Europäischer Gottesdienst und Frühstücksbrunch
Frieden dank der Logik der Liebe

Ochtrup -

Ganz im Zeichen des Friedens und der Völkerverständigung stand der Sonntag der Europawoche in der Stadt Ochtrup. In einem Gottesdienst in der Lambertikirche, der in vier Sprachen mit Gästen aus Spanien, Frankreich und Polen und einheimischen Gemeindemitgliedern gefeiert wurde, lud Pfarrer Stefan Hörstrup zu einem Fest des Glaubens ein.

Montag, 26.08.2019, 06:00 Uhr
Die Teilnahme am internationalen Frühstück war beachtlich, genauso wie das Angebot der Häppchen, die zum Probieren einluden.
Die Teilnahme am internationalen Frühstück war beachtlich, genauso wie das Angebot der Häppchen, die zum Probieren einluden. Foto: Norbert Hoppe

In seiner Predigt stellte Hörstrup den Wert der part-nerschaftlichen Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg heraus. „Wenn wir der Logik der Liebe folgen, sind wir vereint und können in Frieden miteinander leben“, so der Pfarrer in seiner Ansprache an die versammelten Gläubigen. Frieden, paz, paix und pokój wünschten sich die Freunde aus Valverde del Camino, Estaires, Wielun und Ochtrup zum Friedensgruß.

Einen Höhepunkt der ganz besonderen Art erlebten die Gottesdienstbesucher am Schluss der Messe. Organist Thomas Lischik spielte die Nationalhymnen aller vier Länder und schloss diesen musikalischen Leckerbissen mit der Europahymne „Freude, schöner Götterfunken“ ab. Langer und herzlicher Beifall war der Dank für diesen außergewöhnlichen Beitrag.

Und dann erlebten Ochtruper und Gäste Begegnung und fröhliches Miteinander an der Lambertikirche. Wegen der erwarteten Wärme und des Sonnenscheins hatten die Organisatoren vom Freundeskreis Valverde Tische und Bänke an einem schattigen Plätzchen aufgestellt. „Das war auch gut für die mitgebrachten Lebensmittel für das große Picknick“, freute sich Hermann Bierbaum, Vorsitzender des Freundeskreises Valverde-Ochtrup.

Die Teilnahme am internationalen Frühstück war beachtlich, genauso wie das Angebot der Häppchen, die zum Probieren einluden. Musikalisch begleitete der Christliche Posaunenchor das sonntägliche Treffen mit bekannten fetzigen Stücken, die sogar einige trotz der Wärme zum Tanzen einluden.

In einer Ansprache an die Bürger und Gäste stellte Bürgermeister Kai Hutzenlaub diesen Sonntag der Begegnung als Höhepunkt der Europawoche heraus. Frieden und Völkerverständigung könnten nur gelingen, wenn die Bürger der partnerschaftlich verbundenen Städte das Miteinander mit Leben füllen und die Partnerschaft zu ihrer Sache machten. „Aus der Erinnerung an Kriegszeiten erwächst die Verantwortung für die Zukunft“, erinnerte Hutzenlaub daran, dass einstmals tiefe Gräben durch die Begegnung und Verständigung überwunden werden. „Leisten wir alle unseren Beitrag zu einem friedlichen und sozialen Europa“, so der Appell des Bürgermeisters, dessen Rede ins Spanische und Französische übersetzt wurde.

Der Landrat des polnischen Partnerkreises Wielun, Marek Kieler, dankte allen Ochtruper Freunden dafür, dass sie Mauern einreißen und Grenzen überwinden. „Der Frieden ist die wichtigste Aufgabe unserer Partnerschaften“, schloss Kieler seine kurze Ansprache, die von Robert Tausewald übersetzt wurde.

Nach dem offiziellen Teil war noch viel Zeit, bei strahlendem Sonnenschein, Begegnung zu pflegen, andere Menschen kennenzulernen und Freundschaften zu vertiefen

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