Vorbereitungen für den Abiball
Zwischen Prüfungen und Sombreros

Ochtrup -

Der Abiball ist für Abiturienten der krönende Abschluss ihrer schulischen Laufbahn. Dann liegen die Prüfungen hinter ihnen und sie dürfen endlich feiern. Doch bis es soweit ist, gibt es jede Menge zu organisieren. Nina Hoffstedde, Anna Weßling und Janina Gust vom Gymnasium in Ochtrup gewähren einen Einblick in die Arbeit des Abiball-Komitees.

Freitag, 24.05.2019, 06:00 Uhr
Die Vorbereitungen für den Abiball zum Motto „Abios Amigos“ laufen auf Hochtouren. Am Donnerstag kümmerten sich (v.l.) Anna Weßling, Nina Hoffstedde und Janina Gust um den Kartenvorverkauf.
Die Vorbereitungen für den Abiball zum Motto „Abios Amigos“ laufen auf Hochtouren. Am Donnerstag kümmerten sich (v.l.) Anna Weßling, Nina Hoffstedde und Janina Gust um den Kartenvorverkauf. Foto: Steven

Fast ist es geschafft. In diesen Tagen befinden sich die Abiturienten auf der Zielgeraden ihrer schulischen Laufbahn. Die schriftlichen Prüfungen liegen bereits hinter ihnen, jetzt warten „nur noch die Mündlichen“ am Montag und Dienstag. Doch neben all dem Prüfungsstress haben die jungen Leute noch etwas anderes zu tun.

Ganz nebenbei gilt es nämlich noch, den Abiball am 29. Juni (Samstag) mit etwa 550 geladenen Gästen auf die Beine zu stellen. „Und das ist definitiv keine Veranstaltung der Schule, sondern unsere. Heißt: Wir müssen uns auch selbst kümmern“, fasst Nina Hoffstedde zusammen. Gemeinsam mit Anna Weßling und Janina Gust sitzt die Abiturientin am Donnerstagmorgen im Selbstlernzentrum des Gymnasiums und kümmert sich um den Vorverkauf der Abiball-Karten.

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Insgesamt gehören diesem Komitee 17 Abiturienten an. Die Arbeit sei von vorneherein gut aufgeteilt gewesen, findet Anna Weßling. Schon beim ersten Treffen bildeten die Schüler Unterkomitees – eines für die Organisation, eines für das Programm. In Kleingruppen, haben die Jugendlichen festgestellt, lässt es sich effektiver arbeiten. Der Startschuss fiel schon im Dezember vergangenen Jahres. Zur Unterstützung bekamen die Abiturienten die Unterlagen des letzten Abiturjahrgangs. Was dort zu lesen war? „Als erstes haben wir uns um einen Wirt und den DJ gekümmert“, erzählt Nina Hoffstedde. Da galt es, Angebote einzuholen, durchzusehen und das Beste herauszupicken. Die Jugendlichen sind froh, dass sie sich in Sachen Catering, Service und dem ganzen Drumherum in der Stadthalle inklusive Endreinigung auf die Erfahrung und das Know-How ihres Wirtes verlassen können. „Der macht das definitiv nicht zum ersten Mal“, weiß Nina Hoffstedde.

Karten für den Abiball gibt es noch an der Abendkasse.

Karten für den Abiball gibt es noch an der Abendkasse. Foto: Anne Steven

Finanziert wird der Abi­ball übrigens von den Schülern beziehungsweise ihren Eltern. Bereits in der ersten Klasse der Oberstufe (Einführungsphase) und weiter in der zweijährigen Qualifikationsphase wurden pro Quartal und Schüler jeweils 25 Euro eingesammelt. „Das haben die Eltern mit den Jahrgangsleitern so abgestimmt. Es ist viel Geld, wahrscheinlich sogar zu viel, aber wir wollten einen Sicherheitspuffer haben“, erklärt Anna Weßling, warum das Budget so großzügig geplant ist.

Bezahlt wird davon zudem nicht nur der Abiball, sondern auch der Abisturm, die Mottowoche, der Blumenschmuck für den Abschlussgottesdienst, die Geschenke für die LK-Lehrer und einiges mehr. Was übrig bleibe, werde wieder an die Schüler ausgezahlt.

Um die Dekoration für den Abiball kümmern sich die Schüler selbst. Und natürlich greifen sie ihr Motto „Abios Amigos“ dabei auf. Den Mexiko-Style wollen sie mit entsprechender Beleuchtung, Kakteen auf den Tischen und kleinen Sombreros – wer diese als Verschluss für Tequila-Flaschen verwendeten Mini-Hüte in rot noch herumliegen hat, darf sich gerne an den Abiturjahrgang wenden – aufgreifen. Es soll aber nicht zu kitschig werden. „Schließlich feiern wir einen Abiball“, erklärt Anna Weßling. Die Schüler des Ochtruper Gymnasiums seien in der Region bekannt dafür, dass ihre Abi­bälle ein bisschen festlicher ausfallen, als anderswo. Deshalb waren sich alle beim Dresscode auch schnell einig. Die Abiturientinnen werden wohl in der Mehrzahl in langen Abendkleidern, die Herren in schicken Anzügen erscheinen. Ab 18 Uhr sind nur geladene Gäste zugegen. Jeder Schüler darf vier Eintrittskarten an seine Familie und Freunde verteilen. Außerdem eingeladen sind natürlich die Jahrgangsleiter und sämtliche Lehrkräfte, Schüler und Ehemalige sowie – das hat am Gymnasium Tradition – der Jahrgang, der vor fünf Jahren Abitur gemacht hat.

Ab Mitternacht, wenn das Programm vorbei ist, öffnen die Abiturienten ihre Abendkasse und theoretisch kann dann jeder mit ihnen in der Stadthalle feiern. Auch wenn der offizielle Teil zu diesem Zeitpunkt bereits gelaufen ist, bitten die Abiturienten trotzdem um „eine etwa schickere“ Garderobe.

Neben der Organisation will auch das Programm vorbereitet werden. Jeder Leistungskurs habe etwas vorbereitet, berichten die drei Mädchen. Ebenfalls mitten in den Vorbereitungen für einen Programmbeitrag ­stecken die Eltern, wie die drei Damen leicht nervös erzählen. Es sollen bereits diverse Übungstreffen für eine Tanzeinlage stattgefunden haben.

Apropos: Einen gemeinsamen Tanz planen auch die Abiturienten. Ausgearbeitet hat die Darbietung der Sportkursus von Lehrerin Almuth Rusteberg.

„Im besten Fall ist alles so gut organisiert, dass wir alle ganz entspannt feiern können“, gibt Anna Weßling die Marschroute vor. Tja, da gibt es noch einiges zu tun, aber erst sind die mündlichen Prüfungen am Montag und Dienstag dran. Viel Glück!

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Karten für den Abiball am 29. Juni (Samstag) in der Stadthalle sind für zehn Euro an der Abendkasse erhältlich. Einlass ist ab Mitternacht.

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