Nächtliche Dorfrallye
Rätsel lösen mit Kopflampe und Regenschirm

Ochtrup -

Zu einer „Dorfrallye by night“ brachen am Mittwochabend drei Gruppen von Kindern und Jugendlichen auf. Es galt, bei einbrechender Dämmerung Aufgaben und Fragen rund um die Ortsgeschichte von Welbergen zu lösen.

Freitag, 16.08.2019, 05:00 Uhr
Bei der Dorfrallye im Dunkeln durch Welbergen mussten die Ferienspaßteilnehmer mitunter in ganz verborgenen Ecken leuchten.
Bei der Dorfrallye im Dunkeln durch Welbergen mussten die Ferienspaßteilnehmer mitunter in ganz verborgenen Ecken leuchten. Foto: Martin Fahlbusch

Einige bemerkenswerte Impressionen der „Dorfrallye by night“ durch Welbergen im aktuellen Ferienspaßangebot von Mittwochabend müssen ohne fotografische Beweise auskommen. Technische Pannen und einsetzende Dunkelheit erfordern dementsprechend das „Kopfkino“ beim Leser:

Da trabten also am Mittwochabend vier motivierte junge Damen im Gänsemarsch bei einsetzender Dunkelheit und ebensolchem Regen vergnügt durch die Dorfmitte von Welbergen. Zwei von ihnen trugen ganz professionell Kopflampen, die beiden anderen kämpften mit recht farbenfrohen, aber nicht mehr technisch ganz einwandfreien Regenschirmen. Ganz vorneweg, mindestens fünf Meter voraus, und mit einem „Los Mädels, das packen wir. Nur noch eine Aufgabe am Viadukt des alten Bahndamms. Dann schaffen wir es noch vor 22 Uhr“, motivierte Reinhard „Madness“ Vinkelau die letzten Reserven seiner Rallye-Gruppe. In der Linken hielt er locker schwingend ein Klemmbrett, in der Rechten einen nicht ganz so hübschen Regenschirm.

Drei Forschungsgruppen

„Madness“ ist Team-Captain einer von drei Forschungsgruppen, die sich an diesem Abend in der heraufziehenden Dämmerung in und um Welbergen herum mit Fragen und Aufgaben zur Ortsgeschichte herummühen – und dabei richtig Spaß haben.

Die beiden anderen Kapitäne, Linus Wiggenhorn und Leon Reinker, haben bei der Gruppenaufteilung genau darauf geachtet, dass wenigstens ein „kenntnisreicher Welbergener“ in jeder Gruppe ist, denn einige Rallye-Teilnehmer kommen aus Ochtrup und Langenhorst („L.-A. – wie wir früher immer gesagt haben“ Originalton Reinhard Vinckelau).

Die zwölf Jungen und Mädchen dieser „Nachtrallye“ mussten übrigens gut zu Fuß sein und schon mal mit ihren Lampen (auch Taschenlampen befanden sich im Gepäck) mitunter in ganz verborgene Ecken leuchten, um alle geforderten Informationen zusammenzutragen.

Der Aufgabenzettel, den jede Gruppe ausgehändigt bekam, beinhaltete über ein Dutzend Fragen. Da sollte aufgelistet werden, wie viele große Fenster sich auf der Rückseite von Haus Welbergen befinden und die Anzahl der Holzschwellen auf dem erwähnten Fahrrad-Viadukt wollten auch präzise gezählt sein. Jede Gruppe bekam ein Foto ausgehändigt und es war zu klären, wo die Aufnahme entstanden ist.

Pestfriedhof

Natürlich gab es auch am Pestfriedhof eine Nuss zu knacken, die den nächtlichen Besuch dort zwingend erforderte. Als schließlich alle am Pfarrheim „Die Brücke“ Welbergen den Zieleinlauf geschafft hatten, waren sie erst einmal zufrieden – und ein wenig müde. „Das ist immer so, wenn man bei einer Rallye ganz viel laufen muss“, schmunzelte Leon Reinker vielsagend.

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