Freiwillige Feuerwehr probt den Ernstfall
Fantasie der Rettungskräfte gefragt

Ochtrup -

Zu einer Übung rückte die Freiwillige Feuerwehr am Donnerstagabend aus. Beim vermeintlichen Einsatz am Gebäude der Caritaswerkstätten in Langenhorst waren auch die Kräfte des Roten Kreuzes sowie die Jugendfeuerwehr mit von der Partie.

Freitag, 13.09.2019, 18:00 Uhr
Feuerwehr, DRK-Darstellerteam, DRK-Verband sowie die Jugendfeuerwehr hatten sich für die Gesamtübung mit allen vier Löschzügen am Donnerstagabend in den Langenhorster Gebäuden der Protec-Caritaswerkstätten zusammengetan.
Feuerwehr, DRK-Darstellerteam, DRK-Verband sowie die Jugendfeuerwehr hatten sich für die Gesamtübung mit allen vier Löschzügen am Donnerstagabend in den Langenhorster Gebäuden der Protec-Caritaswerkstätten zusammengetan. Foto: Martin Fahlbusch

Die Vorbereitungen für die Gesamtübung der Freiwilligen Feuerwehr Ochtrup mit allen vier Löschzügen am Donnerstagabend waren sehr realitätsnah. In den Gebäuden der Protec-Caritaswerkstätten an der Hauptstraße in Langenhorst waren schon vor der eigentlichen Alarmierung Alarmsignale, farbige Blinklichter und Hilferufe von „Verletzten“ zu hören. So erkundigten sich vorbeifahrende oder vorübergehende Passanten nachdenklich, ob denn alles in Ordnung sei.

Sie konnten beruhigt werden. Ralf Hagemann , der Löschzugführer Langenhorst, hatte mit seinen Kollegen der Löschzugleitung einen interessanten Plan ausgearbeitet, der vor allen Dingen die Menschenrettung in den Vordergrund stellte. „Darum haben wir uns mit dem DRK-Darstellerteam und dem örtlichen DRK-Verband zusammengetan, um die Lage und die Rettungsnachsorge realitätsnah zu gestalten – und unsere Jugendfeuerwehr wird auch mittun“, erläuterte der örtliche Feuerwehrchef. Stadtbrandinspektor Jörg Veldermann und Mitglieder der Gesamtwehrleitung fungierten als Beobachter. Der Plan der Langenhorster sah technische Defekte in den oberen Etagen der drei Gebäude des Gesamtkomplexes vor, die zu stark rauchenden Brandherden führten und schnell auch auf die unteren Häuserteile übergriffen.

„Da wir von einem laufenden Werkstattbetrieb ausgehen, müssen wir in erster Linie Verletzte bergen und die anderen Mitarbeiter schnell aus den durchaus verwinkelten Häusern führen, um sie dann gegebenenfalls den DRKlern zu übergeben. Bei der Aufgabenverteilung der einzelnen, vor Ort gebildeten Abschnitte werden diese Überlegungen im Vordergrund stehen“, so Ralf Hagemann weiter.

3956665-Übung der Freiwiligen Feuerwehr am Werk Protec - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Nach der Alarmierung waren zeitnah viele Einsatzkräfte mit den Fahrzeugen vor Ort und mussten sich auf dem Gelände und der Hauptstraße platzieren. Neben den Wasservorräten auf den Fahrzeugen wurden auch die nahe gelegenen Hydranten in das Konzept der Wasserversorgung einbezogen und von entsprechenden Kräften garantiert. Wegen der Ausgangslage kam zudem die hydraulische Drehleiter zum Einsatz und befreite „Verletzte“ mit dem Rettungskorb über die Fenster aus den Obergeschossen. Unter Atemschutz suchten andere Rettungskräfte nach Personen in den Gebäuden, die vermeintlich von den Flammen eingeschlossen waren. Wasser wurde zwar bis zu den Verteilern herangeführt, kam aber nicht zum Einsatz, weil ja anderntags noch „normal“ gearbeitet werden musste. „Besonders sind wir den verantwortlichen Protec-Mitarbeiten um den technischen Leiter Achim Kosse dankbar, dass sie uns so tatkräftig bei der Vorbereitung unterstützt haben. Wir konnten es ordentlich qualmen lassen. Uns ist es gelungen, trotz der offensichtlichen Übungssituation ganz vernünftige Ergebnisse zu erzielen. Bei einer Übung ist immer auch die Fantasie aller Rettungskräfte gefragt“, gab sich Ralf Hagemann am Schluss zufrieden.

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