Petra Kortmann hat das Gästehaus Chalet verkauft
Kochen statt Hotelbetrieb

Ochtrup -

Im Gästehaus Chalet von Petra Kortmann stehen Veränderungen an. Die Ochtruperin hat das Gebäude, in dem sie seit 2004 ein Hotel sowie ein Restaurant betreibt, verkauft.

Samstag, 11.05.2019, 05:00 Uhr
Das Gastehaus Chalet ist verkauft. Petra Kortmann führt das Restaurant aber vorerst weiter.
Das Gastehaus Chalet ist verkauft. Petra Kortmann führt das Restaurant aber vorerst weiter. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Bereits seit mehr als drei Jahren ist die 63-Jährige auf der Suche nach einem Käufer für den im mediterranen Stil erbauten Komplex. Mit einem Investor aus Gronau ist sich Kortmann nun handelseinig geworden. Er hat ihre Idee, die sieben Hotelzimmer in der ersten Etage in Wohnungen umzuwandeln, aufgegriffen.

Zwei Apartments behält Kortmann allerdings. „Ich will mich nicht ganz verabschieden“, erklärt sie mit einem Schmunzeln. Doch der umfangreiche Hotelbetrieb plus das Restaurant seien für sie als Einzelkämpferin einfach zu viel geworden. „Man meint immer, das sind doch nicht so viele Zimmer. Aber es muss ja auch immer jemand verfügbar sein. Und man hat mitunter wahnsinnig lange Wartezeiten, wenn Gäste nicht pünktlich anreisen“, berichtet sie. So vermietet sie die verbleibenden zwei Suiten nur noch an Stammgäste.

„Altersteilzeit“

„Jetzt beginnt meine zweijährige Altersteilzeit“, sagt sie mit einem Lachen. Und das bedeutet in erster Linie: Volle Konzentration auf das Restaurant. „Ich kann jetzt wieder das machen, was mir am meisten Spaß macht, und das ist das Kochen“, betont Kortmann. Im Restaurant möchte sie künftig das Angebot wieder erweitern.

Wann all diese Veränderungen umgesetzt werden? Wahrscheinlich nach den Sommerferien, schätzt Kortmann. Schließlich gibt es vorher noch einige Reservierungen. Im Herbst startet dann das neue Konzept mit ihr als Pächterin des Restaurants. Weiterhin wird es auch die Salzgrotte geben.

In zwei Jahren möchte die Gastronomin spontan entscheiden, wie es weitergeht. Sollte sie ganz aufhören, müsse das Restaurant nicht zwingend als solches weitergeführt werden. Die Och­truperin kann sich auch eine Nutzung als Büro vorstellen. Ebenso würde eine Physiotherapiepraxis oder Wellness- und Kosmetikangebote ihrer Ansicht nach gut zur bereits vorhandenen Salzgrotte passen.

Weitere Wohnbebauung

Zudem könnte der Investor, sofern er denn möchte, das knapp 3000 Quadratmeter große Gelände weiter bebauen. Dort, wo sich jetzt der Parkplatz befindet, wäre eine zusätzliche Wohnbebauung möglich. Parkplätze könnten zudem im jetzigen Vorgarten des Gästehauses entstehen. „Diese Option war für den Investor sehr wichtig“, weiß Kortmann. Doch etwaige Planungen in diese Richtung seien eher langfristig angelegt.

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