Kräht der Hahn auf dem Mist,
. . . fängt eine Wiese an zu blühen

Ochtrup -

„Kräht der Hahn auf dem Mist, . . .“, heißt die Serie, in der die Westfälischen Nachrichten die Ochtruper Landwirte durch das Jahr begleiten und ihnen bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter schauen. Aktuell stehen die im Rahmen des Patenschaftsprojekts von Jürgen Bußmann Anfang Mai ausgesäten Blühstreifen kurz vor der Blüte.

Donnerstag, 13.06.2019, 06:00 Uhr
Landwirt Jürgen Bußmann und seine Kinder (v.r.) Greta, Henk und Hennes haben auf dem Blühstreifen in der Wester bereits einige Blüten entdeckt.
Landwirt Jürgen Bußmann und seine Kinder (v.r.) Greta, Henk und Hennes haben auf dem Blühstreifen in der Wester bereits einige Blüten entdeckt. Foto: Anne Steven

Üppig grün präsentiert sich derzeit die Fläche neben dem Festplatz des Schützenvereins Lau-Brechte. Doch lange kann es nicht mehr dauern, da ist sich Landwirt Jürgen Bußmann sicher, bis sich die knapp 3000 Quadratmeter große Fläche in ein Meer aus Blüten verwandelt.

„Hier blüht schon was“, ruft Bußmanns Tochter Greta vom Rand des Feldes. Eine Kornblume regt dort schon ihre Blüten gen Himmel, und erste Bienen haben die Blüten ebenfalls schon entdeckt.

Erste Blüten wagen sich auf dem Blühstreifen in der Wester schon heraus.

Erste Blüten wagen sich auf dem Blühstreifen in der Wester schon heraus. Foto: Anne Steven

Anfang des Jahres hatte Jürgen Bußmann das Projekt zum Erhalt der Artenvielfalt gestartet. Die Idee: Er zwackt von seinen landwirtschaftlichen Flächen einen Teil ab und sät dort eine bunte Blumenwiese ein. Insgesamt fand der Ochtruper 28 Paten – drei Firmen, zwei Schulklassen und einige Privatleute –, die sein Vorhaben finanziell unterstützen wollten. Am 1. Mai erfolgte die Einsaat. Der Zuspruch sei von Anfang an enorm gewesen, freut sich Jürgen Bußmann. Doch Leute zu finden, die sich finanziell beteiligen wollen, das sei dann schon deutlich schwieriger gewesen. „Ich hatte mir mehr davon versprochen“, gibt der Landwirt ein bisschen enttäuscht zu. Doch insgesamt ist er zufrieden. Im September will er einen neuen Anlauf starten und versuchen, das Projekt auch in 2020 wieder auf die Beine zustellen.

Richtig begeistert sind die beiden Schulklassen, die 6 b des Gymnasiums und die 3 d der Lambertischule, die ebenfalls Blühstreifen-Paten sind. Für die Jungen und Mädchen hat Jürgen Bußmann stadtnahe Flächen ausgewählt. So können die Kinder regelmäßig nachschauen, was sich verändert hat. „Wir haben dafür extra einen Blühstreifendienst eingerichtet“, erzählt Greta, die ebenfalls die 3d besucht.

Insgesamt konnte Jürgen Bußmann 28 Paten – drei Firmen, zwei Schulklassen und einige Privatleute – für das Projekt Blühstreifen gewinnen.

Insgesamt konnte Jürgen Bußmann 28 Paten – drei Firmen, zwei Schulklassen und einige Privatleute – für das Projekt Blühstreifen gewinnen. Foto: Anne Steven

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