Walderlebnistage für die Grundschulen
Kleine und große Experten

Ochtrup -

Die Walderlebnistage stehen derzeit für Ochtrups Grundschüler auf dem Programm. Am Mittwoch machten die Mädchen und Jungen der vierten Klassen der Marienschule den Anfang. Gemeinsam mit Förster Alexander Huesmann und Forstwirt Olaf Staehler zogen sie ins Gelände und erfuhren spannende Dinge über den Wald und seine Bewohner.

Donnerstag, 23.05.2019, 06:00 Uhr
„An den Baumscheiben lässt sich das Alter der Gehölze ablesen“, erklärt Alexander Huesmann vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, den Viertklässlern der Marienschule.
„An den Baumscheiben lässt sich das Alter der Gehölze ablesen“, erklärt Alexander Huesmann vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, den Viertklässlern der Marienschule. Foto: Susanne Menzel

„Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald.“ Salopp, der Spruch. Mit einem absoluten Wahrheitsgehalt am Mittwochmorgen für die Viertklässler der Marienschule. Genau dort nämlich hielten sie ihren Unterricht bei den diesjährigen Walderlebnistagen ab. „Und dieser Wald gehört sogar einem echten Prinzen“, konnte der Leiter des Forstbetriebsbezirks Ochtrup, Alexander Huesmann , vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen das kindliche Wissen gleich zu Beginn noch erweitern: „Eigentümer ist Fürst Erbprinz zu Salm-Horstmar, der uns erlaubt hat, die Aktion hier durchzuführen.“

Mit offenen Augen und Ohren durch den Wald

Es waren sehr unterschiedliche Voraussetzungen, die die Marienschüler an diesem Morgen mitbrachten: Während einige von ihnen in der Nähe wohnen und das Areal gerne mal als Spielfläche nutzen, hatten andere noch nie einen Fuß überhaupt in einen Wald gesetzt. „Vielleicht nutzt ihr die Gelegenheit, zukünftig hier einmal mit offenen Augen und Ohren durchzugehen“, wünschte sich Alexander Huesmann von ihnen.

Wichtig waren ihm allerdings auch ein paar Verhaltensregeln, „die jeder Spaziergänger beachten sollte.“ Und die hatten die Mädchen und Jugend fast alle parat: „Was wir in den Wald mit reinnehmen, nehmen wir auch wieder mit hinaus. Kein Feuer machen“, zählten sie einige davon auf, während der Förster zu den Punkten zugleich eine Begründung lieferte: „Müll im Wald ist ohnehin nicht schön, da gehört er auch nicht hin. Zudem sind Rehe sehr neugierig. Und wenn die Plastik fressen, bekommt ihnen das nicht gut. Und ob das mit dem leise sein im Wald klappt, schauen wir mal.“ Aber auch die aktuellen Arbeiten im Wald („Sturm Frederike hat im vergangenen Jahr einiges umgepustet, das wir jetzt noch immer beseitigen.“) oder die Obacht gegenüber den tierischen Waldbewohnern („Gerade jetzt liegen hier viele Rehkitze. Die auf gar keinen Fall anfassen. Sobald menschlicher Geruch an ihnen haftet, werden sie von der Mutter, der Ricke, nicht mehr angenommen.“) waren dem Fachmann wichtig.

Walderlebnistage der Ochtruper Grundschulen

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Apropos: Alexander Huesmann wurde schnell klar, dass er es bei den Schülergruppen nicht nur mit Laien, sondern durchaus mit Profis zu tun hatte, die ihm schon gleich zum Start so manchen biologischen Vorgang aus dem Eff-eff erklären konnten. Photosynthese? – Für die Vierklässler kein Problem. Oder das Zustandekommen der Jahresringe. Hier punktete vor allem Leon mit absolutem Insiderwissen. Er war es, der auch direkt klar stellte: „Den Wald aufzuräumen und sauber zu halten, ist ein Ding der Unmöglichkeit.“ Oder die Frage „Was wächst langsamer: Eichen oder Pappeln?“ schon fast gelangweilt beantwortete: „Die Eiche, natürlich.“ Nun, aber auch ihn konnten Alexander Huesmann und sein Team an den nächsten der insgesamt 15 Stationen auf der rund 1,8 Kilometer langen Strecke durchaus noch mal beeindrucken.

Sträucher und Bäume, Naturverjüngung im Wald, jagdliche Einrichtungen, Tastaufgaben, Waldarbeit, ein Ratespiel zu Tierarten oder ein Zapfenwurf-Wettstreit sind nur einige der Herausforderungen, denen sich die Schüler in den drei spannenden Stunden stellen mussten. Und wer damit noch nicht ausgelastet war, dem standen die erwachsenen Experten gerne zwischendurch Rede und Antwort.

Auch heute und morgen werden Ochtruper Kinder noch einen Erlebnistag im Wald genießen können. Heute sind es drei vierte Klassen der Lambertischule, während am Freitag eine weitere vierte Klasse der Lambertischule sowie zwei der Von-Galen-Schule im Wald unterwegs sind. 250 Kinder, lacht Förster Alexander Huesmann, hat er dann an den Start geschickt. Und die haben eines dabei zusätzlich gelernt: Alle fangen mal klein an. Das ist bei den Bäumen nicht anders als bei den Kids.

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