Apokalypse Münsterland
Ein neuer Blick auf altes Kulturgut

Ochtrup -

Für ihr Projekt „Apokalypse Münsterland“ haben Studierende der Fachhochschule Münster die von Bürgern auserwählten Exponate aus insgesamt 28 Museen mit 3D-Technik bearbeitet. In diesen Tagen tourt die neue digitale Ausstellung in einem mobilen Container, der „Kultur-Arche“, durch die gesamte Region. Am Freitag (13. September) macht sie in Ochtrup Station.

Dienstag, 10.09.2019, 07:00 Uhr
Welche futuristischen Welten sich hinter der Puppenstube offenbaren, zeigt sich am Freitag in der „Kultur-Arche“ auf dem Pottbäckerplatz.
Welche futuristischen Welten sich hinter der Puppenstube offenbaren, zeigt sich am Freitag in der „Kultur-Arche“ auf dem Pottbäckerplatz. Foto: Katrin Kuhn

Was ist aus der nostalgischen Puppenstube geworden? Kann man sie demnächst vielleicht mit Hilfe einer Virtual Reality-Brille selbst „betreten“? Und was ist erst mit dem Film über das Töpferhandwerk? Zur Erinnerung: Im vergangenen Winter wurde aus den Ochtruper Museen jeweils ein Kulturgut ausgewählt, das der Nachwelt überliefert und für sie erhalten werden sollte.

„Was wäre, wenn es in der Welt keine Kultur mehr gäbe? Welches Kulturobjekt würdest du retten – und warum?“ Das war die Ausgangsfrage, die alle Besucher zur Wahl eines Museumsexponats im Puppenmuseum und im Töpfereimuseum anregen sollte. Die Wahl fiel schließlich auf die Puppenstube mit den vielen liebevollen Details aus der Alltagswelt der 40er und 50er Jahre sowie auf den Film „Was macht der Töpfer?“, bei dem das traditionsreiche Handwerk vom Tonklumpen bis zum fertigen Produkt von Kindern dargestellt wird.

Bei der reinen Nominierung der Kulturschätze blieb es aber nicht. Für ihr Projekt „Apokalypse Münsterland“ haben Studierende der Fachhochschule Münster die auserwählten Exponate aus den insgesamt 28 Museen mit 3D-Technik bearbeitet. In diesen Tagen tourt die neue digitale Ausstellung in einem mobilen Container, der „Kultur-Arche“, durch die gesamte Region.

Hier werden jetzt die Geschichten hinter den Kulturgütern mit Hilfe digitaler Inszenierungen spielerisch erfahrbar gemacht. Am Freitag (13. September) macht der Container zwischen 11 und 18 Uhr Halt auf dem Pottbäckerplatz in Ochtrup. Das ist die einmalige Gelegenheit, die Kulturgüter mit buchstäblich „neuen Augen“ in den Blick zu nehmen. Die Spannung steigt, denn welche futuristischen Welten sich dem Betrachter hinter der Puppenstube oder dem Töpferfilm offenbaren, weiß bisher noch niemand. Ein „letzter Blick“ auf das Kulturgut, bevor es der Zukunft übermittelt wird, lohnt sich also.

In dem regionalen Kultur- und Kooperationsprojekt „Apokalypse Münsterland“ arbeitet eine Projektgemeinschaft von 28 Museen und Ausstellungshäusern im Münsterland unter der Projektleitung des Münsterland e.V. mit weiteren Kooperationspartnern aus der Region zusammen: FH Münster, Fachbereich Architektur (MSA | Münster School of Architecture), BOK + Gärtner GmbH (Agentur für Kommunikationsdesign und Szenografie), das FabLab Münster des münsterLAND.digital e.V. sowie die Stiftung Kunst und Kultur Münsterland.

Das Projekt wird gefördert und unterstützt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Landesförderprogramm Regionale Kulturpolitik), die LWL-Kulturstiftung, die Commerzbank-Stiftung und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (Bundesprogramm Ländliche Entwicklung).

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