Workshop der „Ochtruper Lichtmaler“
Fotoshooting in der Belle Époque

Ochtrup -

Einen Einblick in die Porträt- und Modefotografie bekamen die Lichtmaler und ihre Gäste während eines Workshops in der

Montag, 09.09.2019, 06:00 Uhr
Einen Einblick in die Porträt- und Modefotografie bekamen die Lichtmaler und ihre Gäste während eines Workshops in der Villa Winkel.
Einen Einblick in die Porträt- und Modefotografie bekamen die Lichtmaler und ihre Gäste während eines Workshops in der Villa Winkel. Foto: Rieke Tombült

Ein Wochenende lang erfassen die jugendlichen Teilnehmer des „Snapshot-Festivals“ ihre Umgebung fast nur durch die Linse. Mitwirkend sind es aber nicht nur die Ochtruper Lichtmaler. Aus 600 Kilometern Entfernung hat sich ein Teil der „AG-Foto“ des Gymnasiums in Dresden-Klotzsche den Weg in die Töpferstadt gebahnt. Aus dem 400 Kilometer entfernten Freisen im Saarland sind ebenfalls Lichtbild-Begeisterte angereist.

Und das alles, um ein funktionierendes Netzwerk zwischen den Nachwuchstalenten zu spinnen.

Der Snap­shot-Wettbewerb findet nun schon im zwölften Jahr statt, das anschließende Foto-Festival allerdings erst zum zweiten Mal. In den Jahren zuvor haben die Gewinner ihre gewonnen Preise nach Hause geschickt bekommen, ohne ihre Mitstreiter zu Gesicht zu bekommen. Seitdem Steffen Klos Bundesjugendbeauftragter des Deutschen Vereins für Fotografie (DVF) ist, sieht das etwas anders aus: „Das Zusammenkommen hat mir gefehlt“, begründet Klos seine Entscheidung, die Preisverleihung mit einem Wochenende ganz im Zeichen der Fotografie zu kombinieren. Das voneinander Lernen und einander Helfen, bleibt da der wesentliche Leitfaden.

Zum Auftakt am Freitag organisieren die Lichtmaler Chris Tettke und Steffi Herrmann ein Art Stadtrallye in Form eines Puzzles. Aufgeteilt in sechs Gruppen haben die Schüler die Aufgabe, das abgebildete Gebäude im ersten Schritt zusammenzusetzen, im zweiten ausfindig zu machen und im dritten – wie sollte es auch anders sein – ein „Selfie“, also ein Foto vor dem jeweiligen Bauwerk zu machen. Die Abrundung des ersten Tages stellt die Preisverleihung zum vergangenen „Snapshot-Wettbewerb“ in der Lamberti- Bücherei dar (Bericht dazu folgt).

Der Samstag startet schon um zehn Uhr in der Villa Winkel. Wieder in Kleingruppen arbeiten die Jugendlichen an verschiedenen Stationen. Zusammen mit dem international und national arbeitenden Fotografen Emiliano Leonardi aus Rostock schießen die rund 30 Teilnehmer Fotos von sich selbst und zwei Modells, die in Belle Époque-Kleidern das Jugendstil-Ambiente der Villa widerspiegeln. Parallel zeigt Mediengestalter Robert Rübestahl, wie die Amateur-Fotografen mit Bearbeitung noch mehr Wirkung in ihre Aufnahmen zaubern können.

In der Pestalozzischule tricksen Timo Rolofs und Steffi Herrmann mit LED und Glas, sodass ungewöhnliche Bilder entstehen. Im Druck- und Rahmenstudio Middendorf können die Jugendlichen dann ihre Ergebnisse entwickeln und auf Rahmen ziehen.

Für Lichtmalerin Finja Paßlick war es klar, bei dem „Snapshot-Festival“-Wochenende dabei zu sein. „Die Workshops der Lichtmaler machen mir immer riesig Spaß“, berichtet die 13-Jährige. Auch den Achtklässler Felix Keil aus Dresden-Klotzsche fasste die Idee des „Snapshot-Festivals“.

Zum Ausklang des Tages besucht die Truppe aus ganz Deutschland nach einem gemeinsamen Abendessen das Lichtkunstfestival in Schöppingen. Den Sonntag nutzen die Teilnehmer noch für Abschlussbesprechungen, bevor es wieder gen Heimat geht, denn schließlich müssen die Jugendlichen nach dem erlebnisreichen Wochenende am Montag wieder zur Schule.

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