Angeklagter hatte Rechtsmittel eingelegt
Urteil fällt in zweiter Verhandlung milder aus

Ochtrup/Steinfurt -

Niedriger als im vorherigen Strafbefehl fiel das Urteil des Amtsgerichtes Steinfurt aus, das am Mittwoch gegen einen 30 Jahre alten Mann aus Ochtrup gesprochen wurde. Gegen den erlassenen Strafbefehl vom Juni dieses Jahres hatte er Rechtsmittel eingelegt, so dass der Fall nun vor Gericht verhandelt werden musste.

Freitag, 06.09.2019, 08:00 Uhr

Die Staatsanwaltschaft warf dem Ochtruper vor, im März einen 53-jährigen Mann aus der erweiterten Nachbarschaft körperlich misshandelt zu haben. Dabei habe er dem als Zeugen geladenen Geschädigten mit der Hand ins Gesicht geschlagen, hieß es in der Anklage.

Wie der Zeuge dem Gericht erklärte, sei es zwischen den beiden Männern zu einem Streit gekommen, weil er angeblich die achtjährige Tochter des Angeklagten geschlagen habe. Diese Darstellung entspreche nicht der Wahrheit, beteuerte der 53-jährige. Vielmehr hätten die beiden Kinder des Angeklagten seine Kinder beschimpft und beleidigt, worauf er dann die Kinder aufgefordert habe, die Wohnanlage zu verlassen.

In seiner Einlassung versicherte der Angeklagte, dass ihm seine Tochter berichtet habe, sie sei vom Zeugen geschlagen worden. Er habe ihr diese Schilderung ge-glaubt, daher den Zeugen aufgesucht und ihm eine Ohrfeige verpasst.

Da der Angeklagte die Tat weitgehend eingeräumt und der Geschädigte keine ernsthafte Verletzung erlitten habe, beließ es die Richterin bei einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je zehn Euro. Damit war das Strafmaß niedriger als es im erlassenen Strafbefehl verhängt worden war.

Zu Gunsten des Angeklagten wertete die Richterin, dass der Verurteilte bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten war, ein Geständnis abgelegt und glaubhaft dargelegt habe, dass er davon ausgegangen sei, dass seine Tochter tatsächlich geschlagen worden sei. Wie nach der Verhandlung zu vernehmen war, werde der Verurteilte das Urteil akzeptieren und keine Rechtsmittel einlegen.

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