Umweltbeauftragte Gesine Hilgendorf
Wespen als „Bonbon“ und gute Nachrichten

Ochtrup -

Sie hatte ein Strahlen auf dem Gesicht, denn „nur gute Nachrichten“ konnte die Umweltbeauftragte Gesine Hilgendorf jetzt den Mitgliedern des Umweltausschusses überbringen.

Donnerstag, 09.05.2019, 06:00 Uhr
Umweltbeauftragte Gesine Hilgendorf.
Umweltbeauftragte Gesine Hilgendorf. Foto: Martin Fahlbusch

Zunächst einmal präsentierte sie stolz eine Bilanz: 2500 Quadratmeter Streuobstwiesen sind südlich des Baubetriebshofes umgesetzt worden. Zudem wurden in der Oster 9000 Quadratmeter Maisacker in einen attraktiven Lebensraum umgewandelt. In der Wester sorgt Regio-Saatgut auf 3000 Quadratmetern Fläche demnächst für einen blühenden Anblick, in der Weiner gar auf 5000 Quadratmetern an den Wegerandstreifen. „Wir sehen in der Weiner Licht am Ende des Tunnel“, schmunzelte Hilgendorf . Auch die städtische Saatgut-Aktion sei ein „voller Erfolg gewesen“, freute sich die Umweltbeauftragte: „Das Saatgut war innerhalb von zwei Wochen vergriffen. Ich hätte gerne noch viel mehr davon rausgehauen.“ Aber: „Wir werden das Angebot auf jeden Fall im nächsten Frühjahr, vielleicht sogar schon im Herbst wiederholen“, versprach Gesine Hilgendorf.

Gesperrt ist übrigens bis zum Herbst der Spielplatz am Dieselweg, gab die Fachfrau bekannt. Grund: „Dort haben wir drei Sand bewohnende Bienen- und Wespenarten gefunden. Diese buddeln sich mitunter bis zu einem Meter tief ein und sind kaum zu sehen. Beim Drüberlaufen werden allerdings ihre Grabgänge zerstört. Da es sich um seltene Arten handelt, sind wir gehalten, diese zu schützen. Und zwar so lange, bis sie im Herbst schlüpfen, ausfliegen und sich ein Winterquartier suchen.“ Als besonderes „Bonbon“ hatte Gesine Hilgendorf den Ausschussmitgliedern eine rotbürstige Sandbiene mitgebracht: „Schauen Sie in die Dose rein, sie dürfen sie ruhig öffnen. Das Tier ist leider tot“, reichte sie das Anschauungsobjekt herum.

Und beim Thema Tiere stand der Eichenprozessionsspinner noch einmal auf der Agenda. Die Kommune rechnet bei den Raupen mit einer ähnlichen Befallsstärke wie im Vorjahr, bleibt aber bei der mechanischen Bekämpfung. Für den akuten Bedarf wolle man sich schon jetzt ein Ochtruper Unternehmen sichern, um im Notfall nicht in der Warteschleife zu hängen. Hilgendorf: „Ochtrup verzichtet weiterhin auf einen Gifteinsatz. Dadurch würden wir das Problem nur verschlimmern.“

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