Leiter des Städtischen Gymnasiums
Wechsel zur Bezirksregierung

Ochtrup -

Es war die Nachricht des Tages: Peter Grus, Leiter des Städtischen Gymnasiums, verlässt die Schule zum 31. Juli und wechselt zur Bezirksregierung nach Münster.

Freitag, 12.07.2019, 23:00 Uhr
Der Ausgang: Peter Grus (r.) verabschiedet sich von der Leiterstelle des Gymnasiums zur Bezirksregierung nach Münster. Kommissarischer Leiter wird sein Stellvertreter Olaf Breitenbach. Kündigen musste Grus übrigens nicht: Der Wechsel ist eine Versetzung.
Der Ausgang: Peter Grus (r.) verabschiedet sich von der Leiterstelle des Gymnasiums zur Bezirksregierung nach Münster. Kommissarischer Leiter wird sein Stellvertreter Olaf Breitenbach. Kündigen musste Grus übrigens nicht: Der Wechsel ist eine Versetzung. Foto: Susanne Menzel

Wenn sich in den Jubel über die bevorstehenden Sommerferien (und mitunter natürlich auch über die guten Noten auf dem Zeugnis) Überraschung, Wehmut und Abschiedsschmerz mischen, ja dann scheint etwas „im Busch“ zu sein. Wie beim Städtischen Gymnasium. Dort schlug gestern eine Nachricht ein, wie die sprichwörtliche Bombe. Nicht nur für die Kids war an diesem Freitag der letzte Schultag vor sechseinhalb entspannten Wochen angesagt, gleiches gilt auch für Schulleiter Peter Grus . Er kehrt Ende August nicht mehr an seine alte Wirkungsstätte zurück, sondern wird schon ein paar Wochen früher seinen neuen Weg nach Münster einschlagen. Der Vredener übernimmt dort das Dezernat 43. Heißt auf Deutsch: Er ist in der Behörde als Nachfolger von Monika Suwa-Dingmann für die Gymnasien im Fach Chemie zuständig. Zudem fällt in seinen Kompetenzbereich auch die Schulaufsicht über die Gymnasien im Bereich Coesfeld.

Beruflich ist der Wechsel sicherlich ein Aufstieg für den 56-Jährigen, der immerhin neun Jahre lang der Schule in der Töpferstadt seine Handschrift aufgedrückt hat. So geht die Digitalisierung (Ausstattung mit iPads und großen Bildschirmen) überwiegend auf sein Engagement zurück. „Ich habe mir die Entscheidung auch nicht leicht gemacht“, gibt Peter Grus zu. „Es war eine tolle Zeit in Ochtrup, und ich war gerne hier.“ Er habe in seiner beruflichen Laufbahn bereits zahlreiche Entscheidungen treffen müssen: „Diese Entscheidung war mit Abstand die schwerste. Und heute, am letzten Schultag für Lehrer und Schüler, erlebe ich in mir selbst eine Achterbahn der Gefühle.“

Die positive Entscheidung über seine Bewerbung habe ihm die Bezirksregierung am Donnerstag mitgeteilt, so Peter Grus zum Ablauf des Verfahrens. Er habe daraufhin seinen Stellvertreter Olaf Reitenbach sowie das Kollegium informiert. Olaf Reitenbach habe von seiner Bewerbung im Vorfeld gewusst: „Wir sind ein Team und haben uns als solches auch ausgetauscht.“

Weniger informiert waren dagegen Schüler, Eltern sowie die Stadtverwaltung. Bürgermeister Kai Hutzenlaub wurde von Peter Grus am Freitagmorgen in Kenntnis gesetzt. „Normalerweise gehen Ochtruper Schulleiter in den Ruhestand“, kommentierte das Stadtoberhaupt die Nachricht nach der ersten überraschten Sekunde. Wie es nun mit der Besetzung am Gymnasium weitergeht, darauf wusste Hutzenlaub ad hoc keine Antwort: „Zunächst einmal wird Olaf Reitenbach die kommissarische Leitung übernehmen. Er ist seit zwei Jahren an der Schule und hat sich in der Zeit sehr gut eingearbeitet. Die Ausschreibung der Stelle wird durch die Bezirksregierung durchgeführt. Ich hoffe natürlich, dass wir sehr schnell einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Peter Grus finden. Das Problem ist allerdings: Es muss sich dafür jemand auf die Stelle bewerben.“

Ob und wann es eine Verabschiedung von Peter Grus geben wird, vermochte Hutzenlaub am Freitag ebenfalls noch nicht zu sagen: „Es beginnt jetzt gerade die Urlaubszeit und am 1. August tritt er bereits seine neue Stelle in Münster an. Da ist die Zeit recht knapp.“

Die nächsten sechs Wochen nutzen, „um einen klaren Kopf zu bekommen und alles zu sortieren“, will der bisherige stellvertretende Schulleiter Olaf Reitenbach. „Es wird damit eine kurze Ferienzeit“, schmunzelte er im Gespräch mit den WN. Allerdings sei er in der Vergangenheit bereits in die Entscheidungen von Peter Grus einbezogen worden, die Zusammenarbeit sei sehr harmonisch gewesen.

Peter Grus selbst hat den letzten Schultag vor den Sommerferien anders als die Jahre zuvor verbracht. „Das Telefon stand nicht mehr still“, schildert er den Ablauf des Vormittages. Die Schulpflegschaft habe er noch persönlich via Telefon informieren können, „die Eltern leider nicht mehr. Ich habe den Kindern und Jugendlichen für sie einen Brief mitgegeben. Aber die meisten wussten spätestens am Mittag Bescheid. Per WhatsApp war es bis dahin schon rund.“ Nicht nur in der Schule sind halt digitale Medien im Einsatz.

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