Schöffengericht Rheine
Verfahren wegen Raubes und Körperverletzung eingestellt

Ochtrup/Rheine -

Bereits im Mai 2019 wurde gegen ein junges Elternpaar aus Gronau im Alter von 22 und 29 Jahren beim Schöffengericht in Rheine wegen gefährlicher Körperverletzung und Raubes von 300 Euro im Mai/Juni 2018 verhandelt.

Samstag, 21.09.2019, 10:00 Uhr
Symbolbild 
Symbolbild  Foto: dpa

Opfer sei ein 78-jähriger Rentner aus Ochtrup gewesen, mit dem das Paar damals gemeinsam in einem Haus in der Töpferstadt wohnte, so der Tatvorwurf der Staatsanwaltschaft . Die erste Verhandlung konnte seinerzeit nicht fortgesetzt werden, weil des Sohn des mutmaßlichen Opfers nicht zur Verfügung stand. Nun war der 42-Jährige als Zeuge geladen.

Die Angeklagten bestritten jegliche Gewalt und sagten aus, dass sie sich nur gegen den alten Mann zur Wehr gesetzt hätten, der sie immer wieder wegen Kleinigkeiten attackiert hätte. Sie warfen ihm vor, mit seinem Stock auf den Arm der jungen Frau geschlagen zu haben, als sie ihre dreijährige Schwester auf dem Arm gehalten habe. Das hätte die Kleine sogar im Kindergarten erzählt. Er hätte sich über den Kinderwagen im Hausflur aufgeregt und ihn nach draußen geworfen. Dabei hätte sich ein Rad gelöst. Das sei der Auslöser für einen Streit gewesen. Auf diese Weise sei es häufig zu Streitereien gekommen. Sie hätten den Senior aber nie angegriffen, sondern sich allenfalls gewehrt.

Der inzwischen 79-Jährige hatte als Zeuge große Probleme, den Tathergang ohne seine Aufzeichnungen zu schildern. Seine Angaben zum Raub, bei dem ihm am nächsten Tag 300 Euro in der Tasche fehlten, waren ebenso zweifelhaft und unpräzise wie die Schilderung der gefährlichen Körperverletzung. Laut Anklage soll die junge Frau ihm einmal ihren Finger ins Auge gestochen haben. Auch der Sohn des Seniors konnte nicht ausreichend zur Aufklärung beitragen, so dass das Verfahren schließlich ohne Auflagen eingestellt wurde mit Kostenerstattung für die Angeklagten.

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