Arbeitsgemeinschaft Schienenverkehr Münsterland
Sonderzugfahrt zum Bergwerk

Ochtrup -

Mehrere Gründe zum Feiern hat die Arbeitsgemeinschaft Schienenverkehr Münsterland. Und dann hat sie auch noch eine Sonderzugfahrt zum Bergwerk Ibbenbüren im Angebot.

Samstag, 01.06.2019, 08:00 Uhr
Das original Stellpult in dem Stellwerks-Häuschen funktioniert noch, freuen sich Michael Schumann (vorne) und Michael Wernke von der Arbeitsgemeinschaft Schienemverkehr Münsterland.
Das original Stellpult in dem Stellwerks-Häuschen funktioniert noch, freuen sich Michael Schumann (vorne) und Michael Wernke von der Arbeitsgemeinschaft Schienemverkehr Münsterland. Foto: Susanne Menzel

In regelmäßigen Abständen rattert der Personenzug an dem ehemaligen Stellwerk an der Metelener Straße vorbei und rollt in den Ochtruper Bahnhof ein. Eine bessere Übersicht als in der ersten Etage des kleinen Häuschens gibt es kaum. Kein Wunder, war dies doch früher der Arbeitsplatz des Bahnmitarbeiters, der bei Ankündigung des Lok-Waggon-Gespannes flugs die Treppen hinab und die Schranken herunterkurbeln musste. Lang, lang ist‘s her.

Seit gut zehn Jahren ist das Stellwerk nun in Besitz der Arbeitsgemeinschaft Schienenverkehr Münsterland. Fast ein kleines Jubiläum. Ein etwas größeres feiert dagegen der Vorsitzende der Lobbyisten: Michael Schumann steht der Gemeinschaft nunmehr ein Vierteljahrhundert vor.

Bahn und Schienenverkehr sind die Themen, die die knapp 30 Mitglieder aus Ochtrup, Heek, Epe, Legden und auch Borghorst umtreibt, sich in regelmäßig-unregelmäßigen Abständen zu treffen, sich über Neuigkeiten rund um den Schienenverkehr auszutauschen – oder um Sonderfahrten zu organisieren. Die nächste steht noch in diesem Monat ins Haus. Die Arbeitsgemeinschaft hat einen Triebwagen gemietet (eines ihrer Mitglieder ist Lokführer) und startet damit am 15. Juni (Samstag) ab Münster zunächst in Richtung Rheine. Von dort aus geht es weiter auf der Tecklenburger Nordbahn. „Da dürfen in der Regel nur Güter- und keine Personenzüge verkehren“, sagen Michael Schumann und sein Stellvertreter Michael Wernke. Zwischendurch gibt es vor allem für die Fotofreunde kleine Zwischenstopps, um die Momente bildlich zu dokumentieren. Ziel ist dann das Bergwerk Ibbenbüren. „Wir sind die ersten, die mit dem Zug dort rauf dürfen“, sind die Schienenfreunde stolz.

Etwa 50 bis 70 Personen nehmen die Organisatoren bei diesen Touren mit, von denen sie etwa drei im Jahr durchführen. „Diese Angebote sind etwas Besonderes, weil sie über Strecken führen, die man ansonsten nicht befahren darf“, erklärt Michael Schumann.

Es sind nicht nur jene, die sich die Bahn als Hobby auserkoren haben, sondern auch viele ehemalige Mitarbeiter, die das Portfolio der Arbeitsgemeinschaft anspricht. Dass natürlich auch häufig der Unmut mancher Kunden über das Unternehmen „Deutsche Bahn“ auf die AG-Mitglieder einprasselt, damit können sie gut umgehen. Schumann: „Wir sehen es differenzierter, weil wir den Blick hinter die Kulissen haben.“

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