Schweigemarsch im Rahmen der Aktion „Maria 2.0“
Muttergottes steht für Erneuerung

ochtrup -

Mit einem Schweigemarsch unterstützten auch in Ochtrup Frauen und Männer die Katholischen Frauengemeinschaften und die Aktion Maria 2.0

Donnerstag, 18.07.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 16:29 Uhr
Über 70 Menschen – Frauen wie auch Männer – hatten sich dem Schweigemarsch im Rahmen der Aktion „Maria 2.0“ am Mittwochabend von der Marien- zur Lambertikirche angeschlossen.
Über 70 Menschen – Frauen wie auch Männer – hatten sich dem Schweigemarsch im Rahmen der Aktion „Maria 2.0“ am Mittwochabend von der Marien- zur Lambertikirche angeschlossen. Foto: Martin Fahlbusch

„Neuerungen in der Kirche sind für mich nicht so wichtig. Für mich geht es um Erneuerung – und zwar schleunigst. Dafür ist die Muttergottes für mich ein wichtiges Symbol.“ Die ältere Dame sitzt am Mittwochabend auf dem Mäuerchen am Vorplatz der Marienkirche und schaut den Vorbereitungen für den Schweigemarsch der Aktion „Maria 2.0“ zu. Mit einigen Aktionen haben die Katholischen Frauengemeinschaften ( kfd ) in Ochtrup in den letzten Wochen schon auf die Anliegen für einen umfassenden Neuanfang in der Institution Kirche aufmerksam gemacht, nicht zuletzt nach den Vorfällen und Vertuschungsversuchen in Sachen Missbrauch. „In diesen Fällen ist die Rote Linie längst überschritten und für diese ungeheuerlichen und menschenverachtenden Taten und Täter darf es in der Kirche zukünftig keine Ämter mehr geben. Es geht auch um die Arbeit für Strafverfolgungsbehörden und weltliche Gerichte“, hebt Marianne Kuhlman zu Beginn der Veranstaltung auf dem Kirchplatz hervor.

Über 70 Personen, darunter auch einige Männer, haben sich mittlerweile eingefunden. Gemeinsam wird man durch die Stadt zum Lambertikirchplatz ziehen und an Stationen auf die Forderungen der Aktion Maria 2.0 aufmerksam machen. Dabei betonen die Ochtruper Frauen, dass es ihnen nicht um die Situation hier in der gesamten Kirchengemeinde gehe, sondern um einen grundsätzlichen Neuaufbruch in der Kirche als Institution.

Neben einer schonungslosen Aufklärung und strafrechtlichen Verfolgung der Missbrauchsfälle gehe es um den Zugang von Frauen zu allen Ämtern in der Kirche, um die Aufhebung des Pflichtzölibats und um die Erneuerung der kirchlichen Sexualmoral. „Maria 2.0 ist keine Aktion gegen etwas, sondern eine Aktion für etwas. Viele spüren, dass es fünf vor Zwölf ist“, unterstreicht Mechthild Fislage.

Der bunte Zug mit Plakaten und Spruchbändern erzeugt durchaus Aufmerksamkeit in der Innenstadt, und einige bleiben auch an den Stationen stehen, an denen die einzelnen Forderungen dargestellt und hinweisträchtige Lieder gesungen werden („Jetzt ist es an der Zeit“ – „Vertraut den neuen Wegen“) und gebetet wird.

„Für unsere Motto-T-Shirts haben wir uns ein Blau ausgesucht, das nicht anrüchig aussieht und das man gut tragen kann“, schmunzelt Agnes Möllers vielsagend.

Mit diesem Schweigemarsch wolle man auch Solidarität mit all den Frauen ausdrücken, die berufen sind, zum Beispiel zu Diakoninnen und Priesterinnen, die aber nicht im vollen Umfang in diese Ämter der Kirche gerufen werden, erläutert Anna-Maria Trockel.

„Mir gefällt die Veranstaltung und deren Aktionen. Da spielen Träume eine wichtige Rolle. Man will die Kirche wachküssen, gerade wird ein Feuer der Liebe entzündet, dem alle hier mit Holzscheiten Nahrung geben sollen“, sagte die ältere Dame, die mittlerweile auf der Bank am Lamberti-Brunnen Platz genommen hat.

Schweigemarsch im Rahmen der Aktion Maria 2.0

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  • Etwa 70 Frauen und Männer schlossen sich am Mittwochabend dem Marsch von der Marien- zur Lambertikirche an. Foto: Martin Fahlbusch
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