Wohnkomplex des Bauvereins
Etwas Grundlegendes schaffen

Ochtrup -

Das ist ein echtes Großprojekt, das sich der Bauverein Ochtrup vorgenommen hat. Bis 2028 sollen auf dem Areal zwischen Laurenz- und Beethovenstraße viele, viele Wohnungen entstehen.

Samstag, 10.08.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2019, 15:58 Uhr
Elke Reckels und Robert Ohlemüller werfen einen Blick vom Baugerüst auf das Areal zwischen Laurenz- und Beethovenstraße.
Elke Reckels und Robert Ohlemüller werfen einen Blick vom Baugerüst auf das Areal zwischen Laurenz- und Beethovenstraße. Foto: M. Fahlbusch

Eines kann man mit Sicherheit sagen: Das große Projekt des Bauvereins Ochtrup zwischen Laurenz- und Beethovenstraße ist bestens eingezäunt. Das mussten auch Geschäftsführerin Elke Reckels und Verstandsmitglied Robert Ohlemüller bei einem Pressetermin vor Ort feststellen.

Also brauchte es einen kleinen Fußmarsch rund um das Gelände, bis man einen Zugang zu den zwei derzeit im Bau befindlichen größeren Wohnkomplexen fand. Hier entstehen insgesamt 36 Wohneinheiten von 50 beziehungsweise 75 Quadratmetern Größe. „Auf dem gesamten, rund 16 000 Quadratmeter großen Areal stehen Häuser, die zum Großteil noch aus den 1950er Jahren stammen. Da mussten wir einfach etwas Grundlegendes machen“, erläuterte Elke Reckels die Überlegungen zu einer zukunftsorientierten Veränderung dieser Wohnanlage.

Kosten und Nutzen

„Zwischenzeitlich haben wir beispielsweise über eine Grundsanierung der an der Laurenzstraße stehenden Gebäude nachgedacht. Aber das haben wir auch mit Blick auf Kosten und Nutzen schnell verworfen“, führte Robert Ohlemüller weiter aus. Nunmehr ist es ein auf zehn Jahre angelegtes Großvorhaben geworden, an dessen Ende eine Verdoppelung des Wohneinheiten-Angebots auf einem technisch vernünftigen und zukunftssicheren Fundament stehen soll.

Nach einer rund zweijährigen Planungszeit sind jetzt seit etwa Anfang des Jahres die Bauarbeiter am Zug. „Man kann sich heute schon eine Menge vorstellen, denn der Baufortschritt ist wirklich gut erkennbar“, betont Vorständler Ohlemüller. Teilweise könne man schon die Verklinkerung sehen,

„Die beiden neuen Gebäude sind mit rund 4,6 Millionen Euro kalkuliert und solide finanziert – eben auch mit einem hohen Anteil öffentlicher Fördermittel. Am Ende steht für uns immer die Maxime, bezahlbaren Wohnraum anzubieten, der sich an die gesetzliche Vorgaben hält“, betonte Reckels. Der Bauverein baut nach dem aktuellen Stand der Technik und hat energetische Optimierungen im Blick. „Wir werden aber nicht den Versuchungen des so genannten Over-Engineering verfallen, denn Einsatz, Effekt und Kosten müssen im Bauverein Ochtrup in einem verantwortbaren Verhältnis stehen“, hob Fachmann Ohlemüller, immerhin Chef der Stadtwerke Ochtrup, klar hervor.

Zug-um-Zug-Neubau

Läuft alles so gut wie momentan weiter nach Plan, hofft man, im nächsten Sommer so weit zu sein, dass die neuen Wohnungen bezugsfertig sind. Darin sollen zuerst einmal diejenigen einziehen, die derzeit in den Häusern an der Beethoven­straße 25 bis 29 wohnen.

Da in den neuen Gebäuden mehr Wohnungen entstehen, sind auch noch zusätzliche Vermietungen möglich. Dieses Zug-um-Zug-Neubau-und-Umzugsverfahren soll sich über die bestehenden Gebäude an der Beethoven-, dann der Schubert- bis hin zu den Einheiten an der Laurenzstraße fortsetzen. „Ende des Jahres 2028 wäre hoffentlich eine realistische Perspektive, bis zu der dann hier alles fertig werden könnte“, schaut Ohlemüller voraus und hofft, dass es weiter so gut vorangeht wie mit den jetzt im Bau befindlichen und gut eingezäunten neuen Gebäuden.

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