Spiel- und Bolzplätze
„Task Force“ liefert erste Ergebnisse

ochtrup -

Die Spiel- und Bolzplätze sollen aufgewertet werden. Politik und Verwaltung testen derzeit ein neues Verfahren, um herauszufinden, was auf welchen Anlagen passieren soll oder muss. Im Sozialausschuss wurden die Ergebnisse einer ersten Spielplatzbesichtigung vorgestellt.

Donnerstag, 26.09.2019, 06:00 Uhr
Politik und Verwaltung möchten die Spiel- und Bolzplätze in Ochtrup aufwerten. Dazu gab es Anfang September einen Besichtigungstermin für neun der insgesamt etwa 30 Anlagen.
Politik und Verwaltung möchten die Spiel- und Bolzplätze in Ochtrup aufwerten. Dazu gab es Anfang September einen Besichtigungstermin für neun der insgesamt etwa 30 Anlagen. Foto: Anne Steven

Anfang April dieses Jahres hat der Sozialausschuss die „Task Force Spielplatz“, wie Vorsitzender Manfred Mensing sie damals schmunzelnd nannte, gestartet. Vertreter aus Verwaltung, Politik und dem Jugendparlament sollten ähnlich der Wegebesichtigung im Straßen- und Tiefbauausschuss die Spiel- und Bolzplätze der Stadt in Augenschein nehmen. Letzteres haben sie am 4. September getan. Nun beriet der Sozialausschuss über das weitere Vorgehen.

Da es in Ochtrup etwa 30 Spiel- und Bolzplätze gibt, nahm sich die Einsatzgruppe zunächst neun ausgewählte Anlagen vor. Aktuell stehen dabei Maßnahmen an der Stahmstraße in Langenhorst an. Dort entfällt für den Hochwasserschutz demnächst ein etwa zehn Meter breiter Streifen des Spielplatzes. Deshalb müsse der Zaun, eine Sitzgruppe, ein Schaukelfedersitz und der Sandkasten umgesetzt sowie die Brücke über dem Feldbach erneuert werden, war dem Protokoll zu entnehmen.

Der Bolzplatz am Buschlandweg wurde nach dem Abbau der Raummodule der Outlaw-Kita wieder in Betrieb genommen. Eltern hätten sich einen Ersatz des Drehspielgerätes durch eine Kinderschaukel gewünscht. Zudem kritisierten sie an der Rutsche eine fehlende Absperrung. Die Rutsche sei jedoch bewusst und genauso für ältere Kinder angelegt. Weitere mögliche Spielgeräte: ein Trampolin für die Rasenfläche und ein Kletternetz.

An der Weidenstraße gebe es teilweise Probleme durch Jugendliche, hieß es im Protokoll. Die „Task-Force“ kann sich dort ergänzend zwei Spielgeräte im vorderen Bereich, einen Bagger im Sandkasten sowie ein Spielgerät für ältere Kinder vorstellen.

Für den Spielplatz am Dieselweg wünschen sich Eltern ergänzend eine Nestschaukel.

Der tiefliegende und sehr nasse Bolzplatz Am Laukreuz soll in Kürze durch den FSV Ochtrup und die Könige und Grafen Immobilien und Bauträger GmbH & Co. KG überarbeitet und erweitert werden. Der Spielplatz sei soweit in einem guten Zustand, Pfosten und Hölzer des Rutschenturms sollen jedoch ausgetauscht und die Fallschutzbereiche mit Sand aufgefüllt werden.

Der Spielplatz an der Luise-Hensel-Straße wurde auf Wunsch der Nachbarschaft umgestaltet und teilweise neu ausgestattet. Der Sandkasten im vorderen Bereich soll eingefasst und aufgefüllt werden, zudem könnte die Anlage mit einem Sandbagger und einer weiteren Sitzgruppe im hinteren Teil ergänzt werden. Repariert werden muss dort das Zufahrtstor. Zudem gilt es, ein Loch in der Hecke zu schließen. Wie schon an der Weidenstraße wird auch dort Lärm beklagt, der laut einem Nachbarn vor allem von der neuen Sitzgruppe im vorderen Bereich ausgehe.

Ein weiterer Spielplatz könnte am Schlehenweg entstehen. Das hierfür reservierte Grundstück ist aktuell mit Gestrüpp und Bäumen zugewachsen und sehr nass. Zuwegung und Erschließung sind laut Protokoll nicht gesichert. Planungen zum Ausbau gibt es bisher keine.

In gutem Zustand ist der Bolzplatz an der Von-Galen-Schule in Langenhorst.

Den Spielplatz im Stadtpark möchte die „Task Force“ als Leuchtturmprojekt erweitern. Die Boulebahn soll entfernt werden. Stattdessen könnte dort ein Piratenschiff oder ähnliches entstehen. Von der vorgeschlagenen Erweiterung des Trampolinparcours riet Dr. Sebastian Gesenhues, Sprecher der Ochtruper Ärzte und Sachkundiger Bürger im Sozialausschuss, aus kinderorthopädischer Sicht ab. Er befürchtet Langzeitschäden für die Wirbelsäulen der Kinder. Darüber hinaus soll das Areal zwischen Spiel- und Bolzplatz mit Mehrgenerationenangeboten ergänzt werden.

Michael Füll (Grüne) regte in der Ausschusssitzung zudem an, sich über öffentliche Sanitäranlagen im Stadtpark Gedanken zu machen. „Das würde dem Spielplatz sicher gut tun“, war Füll überzeugt. Unterstützt wurde er von Klaus Schnabel. „Wenn wir wollen, dass der Stadtpark Leuchtturmprojekt wird, kommen wir darum nicht herum“, meinte der Sachkundige Bürger der SPD.

Was wird umgesetzt?

Welche dieser zahlreichen Maßnahmen konkret umgesetzt werden können, darüber wollen die Fraktionen in den Haushaltsplanberatungen detailliert abstimmen. Das ging Renate Duesmann (SPD) allerdings nicht schnell genug. Sie hätte gerne schon im Sozialausschuss die Maßnahmen konkretisiert, fand dafür jedoch keine Unterstützer. Die anderen Fraktionen wollten die Hausplanberatungen abwarten und sich derweil intern mit der Thematik befassen.

Bolzplatz Rosenstraße

Abseits von der Besichtigung der Spiel- und Bolzplätze geht die Instandhaltung der Anlagen natürlich weiter, darauf verwies der Leiter des Fachbereichs Ordnung, Schulen, Soziales, Michael Alfert. Schließlich müsse die Kommune ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Dies tut sie aktuell beispielsweise am Bolzplatz an der Rosenstraße. Dort soll, wie im Frühjahr angekündigt, der Zaun erneuert werden. Dazu haben die Mitarbeiter des Baubetriebshofes bereits die alten Elemente abgebaut und das Tor mit einem Drahtgestell gesichert. Zeitnah und definitiv vor dem Winter sollen die zur Straße hin fünf Meter und zu den Seiten vier Meter hohen neuen Zaunelemente geliefert und aufgestellt werden. Der Zaun am Bolzplatz an der Rosenstraße wird erneuert. Der Baubetriebshof hat die Elemente bereits abgebaut und das Tor mit einem Drahtgestell gesichert. Foto: Anne Steven

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