Städtischer Kommunalfriedhof
Abschiedsräume neu gestaltet

Ochtrup -

Von außen deutet kaum etwas darauf hin, aber beim Betreten der Friedhofshalle tritt zutage, dass die Abschiedsräume auf dem Kommunalfriedhof eine deutliche Aufwertung erfahren haben. „Das war an der Zeit,“ finden die Verwaltungsmitarbeiter Patrick Ewering und Christian Woltering.

Donnerstag, 16.05.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 13:52 Uhr
Für eine würdige und ansprechende Gestaltung der Abschiedsräume auf dem Kommunalfriedhof haben sich die beiden Verwaltungsmitarbeiter Christian Woltering (Mitte) und Patrick Ewering (r.) engagiert. Bei einem Rundgang erläuterten sie Bürgermeister Kai Hutzenlaub die Änderungen.
Für eine würdige und ansprechende Gestaltung der Abschiedsräume auf dem Kommunalfriedhof haben sich die beiden Verwaltungsmitarbeiter Christian Woltering (Mitte) und Patrick Ewering (r.) engagiert. Bei einem Rundgang erläuterten sie Bürgermeister Kai Hutzenlaub die Änderungen. Foto: Kathrin Kuhn

Von außen deutet kaum etwas darauf hin, aber beim Betreten der Friedhofshalle tritt zutage, dass die Abschiedsräume auf dem Kommunalfriedhof eine deutliche Aufwertung erfahren haben. „Das war an der Zeit,“ finden die Verwaltungsmitarbeiter Patrick Ewering und Christian Woltering . Während Patrick Ewering im Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt für Friedhofsangelegenheiten zuständig ist, kümmert sich Christian Woltering um die Unterhaltung der kommunalen Gebäude – so auch um die Friedhofshalle. Und für eine würdige und ansprechende Gestaltung der Abschiedsräume hat er sich in den vergangenen Monaten mit besonderer Sorgfalt eingesetzt. So wurden die Räume nicht nur saniert, gestrichen, mit Kühlaggregaten und einem neuen Bodenbelag versehen, sondern Farben und Formen sind bewusst und nach eingehender Beratung aufeinander abgestimmt und dem Anlass angepasst.

Neu ist die Möglichkeit bei zweien der drei nebeneinanderliegenden Abschiedsräume, direkt am Sarg Abschied zu nehmen, während dies vorher nur hinter einer Glasscheibe vom Besuchergang aus möglich war. „Die Angehörigen bekommen dafür auf Wunsch vom Bestatter den Schlüssel zum Abschiedsraum ausgehändigt“, erklärt Christian Woltering.

Während andere Trauergäste vielleicht nur durch die Glasscheibe einen letzten Blick auf den Verstorbenen werfen möchten – was weiterhin möglich ist –, können Familienmitglieder und Freunde jetzt auch näher bei dem Verstorbenen sein. Zum Besuchergang hin sorgen blickdichte Vorhänge für Privatsphäre. Dank einer elektrischen Vorhangschiene sind sie mit einer Fernbedienung einfach per Knopfdruck vor- und zurückzuschieben.

Wichtig war dem Bauamtsmitarbeiter auch das Beleuchtungskonzept. Durch Holzleisten an den Wänden sind die Leuchtröhren verdeckt, so dass nur das Licht wahrnehmbar ist. Neben dieser stimmungsvollen, indirekten Beleuchtung entlang der Wände sind gezielte dimmbare Lichtpunkte gesetzt. Zum Beispiel über den schwebenden Eckregalen an je zwei Seiten des Raums. Hier können eine Kerze, ein Glaubenssymbol, Blumen, ein Bild oder ein Erinnerungsbuch ihren Platz finden, wenn die Angehörigen das möchten.

Die formale Schlichtheit bietet die Möglichkeit, den Raum auf Wunsch nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. „Wir wollen den Trauernden für ihren letzten Abschied vom Verstorbenen einen unaufdringlichen und funktionierenden Rahmen anbieten“, erklären Patrick Ewering und Christian Woltering. „Was die Verwaltungsmitarbeiter tun konnten, um von der trostlos-kalten Ausstattung früherer Tage wegzukommen, das haben sie getan“, meint auch Bürgermeister Kai Hutzenlaub beim Gang durch die Räume anerkennend.

Vorgesehen sind jetzt noch weitere Sitzgelegenheiten zum Verweilen im Besuchergang und auch die Aufwertung der Friedhofskapelle soll in den Haushalt aufgenommen werden.

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