Workshop zum Dorfinnen-Entwicklungskonzept
Schul- und Wohnideen realisierbar machen

Ochtrup -

Das Programm, das mit dem Wortmonster Dorfinnen-Entwicklungskonzept (DIEK) überschrieben ist, hat in Ochtrups Ortsteil Welbergen bereits eine Menge Ideen produziert und einige davon schon auf den Weg gebracht. Aber wie sich bei der neuerlichen Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im Kapellenhof zeigte, besteht noch eine ganze Menge Diskussionsbedarf, um einen Großteil der Bürger bei der Realisierung der Vorhaben mitzunehmen.

Freitag, 07.06.2019, 17:08 Uhr
Beim jüngsten Workshop zum Dorfinnen-Entwicklungskonzept diskutierten die Teilnehmer kontrovers über die verschiedenen Ideen. Dabei spielte auch die Streuobstwiese im Schatten der Kirche eine Rolle.
Beim jüngsten Workshop zum Dorfinnen-Entwicklungskonzept diskutierten die Teilnehmer kontrovers über die verschiedenen Ideen. Dabei spielte auch die Streuobstwiese im Schatten der Kirche eine Rolle. Foto: Martin Fahlbusch

Wie Bürgermeister Kai Hutzenlaub in seiner Begrüßung deutlich machte, ließen sich einige Ideen – auch mit Blick auf den Förderrahmen – nur durch geschicktes Umsteuern zu anderen Finanzierungsmöglichkeiten auf den Weg anstoßen. Damit könnte das Thema Kunstrasenplatz doch noch in greifbare Nähe rücken.

Aber es zeigte sich zudem, dass es nicht ausreicht, für den Dorfkern eine Bauleitplanung einzustielen, wenn über die Größe möglicher Bauprojekte und die vorhandene dörfliche und im wahren Sinne gewachsene Struktur noch erheblicher Informations- und Klärungsbedarf besteht. Diesen Eindruck konnte der Berichterstatter zumindest den recht unterschiedlichen Wortmeldungen entnehmen. Will man beispielsweise die Idee der „Brücke des Lebens“, die sich von der Grundschule über das Pastoratsgelände und das Pfarrheim „Die Brücke“ bis hin zur Ortsmitte erstrecken könnte, weiterdenken, muss man den vorhandenen alten Baumbestand, die Streuobstwiese und den Charakter des Ortskern einbeziehen. Hier nur Investoren die Ideen entwickeln zu lassen, stieß auf erhebliche Nachdenklichkeiten.

Andererseits wurde in diesem Zusammenhang offensichtlich, dass die Themenkomplexe Grundschule, Schulstandort, OGS und bauliche Anforderungen viel stärker in den Fokus der Überlegungen rücken müssen. „In der Tat haben wir mit der Schule an zwei Standorten in Langenhorst und Welbergen eine Sondersituation, die auch politisch für die Zukunft nicht in Stein gemeißelt ist“ gab Bürgermeister Kai Hutzenlaub zu bedenken. Nach durchaus kontroverser Diskussion einigten sich die Teilnehmer darauf, Verhandlungen zwischen der Stadt, der Kirchengemeinde, den DIEK-Verantwortlichen und den ortsansässigen Investions-Interessierten zu führen, die Schul- und Wohnideen realistischer und realisierbarer machen sollen.

Dass es bei anderen Ideen wie Feldsaumbepflanzungen, dem Anlegen eines Boule-Platzes oder Wanderwegen noch eine Menge Arbeit für die zumeist ehrenamtlichen Projektumsetzer gibt, machte dieses Treffen ebenfalls deutlich.

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