Ausschuss berät über CDU-Antrag zur Kindertagesbetreuung
Sozialraum Ochtrup dreigeteilt betrachten

Ochtrup -

Für die Planung der Kindertagesbetreuung wird Ochtrup mit seinen Ortsteilen als ein Sozialraum betrachtet. Die CDU möchte das ändern und stattdessen Lan­genhorst und Welbergen getrennt ausweisen lassen.

Donnerstag, 27.06.2019, 05:00 Uhr
Die Zukunft der Kindertagesbetreuung war am Montagsabend Thema im Ausschuss für Bildung und Sport.
Die Zukunft der Kindertagesbetreuung war am Montagsabend Thema im Ausschuss für Bildung und Sport. Foto: Anne Steven

„Durch eine Differenzierung wäre eine bessere Beurteilung des Bedarfs möglich“, führte Barbara Kuhls-Mahlitz im Ausschuss für Bildung und Sport am Montagabend für die CDU-Fraktion aus. Letztere hatte zudem beantragt, bei der Ausweisung von Neubaugebieten städtische Grundstücke für die Errichtung neuer Kindertagesstätten zu reservieren und eine solche Einrichtung in Welbergen zu realisieren. „Wir hatten in der jüngeren Vergangenheit mehrfach Probleme, entsprechende Grundstücke zu finden“, empfahl Kuhls-Mahlitz das Problem langfristig anzugehen. Ziel müsse es sein, Kitas zentral in Wohngebieten zu errichten und nicht beispielsweise wie jüngst in Gewerbegebieten.

Hermann Holtmann erinnerte daran, dass auch das Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) für Welbergen einen Kita-Neubau vorsehe und empfahl dringend, dies in die Planungen miteinzubeziehen. Zudem mache ein Neubau in Welbergen nur Sinn, wenn dadurch der Standort in Langenhorst nicht gefährdet werde, so der Fraktionschef der FDP. Grundstücke für Kitas zu reservieren, dafür konnte sich Holtmann hingegen nur wenig begeistern. „Tut uns das nicht an“, warnte er davor, die ohnehin geringe Anzahl an Baugrundstücken weiter zu reduzieren. Schließlich müssten für eine Kita etwa drei bis vier normale Grundstücke eingeplant werden. Außerdem wisse niemand, wann ein solcher Kindergarten realisiert werden könne.

Gerade deshalb müsse der Sozialraum in Ochtrup wieder dreigeteilt betrachtet werden, hakte Barbara Kuhls-Mahlitz an dieser Stelle wieder ein. „Damit machen wir uns doch nichts kaputt“, warb sie für den CDU-Vorschlag. Der Grundgedanke dieses Antrags sei auch nicht falsch, kam Holtmann ihr zumindest ein bisschen entgegen.

Die Verwaltung will nun prüfen – aktuell gebe es keinen Bedarf für eine weitere Kindertagesstätte in Ochtrup – ob die Zahlen für die Ortsteile beim Jugendamt abgefragt werden können. Dann soll weiter über das Thema beraten werden.

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