Hospizverein und Altenheim
Hilfestellungen für den letzten Weg

Ochtrup -

Unter dem Motto „Ideen, Anregungen und Hilfestellungen, um den letzten Weg für Sterbende und Angehörige zu gestalten“ ging es am Mittwochabend bei einer Veranstaltung des Hospizvereins und des Altenheims darum, Hilfen und Möglichkeiten rund um die Sterbebegleitung vorzustellen.

Samstag, 21.09.2019, 08:00 Uhr
Gestalteten den Informationsabend im Carl-Sonnenschein-Haus (v.l.): Andrea Stübbe-Hüsing, Dieter Lange-Lagemann, Wolfgang Gerlach-Reinholz und Norbert Hoppe.
Gestalteten den Informationsabend im Carl-Sonnenschein-Haus (v.l.): Andrea Stübbe-Hüsing, Dieter Lange-Lagemann, Wolfgang Gerlach-Reinholz und Norbert Hoppe. Foto: Verena Feld

Fast jeder der mehr als 40 Anwesenden hat in diesem Jahr schon einmal an einer Beerdigung teilgenommen. Und ganz viele haben Angehörige und Freunde, die in einem Pflegeheim wohnen. So äußerten sich am Mittwoch im Ferdinand-Tigges-Haus die Teilnehmenden auf die entsprechenden Fragen des Mediziners Wolfgang Gerlach-Reinholz bei einer Veranstaltung, zu der der Hospizverein und das Carl-Sonnenschein-Haus alle Interessierten eingeladen hatten. Unter dem Motto „Ideen, Anregungen und Hilfestellungen, um den letzten Weg für Sterbende und An-gehörige zu gestalten“ ging es darum, Hilfen und Möglichkeiten rund um die Sterbebegleitung vorzustellen.

Was passiert beim Sterben? Die verschiedenen Phasen des Versterbens und die eindeutigen Anzeichen des Todes erläuterte Gerlach-Reinholz in seinem Referat. „Niemand kann sich sein Sterben aussuchen“, sagte der ehrenamtlich im Hospizverein tätige Palliativmediziner, dem es darauf ankam, mit fundierten Informationen aufzuklären und Sterben und Tod verständlich und akzeptabel nahe zu bringen.

Den Umgang mit schwer kranken und sterbenden Menschen zu erleichtern, war das Ziel des Informationsgespräches mit Hospizkoordinator Dieter Lange-Lagemann . So sei es hilfreich, mit einem Kranken darüber zu sprechen, welche Anliegen noch zu regeln seien und welche Wünsche sozialer oder spiritueller Art möglicherweise erfüllt werden könnten. Außerdem zeigte Lange-Lagemann Möglichkeiten der Begleitung am Sterbebett und wie Kranken und Sterbenden mit einfachen Mitteln bei allem Schweren Erleichterung und Wohlbefinden verschafft werden können. Dazu gehöre die Mundpflege, mit der Beläge vermieden und mit Eiswürfeln zum Beispiel der Lieblingsgeschmack verabreicht werden könnte. „Das kann ein Tee oder ein Fruchtsaft sein, aber warum soll ein kranker Mensch nicht auch noch einmal den Geschmack eines kühlen Bieres verkosten können?“, so ein Tipp des Koordinators.

Auf die Bedeutung einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht wies Norbert Hoppe in seinem Beitrag hin. „Eine Patientenverfügung verschafft Klarheit darüber, was und wie am Lebensende noch therapiert werden soll oder was unbedingt zu unterlassen ist“, wies Hoppe auf eine möglichst konkrete Abfassung der Verfügung hin. Darin solle der Patientenwille erkennbar und umzusetzen sein, wenn der Kranke ihn nicht mehr selbst äußern könne. Und wichtig sei es, darüber zu informieren, wo die Verfügung zu finden sei.

Zum Abschluss stellte Andrea Stübbe-Hüsing vom Sozialen Dienst des Carl-Sonnenschein-Hauses den mit einigen Bewohnern konzipierten Begleitwagen vor, der zunächst zur Probe im Altenpflegeheim eingesetzt werden soll.

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