50 Jahre Malteser Hilfsdienst
Uralt und zugleich top-modern

Ochtrup -

Die Themen, die die Arbeit der Ochtruper Malteser bestimmen, haben sich in den letzten fünf Jahrzehnten stetig gewandelt. Am Freitagabend zelebrierte der Verein sein 50-jähriges Jubiläum in der Villa Winkel. Die vielen Redner griffen dabei die ein oder andere wichtige Frage auf.

Montag, 16.09.2019, 06:00 Uhr
Die Auszeichnung „pro merito melitensi“ (zu deutsch: für besondere Verdienste) bekam der Stadtbeauftragte Franz-Heinz Duesmann von Albrecht Prinz von Croy (Oben).
Die Auszeichnung „pro merito melitensi“ (zu deutsch: für besondere Verdienste) bekam der Stadtbeauftragte Franz-Heinz Duesmann von Albrecht Prinz von Croy (Oben). Foto: Rieke Tombült

Wenn die Kinderschuhe des Hilfsdienstes noch nicht mit dem demografischen Wandel konfrontiert wurden, sind es heute die „eingelaufenen Treter“, denen die älter werdende Gesellschaft Sorge bereitet. 1968 war das Thema Einsamkeit noch nicht von Belang, heutzutage ist es nahezu der Maßstab in der Arbeit der Malteserbediensteten. Und auch in Zukunft wird dies eher zunehmen als sich abschwächen.

Es sind dann die Ehren- und Hauptamtler des Malteser-Ritterordens, die ein Stück weit ein Hoffnungsschimmer sind in dem Tagesablauf einer einsamen, hilfsbedürftigen Person. Auch Albrecht Prinz von Croy, der als Vizepräsident des Malteser Hilfsdienstes aus Köln den Weg nach Ochtrup fand, betont, wie wichtig es in der Zukunft sein werde, die Hospizarbeit weiter zu fördern.

Bürgermeister Kai Hutzenlaub hebt den gelingenden Spagat zwischen „Tradition wahren“ und „sich weiterentwickeln“ hervor. „Der Malteserdienst ist uralt und zugleich top-modern“, unterstreicht der erste Bürger der Stadt.

Zwischen all den starken und tiefgreifenden Grußworten beziehungsweise Festreden sind es Sandra und Thomas Lischik, die die nachdenkliche Atmosphäre mit ihrer musikalischen Untermalung begleiten. Angepasst an das, was den Malteser Hilfsdienst ausmacht, bestimmen sie die Auswahl des Abends. So singt die Sopranistin Sandra Lischik, begleitet auf dem Klavier von ihrem Mann, „Bridge over troubled water“ von Simon & Garfunkel. Die Komposition sei vor allem deswegen geeignet für den Abend, weil es eben eine Brücke sei, die die Malteser zwischen sich und den Bedürftigen spannen.

Zu Anfang ergreift der Stadtbeauftragte des Ritterordens Franz-Heinz Duesmann das Wort und verweist vor allem auf das Ehrenamt, ohne das der Malteser Hilfsdienst nicht überleben könne. Zum Abschluss seiner Laudatio fasst das Duesmann den Stellenwert des katholischen Verbandes noch einmal treffend zusammen. „Als sich vor 50 Jahren die Malteser in Ochtrup als Ortsverband gründeten, entstand gerade auch das Internet. Das Internet ist seitdem aus der Welt und die Ochtruper Malteser aus der Stadt nicht mehr wegzudenken“, spaßt Duesmann. Seine Amtszeit feiert in diesem Jahr ebenfalls ein Jubiläum: 40 Jahre Stadtbeauftragter. Dafür bekommt er von Albrecht Prinz von Croy die Auszeichnung „pro merito melitensi“ (zu deutsch: für besondere Verdienste). Eine würdigende Silber-Medaille mit dazugehöriger Urkunde aus Rom erhält er ebenfalls.

Neben allen genannten sind es noch der stellvertretende Diözesanleiter Dr. Burchard Graf von Westerholt, der Politiker Karl-Josef Laumann, die stellvertretende Landrätin Gisela Köster und die Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche, Stefan Höstrup und Imke Philipps, die in der Villa Winkel ihre Glückwünsche und Appelle durch den Raum ziehen lassen.

Mit jeder Menge Input werden die Beteiligten dann auch mit dem Wunsch entlassen, das Jubiläum noch gebührend vor Ort zu feiern.

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