Kaiserschießen Wester-Bauerschaft
Gerd Brökers ist der neue Regent für die kommenden sechs Jahre

Ochtrup -

Manfred Biermann, der ehemalige und langjährige Vorsitzende des Schützenvereins Wester ist ein freundlicher und vor allem höflicher Mensch. Darum ließ er, der mit seiner stets fröhlichen Frau Elisabeth 2004 auch das Königspaar in der Bauerschaft bildete, am Freitagabend beim Kaiserschießen unter Flutlichtbedingungen einem anderen den Vortritt. 

Samstag, 15.06.2019, 12:39 Uhr aktualisiert: 15.06.2019, 13:01 Uhr
Kaiserschießen Wester-Bauerschaft: Gerd Brökers ist der neue Regent für die kommenden sechs Jahre
Der neue Kaiser Gerd Brökers und seine Mitregentin Luise. Foto: Martin Fahlbusch

Der neue Kaiser Gerd Brökers (König des Schützenvereins Wester 1988) war nach dem 284 Schuss, mit dem er seine nun sechsjährige Regentschaft einleitete, einfach nur glücklich - und sprachlos. Ganz anders die neue Kaiserin Luise. Die war zwar auch überwältigt, fand aber für den Endkampf im Wettstreit um den Kaiserthron sofort die richtigen Worte: „Das war spannend, fair und prima. Jeder der beiden hat es dem anderen gegönnt, hat sich aber dennoch feste angestrengt. Spaß hatten alle. So soll es in der Schützenfamilie sein.“

Nach den Ehrenschüssen von Pfarrer Ludger Bügener, Bürgermeister Kai Hutzenlaub, dem noch regierenden Kaiser Berthold „Codo“ Nacke, dem amtierenden König Daniel Leusder, dem 1. Vorsitzenden Dirk Kuhlmann und dem Festvorstand war der Kreis der Bewerber naturgemäß überschaubar. Der Rest der Schützenfamilie hatte die angenehme Aufgabe die Verpflegungs- und Getränkewagen zu umlagern und zu nutzen. Die vorübergehend nicht aktiven Schützen und ihre Partner, Freunde und Gäste taten das zuverlässig.

Nach dem Schreck vom Vortag, als das von den Vereinsdamen zu schmückende Zelt erst gar nicht da war, dann flugs aufgebaut werden musste und dann - fast im Dunkeln - doch noch ein Festtagskleid spendiert bekam, lief alles bestens. Pfarrer Ludger Bügener hatte in seiner Predigt beim Festgottesdienst in seiner bekannt trockenen Art dazu aufgerufen, dass man den, den man eigentlich auf den Mond schießen möchte, die Hand reichen sollte, weil so erste Schritte zum Frieden gegangen werden könnten.

Mit Franz Ostendorf und Berthold Nacke schauten auch erfahrene Kaiser immer mal wieder am Gewehrstand vorbei, aber zum Schluss blieb partnerschaftliche zähe Wettstreit von Manfred Biermann und Gerd Brökers unter den fachlichen Augen der Schießwarte Hans-Werner Wiegenstein und Norbert Kuhmann.

Vielleicht war es aber auch deshalb so mühsam, weil sich Berthold „Codo“ Nacke als scheidender Kaiser beim Vogelbau mit seinem Sohn Timo, der in bewährter Nacke-Tradition wie sein Großvater Erich auch schon König in der Wester-Bauerschaft war, so viel Mühe gegeben hatte. „Der sieht so aus wie der alte Deutz-Trecker der 36er-Reihe, von dem ich derzeit träume: Rote Felgen und grüner Lack. Darum heißt die Krähe er ja auch „Codola Grün“, bekannte Berthold Nacke schmunzelnd.

Und was war nach der Kaiserproklamation im Festzelt? Na was wohl: Da ging die Wester steil. 

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