Ehrenamtliche Landschaftswächter gesucht
Spazierengehen für den Naturschutz

Ochtrup -

Die Stadt Ochtrup sucht ehrenamtliche Naturschutzwächter, die die Umwelt im Blick behalten. Sie überwachen das Einhalten von Vorschriften und melden Verstöße. Vor ihrem Einsatz erwartet die Naturschutzwächter eine umfassende Schulung.

Donnerstag, 04.07.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 14:44 Uhr
Seinen Dienstausweis hat Alfons Kauling als Naturwächter immer parat.
Seinen Dienstausweis hat Alfons Kauling als Naturwächter immer parat. Foto: Kathrin Kuhn

Ist dieses Amt ein „Spaziergang“? Solange alles gut läuft, könnte das so bezeichnet werden. Die regelmäßigen Gänge durch ihren Dienstbezirk sind zumindest das A und O für die ehrenamtlichen Naturschutzwächter im Kreis Steinfurt. „Beauftragte für den Außendienst“ werden sie im Landesnaturschutzgesetz NRW auch genannt.

„Ich liebe die Natur, bin viel draußen mit meinen Hunden unterwegs – da kann ich das gut miteinander verbinden“, wird Christiane Laurenz , eine der sechs Naturschutzbeauftragten in Ochtrup, in einer Presseinformation zitiert.

Illegaler Müll

Die Naturschutzwächter kennen sich in ihrem Bezirk gut aus und verfolgen Veränderungen in der Natur aufmerksam. Zu ihren Aufgaben gehört es aber auch, die Einhaltung der Naturschutzgesetze zu überwachen und eventuelle Störer an Ort und Stelle auf die Folgen ihres Tuns hinzuweisen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das seien illegale Müllbeseitigung, in der Landschaft entsorgter Grünschnitt, offenes Feuer und Grillen in Waldnähe, skrupelloser Umgang mit Wildtieren. Dort einzugreifen, erfordere mitunter auch Mut, Einfühlungsvermögen und Verhandlungsgeschick. Dafür hätten die Naturschutzwächter auf ihrem besagten „Spaziergang“ immer ihren Dienstausweis und ein Handy in der Tasche.

Drei Bezirke

„Was man in der Natur alles so finden kann, ist schon abenteuerlich“, berichten Christiane Laurenz und Alfons Kauling übereinstimmend. Die beiden sind in einem der insgesamt drei Ochtruper Bezirke unterwegs. Über Auffälligkeiten und Missstände benachrichtigen sie umgehend die untere Naturschutzbehörde.

Über die Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern in der Bevölkerung freut sich auch Jan-Henrik Wiers vom Bauamt der Stadt Ochtrup. „Offiziell bestellt der Kreis Steinfurt die Naturschutzbeauftragten für eine Amtszeit von fünf Jahren“, erklärt er. „Faktisch haben sie aber hauptsächlich mit uns vor Ort zu tun, denn hier sind sie wichtige Vermittler zwischen der Behörde und der Bevölkerung.“

Schulung

Die Naturschutzbeauftragten sind in einer kreisweiten Schulung gründlich auf das Ehrenamt vorbereitet worden. Jeweils ein Beauftragter und ein Stellvertreter sind für die insgesamt drei Zuständigkeitsbereiche der Stadt Ochtrup eingeteilt – insgesamt also sechs.

Zum 1. Januar wird für den Bezirk zwei (Langenhorst/Welbergen) und den Bezirk drei (Weiner) jeweils ein neuer stellvertretender Naturschutzwächter gesucht.

„Wir freuen uns, wenn dieses wichtige, aber wenig bekannte Ehrenamt wieder besetzt wird“, so Bürgermeister Kai Hutzenlaub. „Umweltschutz ist auf kommunaler Ebene oft nur in kleinen Schritten zu verwirklichen. Dafür engagieren sich Naturschutzwächter unauffällig, aber effektiv.“

Was sie für das Amt mitbringen müssten? Die beiden Naturschutzbeauftragten Christiane Laurenz und Alfons Kauling meinen vor allem: „Bewusstsein für eine intakte und lebenswerte Umwelt – und die Freude, sich darin regelmäßig und mit offenen Augen zu bewegen.“

Wer Interesse an der Ausübung dieses Ehrenamts oder Fragen zu den Aufgaben oder dem Anforderungsprofil hat, kann sich telefonisch oder per Mail beim Fachbereich III (Telefon 0 25 53/7 33 41 oder bauamt@ochtrup.de) melden. Die Stadt Ochtrup wird die Bewerbungen prüfen und Vorschläge an den Kreis Steinfurt weiterleiten.

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