Klaus Schnabel plant Repair-Café
Zum Wegwerfen viel zu schade

Ochtrup -

Defekt - aber zum Wegwerfen zu schade? Abhilfe könnte hier ein Repair-Café schaffen. Zur Gründung eines solchen Angebotes sucht der Ochtruper Klaus Schnabel jetzt Mitstreiter.

Mittwoch, 04.09.2019, 06:00 Uhr
In einem Repair-Café, wie es sie in den umliegenden Kommunen vereinzelt bereits gibt, werden Alltagsgegenstände repariert. Zum Wegwerfen sind sie oft viel zu schade, befindet Klaus Schnabel (kl. Foto l.) und sucht deshalb Mitstreiter für das Angebot.
In einem Repair-Café, wie es sie in den umliegenden Kommunen vereinzelt bereits gibt, werden Alltagsgegenstände repariert. Zum Wegwerfen sind sie oft viel zu schade, befindet Klaus Schnabel (kl. Foto l.) und sucht deshalb Mitstreiter für das Angebot. Foto: Matthias Ahlke/Susanne Menzel

Der Toaster wirft das Brot nicht mehr aus, die Kaffeemaschine pröttelt zwar vor sich hin, der braun-gefärbte Trunk allerdings findet seinen Weg nicht in die Kanne, sondern läuft aus dem Filter heraus. Tücken des Alltags – doch wer ist heute noch in der Lage, hier mit vielleicht zwei, drei kleinen Handgriffen Abhilfe zu schaffen? Reparaturen sind zwar häufig noch gefragt – in den wenigsten Handwerksbetrieben allerdings sind sie im Angebot. Und auch der „Normalmensch“ von heute muss oft selbst bei zwei geschickten Händen passen. Die Konsequenz: wegwerfen und neu kaufen. „Das muss gar nicht sein“, sagt Klaus Schnabel . „Im Sinne von Nachhaltigkeit und steigendem Umweltbewusstsein ließe sich der Fehler oft schnell beheben.“ Sein Ansatz ist deshalb die Gründung eines „Repair-Cafés“ in der Töpferstadt.

„Den Versuch, solch ein Angebot in Ochtrup zu installieren, hatte ich bereits in der Vergangenheit. Leider ohne Erfolg. Vielleicht ist der Zeitpunkt jetzt dafür günstiger“, hofft der 72-Jährige. Was der rüstige Senior sucht, sind in erster Linie Mitstreiter – jung und alt. „Ältere Menschen, die Erfahrung mit der Instandsetzung defekter Teile haben. Und jüngere Interessenten mit Spaß am Basteln“, umschreibt er grob die Anforderungen. Ein wenig Zeit wäre natürlich auch nicht schlecht. „Gemeinsam können wir abstimmen, wann und wie oft wir uns treffen. Da sollte man kein starres Raster vorgeben“, sagt Schnabel.

Räumlichkeiten habe er bereits im Auge. „Ich bin in ersten Gesprächen“, will er vorab allerdings noch nicht zu viel verraten. Nur eines: „Es wird stadtnah sein, damit die Kunden keine langen Wege in Kauf nehmen müssen.“

Auch Seniorenverbände und Betreuungsorganisationen hat er bereits angesprochen: „Gerade sie haben ja Kontakt zu älteren Menschen und könnten den einen oder anderen auf das Projekt ansprechen.“

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein – „dafür tritt die junge Generation gerade mit viel Engagement ein. Die Senioren können jedoch auch ihren Beitrag leisten. Etwa mit dem Repair-Café. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern viele alltägliche Dinge erhalten dadurch noch einmal eine ganz andere Wertigkeit“, bekräftigt er.

Zum Thema

Wer sich für das Repair-Café interessiert, Fragen hat oder mitmachen möchte, kann sich per E-Mail k.schnabel47@gmx.de oder telefonisch unter 01 76 / 24 59 86 82 sowie per WhatsApp an Klaus Schnabel wenden.

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