Europawahl
Ochtruper zeigen aktuell wieder mehr Interesse

Ochtrup -

Europawahlen gibt es bereits seit 1979. Damit hatten auch die Töpferstädter schon acht Mal Gelegenheit, ihre Stimmen für Europa abzugeben. 1979 traten sie zum ersten Mal an die Wahlurne. Bereits seit 1952 gibt es eine parlamentarische Versammlung auf europäischer Ebene, seit 1979 wird diese direkt von den EU-Bürgern gewählt. Und bei dieser ersten Wahl konnte sich die Wahlbeteiligung in Ochtrup sehen lassen

Samstag, 25.05.2019, 05:00 Uhr
So schnitten die größeren Parteien bei den bisherigen Europawahlen in Ochtrup ab.
So schnitten die größeren Parteien bei den bisherigen Europawahlen in Ochtrup ab. Foto: Grafik: chr

Sie lag bei über 74 Prozent. 60 Prozent der Wähler in der Töpferstadt gaben ihre Stimme damals der CDU , 33 Prozent votierten für die SPD , etwas mehr als zwei Prozent für die FDP, die Grünen kamen auf 2,5 Prozent.

Doch bereits bei der nächsten Auflage im Jahr 1984 ging die Wahlbeteiligung zurück: 64,6 Prozent. Die CDU verlor Stimmen und erreichte nur 55 Prozent, die SPD schaffte 31 Prozent, die FDP verbesserte sich leicht auf 2,9 Prozent. Die Anti-Atomkraft-Bewegung sorgte bei den Grünen für Aufwind: Sie vereinigten immerhin mehr als sechs Prozent der Stimmen in Ochtrup auf sich.

1989 stieg die Wahlbeteiligung wieder leicht an. Über 66 Prozent der Ochtruper beteiligen sich an der Europawahl . Während die CDU weiter Verluste einfuhr (44,87 Prozent), holte die SPD mehr Stimmen (38,77 Prozent). Die FDP legte ebenfalls zu und kam in Ochtrup auf 5,4 Prozent. Die Grünen hielten ihre Position, verloren nur leicht und kamen auf 5,6 Prozent.

1994 ging die Wahlbeteiligung wieder zurück. 64 Prozent der Ochtruper gaben damals ihre Stimme ab. Etwas mehr als 40 Prozent der Stimmen vereinigte die CDU auf sich, die SPD erhielt 35,5 Prozent der Stimmen, die FDP vier und die Grünen 9,5 Prozent.

1999 gingen nur 45,5 Prozent der Töpferstädter wählen. Auf die CDU entfielen etwas mehr als die Hälfte der Stimmen. Die SPD erreichte 33 Prozent, die FDP nur noch 2,8 Prozent und auch die Grünen mussten Einbußen hinnehmen. Für sie stimmten 5,2 Prozent der Wähler in Ochtrup.

Im Jahr 2004 erreichte die Wahlbeteiligung in Ochtrup ihren vorläufigen Tiefststand. Nicht einmal 45 Prozent der Töpferstädter gaben ihre Stimmen ab. Während die CDU zulegte und knapp 60 Prozent der Stimmen erreichte, verloren die Sozialdemokraten deutlich. Nur noch 21 Prozent der Ochtruper stimmten für die SPD. Die FDP kam auf 6,2 Prozent der Stimmen, die Grünen erholten sich und vereinigten immerhin 8,1 Prozent der Stimmen auf sich.

Die Wahlbeteiligung veränderte sich bei der Europawahl 2009 kaum. Erneut gingen nicht einmal 45 Prozent der Ochtruper zur Wahl. Für die CDU bedeutete diese Europawahl erneut einen Verlust: Nur noch 49,7 Prozent der Wähler stimmten für sie. Die SPD kam auf 23,2 Prozent, die FDP legte mit etwas mehr als zwölf Prozent deutlich zu, die Grünen schafften mit 7,6 Prozent in etwa ihr Ergebnis aus 2004.

Bei der jüngsten Eurowahl 2014 schien das Interesse der Bevölkerung an Europa und seinem Parlament endlich wieder zu steigen. Die Wahlbeteiligung lag damals bei fast 69 Prozent. Für die CDU stimmten knapp 44 Prozent, für die SPD mehr als 38 Prozent, auf die FDP entfielen 3,2 Prozent und auf die Grünen knapp sechs Prozent der Stimmen. Bundesweit für Wirbel in der Parteienlandschaft sorgte eine neue Partei: Doch die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) erschien nur für 2,2 Prozent der Ochtruper wählenswert.

In diesem Jahr haben schon jetzt mehr als 20 Prozent der Ochtruper per Briefwahl abgestimmt. Am morgigen Sonntag öffnen die Wahllokale um 8 Uhr, gewählt werden kann bis 18 Uhr.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6636669?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Nachrichten-Ticker