„Gemüse-Ackerdemie“
„Mehr Bio geht im Kuchen nicht“

Ochtrup -

Was haben Kürbis und Zucchini im Kuchen zu suchen? Sie schmecken darin hervorragend! Von der zu leckerem Backwerk verarbeiteten Ernte der AG „GemüseAckerdemie“ konnten sich Interessenten gestern auch am Verkaufsstand der Marienschüler bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft überzeugen.

Samstag, 14.09.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 15.09.2019, 16:44 Uhr
Die freie Auswahl hat hier noch Kundin Brigitte Köhler. Sie nahm gleich noch eine Kostprobe für ihren Fensterputzer mit.
Die freie Auswahl hat hier noch Kundin Brigitte Köhler. Sie nahm gleich noch eine Kostprobe für ihren Fensterputzer mit. Foto: Susanne Menzel

„Mehr Bio geht im Kuchen nicht.“ Es ist ja nicht so, als wüssten Kids nicht, wie man Werbung in eigener Sache macht. Die Mädchen und Jungen der AG „GemüseAckerdemie“ der Marienschule jedenfalls beherrschen dieses Metier perfekt. Dazu haben sie auch am Freitagmittag einen siebenfachen Grund: Den in Form von leckeren Kuchen, die sie vor dem Eingang des Raiffeisen-Marktes zum Verkauf anbieten.

Die Abnehmer trudeln kurz vor 13 Uhr reichlich ein. Viele haben extra Tragebehältnisse im Gepäck. So wie Brigitte Köhler : „Bei mir kommt gleich der Fensterputzer. Der erhält heute mal neben einem Kaffee noch etwas Leckeres dazu.“ Von der Aktion hat sie nicht nur aus den Westfälischen Nachrichten , sondern ebenso von ihrem Enkel erfahren, der Mitglied der Arbeitsgemeinschaft ist. „Da muss ich ja kommen“, ist der Besuch für die Ochtruperin keine Frage. „Kürbiskuchen habe ich früher schon probiert. Er ist lecker“, urteilt sie.

Vor allem ist er frisch aus dem Ofen. „Das war eine Herausforderung, in der kleinen Schulküche mit allen 30 Kindern die Backwaren herzustellen“, gibt Lehrerin Lisa Huning zu, während sie mal hier, mal dort helfend eingreift. Unterdessen übernimmt ihre Kollegin Franziska Schmittwilken das große Schneidemesser, um die Kuchenstücke so einigermaßen in Gänze auf die Teller zu verteilen. Die Kinder sind beim Verkaufen großzügig. Drei Finger dick sind die Portionen mitunter. Und häufig landen die feinen Teigwaren auch im Mund der Grundschüler. „Die Kuchen sind eine Wucht“, sind die Nachwuchsbäcker gute Abnehmer.

Ohnehin wissen die AG-Mitglieder nach den ersten Monaten ihrer freiwilligen Feldarbeit, dass das selbst angebaute Gemüse geschmacklich mit jenem aus dem Supermarkt keinesfalls vergleichbar ist. „Die Kinder wertschätzen zudem ganz anders, was sie selbst angebaut und geerntet haben“, freut sich Lisa Huning. „Es macht Spaß, mal eben durch das Feld zu streifen und die reifen Gemüsefrüchte zu naschen“, gibt die neunjährige Sarah zu. „Manches mal haben wir das in den vergangenen Wochen mit den Tomaten gemacht“, verrät sie leise. Sie hat bereits früher „immer viel Gemüse gegessen. Vor allem Möhren, die habe ich bei unseren Pferden stibitzt. Aber auch Zucchini gehören zu meiner Lieblingsspeise. Besonders, wenn sie mit Reis und Frikadellen daheim auf den Tisch stehen.“

Ihre Schulkameraden haben sich unterdessen auf den Bürgersteig vorgewagt, halten dort Spaziergängern und Autofahrern ihr Werbeschild „Kuchenverkauf“ entgegen. Eine Idee, die Wirkung zeigt. Immer mehr Eltern und Interessierte strömen auf das Gelände. Der Kuchen wird ruck-zuck knapp – die Kasse der Arbeitsgemeinschaft klingelt. Einen besseren Lohn gibt‘s eigentlich nicht.

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