Sieben-Stunden-Modell am Schulzentrum
Rückkehr steht in Aussicht

Ochtrup -

Schultage, die bis 17.15 Uhr dauern? Am Gymnasium und eventuell auch an der Realschule könnte das bald der Vergangenheit angehören. Denn die Schulen denken über die Wiedereinführung des Sieben-Stunden-Modells nach.

Mittwoch, 26.06.2019, 05:00 Uhr
Leere Klassenzimmer am Nachmittag? Am Gymnasium und eventuell auch an der Realschule könnte Nachmittagsunterricht bald der Vergangenheit angehören. Die Rückkehr zum Sieben-Stunden-Modell steht in Aussicht.
Leere Klassenzimmer am Nachmittag? Am Gymnasium und eventuell auch an der Realschule könnte Nachmittagsunterricht bald der Vergangenheit angehören. Die Rückkehr zum Sieben-Stunden-Modell steht in Aussicht. Foto: Arnulf Stoffel

Mit ein bisschen Glück könnte am Schulzentrum bald wieder das Sieben-Stunden-Modell gelten. Einen entsprechenden Antrag hat die Schule am Montag dem Ausschuss für Bildung und Sport vorgelegt. Der Wunsch sei mehrfach sowohl an das Gymnasium und die Stadt herangetragen worden, berichteten Konrektor Olaf Reitenbach und der städtische Fachbereichsleiter Ordnung, Schulen, Soziales, Michael Alfert , unisono.

In der Vergangenheit sei das Sieben-Stunden-Modell an der Schule bereits erfolgreich und zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten eingesetzt worden, heißt es im Antrag des Gymnasiums. Erst im Zuge einer Änderung des Erlasses „Unterrichtsbeginn, Verteilung der Wochenstunden, Fünf-Tage-Woche, Klassenarbeiten und Hausaufgaben an allgemeinbildenden Schulen“ des Schulministeriums wurde es vor einigen Jahren untersagt.

Das Sieben-Stunden-Modell sieht vor, dass der Regelunterricht in der Sekundarstufe I innerhalb besagter sieben Stunden abgebildet wird. Die Schüler hätten also nur noch bis zur siebten Stunde ohne eine längere Mittagspause Unterricht. Der lange Nachmittagsunterricht würde entfallen. Schulschluss also spätestens um 14.05 Uhr und nicht, wie aktuell, bis teilweise 17.15 Uhr. Gegebenenfalls könnte das Modell auch auf die Oberstufe übertragen werden.

Im Antrag schreibt das Gymnasium, dass Eltern in Beratungsgesprächen angegeben hätten, der Nachmittagsunterricht und die damit verbundenen lange Präsenzzeiten der Schüler sei einer der Hauptgrüne, warum Jugendliche zum Berufskolleg oder nach Bardel wechselten.

Die Änderung des Erlasses hin zu einer flexiblen Mittagspause sei noch ganz frisch, betonte Michael Alfert. Auf die Nachfrage von Herbert Löcker (CDU), wie es sich im Falle eines Wechsels mit der Organisation der Busumläufe verhalte, erklärte der Fachbereichsleiter, dass dies in der Vergangenheit immer gut funktioniert habe. Allerdings war damals auch die Realschule dabei. Letztere führe derzeit Gespräche, um die Frage eines Mittuns zu klären, so Alfert. Die Stadt als Schulträgerin würde eine allgemeine Regelung für das Schulzentrum bevorzugen. „Wir unterstützen das gerne“, sagte Alfert.

Zum neuen Schuljahr werde die Änderung ohnehin nicht mehr greifen, so Olaf Reitenbach. Realistisch sei ein Wechsel zum zweiten Halbjahr des Schuljahres 2019/2020. Die Stadt will sich nun um die Koordination kümmern. Der Ausschuss befasst sich dann voraussichtlich in seiner September-Sitzung erneut mit diesem Thema.

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