Gospelfeeling pur in der Marienkirche
Noch eine Schippe draufgelegt

Ochtrup -

Gut 400 Gospelfans zogen Deborah Woodson sowie die gut 120-köpfige Sängerschar aus Gescher, Ahaus und Wettringen am Donnerstagabend in der Ochtruper Marienkirche in ihren Bann.

Samstag, 13.04.2019, 08:00 Uhr
Gospel-Quenn Deborah Woodson zog in der Marienkirche gut 400 Zuhörer in ihren Bann.
Gospel-Quenn Deborah Woodson zog in der Marienkirche gut 400 Zuhörer in ihren Bann. Foto: Martin Fahlbusch

Deborah Woodson , der in Cordele/Georgia geborenen Gospel-Queen, hatte es am Donnerstagabend bei ihrem bewegenden Konzert in der Marienkirche in Ochtrup der schicke, karierte Anzug in auffälligem Blau und mit dem knallrot gemusterten Innenfutter von Chorleiter Albert Göken besonders angetan.

Aber nicht nur das Outfit des Dirigenten der stimmgewaltigen und bewegungsfreudigen gut 120-köpfigen Gospelcrew aus Gescher, Ahaus und Wettringen beeindruckte die fetzige Sängerin, sondern auch deren Können. Albert Göken hatte die Spirit Voices aus Gescher, den Gospeltrain aus Ahaus und den Frauenchor Wettringen als gemeinsamer Dirigent in relativ kurzer Zeit auf den vereinten Auftritt mit der aus einer Familie von Baptistenpredigern stammenden Sängerin exzellent vorbereitet.

Deborah Woodson hat Gospel und Soul nicht nur mit der Muttermilch eingezogen, sondern verkündet ihre Botschaft in ihren Auftritten mit Claudine Absu und Honoré Haase als einfühlsame Mitsänger und Bodry Johnson Koke und Günter Heck an den Tasteninstrumenten auch überzeugend.

Die musikalische Rampe zu dem Auftritt von Deborah Woodson mit ihren „Gospelmates“ legten die engagierten Laiensänger aus Gescher, Ahaus und Wettringen mit solch einer Inbrunst, dass der mit gut 400 begeisterten Zuhörern gefüllte Kirchenraum sich sofort von dem „Gospelfeeling“ anstecken ließ, klatschte, trampelte und jubelte, dass es eine Art war. Da jagte der „Gospel Train“ heran, „Father“ wurde stimmungsvoll gewürdigt oder es galt, die schwungvolle Aufforderung „Put a little love in your heart“ freudig zu befolgen

„Deborah hat heute Abend gegenüber unserem ersten gemeinsamen Auftritt noch eine Schippe draufgelegt“, freute sich Marita Krühler-Brüggemeann von den Wettringenerinnen. „Umso mehr freuen wir uns jetzt auf unseren letzten gemeinsamen Auftritt heute in der Stadthalle in Ahaus.“

Zurückgenommen und mit einer gefühlvollen Ballade „He‘s watchin‘“ begann die Gospelfrau mit ihrer ausdrucksstarken und mächtigen Stimme – und nur begleitet von einem Keyboard, um dann aber richtig mit allem loszulegen, was das Gospelherz braucht. Von „Kumbaya“ über „Amen“ bis zu „I will follow him“ oder einem Mahalia-Jackson-Medley war alles dabei. Deborah Woodson spulte ihr Programm gekonnt, locker und routiniert herunter, schaffte sofort den Kontakt zum Publikum und machte etwas Werbung in eigner Sache. Aber sie warb auch um Spenden für ihr Projekt, einen Gospelchor in Cuba zu gründen, der als „Gospel Coro de Cuba“ demnächst in Deutschland auftreten will.

Und als fetziger Höhepunkt dann nach der Pause die „Jam-Session“ mit Deborah, ihren „Gospelmates“ und allen Chören. Nach „Oh when the Saints“, „Oh happy day“ und „Ain‘t no mountain higher“ war selbst nach dem Verlassen der Altarbühne immer noch nicht Schluss. Denn plötzlich stand die Gospel-Queen hinten im Kirchenschiff auf einem Stuhl und dirigierte Sänger und Publikum weiter.

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