Rundgang auf der Sondermülldeponie
Sickerschächte werden bald saniert

Ochtrup -

Seit 2017 und der Insolvenz der früheren Betreiberin GMU ist die Bezirksregierung Münster für die Sondermülldeponie in Ochtrup zuständig. Um die Stadt, Politik und Feuerwehr auf dem Laufenden zu halten, fand am Mittwoch eine Führungen über das acht Hektar große Areal statt. Demnächst steht dort die Sanierung von vier Sickerschächten an.

Freitag, 06.09.2019, 06:00 Uhr
Einige Sickerschächte auf der Sondermülldeponie müssen saniert werden.
Einige Sickerschächte auf der Sondermülldeponie müssen saniert werden. Foto: Anne Steven

Es war fast schon ein idyllisches Bild, das sich am Mittwochnachmittag Vertretern der Stadt, des Rates und der Feuerwehr in der Weiner-Bauerschaft bot. Doch, was sich unter der hügeligen und Blumen bewachsenen Landschaft befindet, hat wenig mit Idylle zu tun. Denn dort lagern die Hinterlassenschaften der Sondermülldeponie und damit ein Querschnitt durch fast alles, was Industrieabfall zu bieten hat. Seit der Insolvenz der früheren Betreiberin, der Gesellschaft für Materialrückgewinnung und Umweltschutz (GMU), 2017, ist die Bezirksregierung für die Deponie zuständig. Regelmäßig hält sie Kommune, Rat und Feuerwehr seither auf dem Laufenden. Am Mittwoch stand eine Begehung der Deponie an.

Rundgang auf der Sondermülldeponie

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  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

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  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

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  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven
  • Vertreter der Bezirksregierung Münster, der EGST, der Stadtverwaltung Ochtrup sowie des Rates machten am Mittwoch einen Rundgang über die Sondermülldeponie in der Weiner-Bauerschaft.

    Foto: Anne Steven

„Wie sie sehen, hat sich die Anlage deutlich verändert“, führte Matthias Essing , zuständiger technischer Sachbearbeiter bei der Bezirksregierung, aus. Gemeinsam mit Hauptdezernent Jörg Decher sowie Carsten Rehers vom Kreis Steinfurt und Detlev Ridder von der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) führte er die Besuchergruppe über das Gelände.

Die EGST wurde von der Bezirksregierung mit den Arbeiten vor Ort beauftragt. Sie kümmert sich außerdem um die in der Stilllegungsphase befindliche Deponie in Ibbenbüren und die aktive Deponie in Altenberge, erfuhren die Teilnehmer des Rundgangs. „Das Know-How ist also vorhanden“, versicherte Ridder.

Modernisierung und Instandhaltung

Seitdem Bezirksregierung und EGST im Boot sind, wurden einige Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen umgesetzt. Standardmäßig werden regelmäßig das Sickerwasser abgefahren sowie Messungen durchgeführt. Die EGST rüstete die Anlage zudem auf Fernwartung um. Bei Störungen sei ein Bereitschaftsdienst rund um die Uhr verfügbar, führte Essing aus. Anlagenteile, die nicht mehr benötigt werden, wie beispielsweise eine alte Deponiewaage inklusive Gebäude, wurden zurückgebaut. Stattdessen setzen die Verantwortlichen nun auf eine Containerlösung. Dort sind unter anderem die Büroräume untergebracht.

Außerdem wurde der Zaun, der das acht Hektar große Areal eingrenzt, ertüchtigt und vom Gebüsch befreit. Das gilt auch für alle anderen Anlagenteile und sämtliche Botanik. Eine aufwendige Arbeit, wie Ridder betonte. „Aber es bleibt ein technisches Gebäude und sollte pflegbar sein.“

Der Tank, in dem das Sickerwasser aufgefangen wird, ist derzeit defekt. Er wird vorerst durch eine mobile Anlage ersetzt, soll aber ausgetauscht werden. Dauerhaft werde besagter Tank zudem eine Überdachung erhalten. Die Fundamente wurden bereits gesetzt.

Sanierung der Sickerschächte

Als nächstes wollen die Verantwortlichen die Sanierung der Sickerschächte angehen. Insgesamt gibt es auf der Sondermülldeponie derer neun, vier sind sanierungsbedürftig. „Das wird keine Schnäppchenveranstaltung“, machte Ridder deutlich, dass diese Maßnahme ordentlich Geld kosten wird – etwa 2,5 Millionen Euro, so die Schätzungen. Die Genehmigungsplanung sei bereits auf den Weg gebracht. Grundsätzlich ist die Lage aktuell aber schwierig, da das Insolvenzverfahren der früheren Betreiberin noch laufe. Doch bis Mitte 2021 soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Die Teilnehmer des Rundgangs zeigten sich interessiert und fragten an vielen Stellen nach. Der regelmäßige Austausch und die Information durch Bezirksregierung und EGST wurden positiv aufgenommen.

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