoll, ich werde sie mir auch bei allen weiteren Verhandlungen zu Eigen machen“, erklärte Ausschussvorsitzender Kai Hutzenlaub. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hajo Steffers hatte zuvor noch einmal Bedenken geäußert, ob die Beschlussvorlage wirklich von Dauer sei: „Was ist, wenn der Kreis irgendwann einmal die Schilder abschraubt, die eine Nutzung für alle Verkehrsteilnehmer erlaubt?“ Matthias Dankbar (SPD) stellte klar, „dass alle anderen ebenfalls unbeschränkten Zugang haben müssen. Das sollte sich doch auch rechtlich fassen lassen.“ Hermann Holtmann (FDP) empfahl den Ausschusskollegen „den Mut zu haben, das Projekt umzusetzen.“

Bürgermeister Kai Hutzenlaub betonte, „dass es um die verschiedenen Details erst später in den Verhandlungen gehe und jetzt zunächst alleinig eine Absichtserklärung notwendig sei, ob Ochtrup grundsätzlich weiter an dem Projekt festhalte.“ Dem konnten sich die Fraktionen dann letztlich so auch anschließen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6536646?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
„Wir erleben ein Wunder“
Frühstücksgespräch: Die Stornos beim Interview in der Küche von unserem Redaktionsmitglied Stefan Werding.
Nachrichten-Ticker