Infoveranstaltung Bürgerwind Welbergen
Beteiligung interessiert viele Ochtruper

Ochtrup -

Das Interesse war groß: Am Mittwochabend fand in der Vechtehalle die Informationsveranstaltung zur Beteiligung am Bürgerwindpark Welbergen statt. Die Geschäftsführer Werner Kappelhoff und Franz-Josef Münstermann hatten sich für das komplexe Thema Unterstützung von drei Fachleuten geholt.

Freitag, 27.09.2019, 06:00 Uhr
Viele Bürger zeigten Interesse an einer Beteiligung am Bürgerwindpark Welbergen. Beim Informationsveranstaltung am Mittwochabend war die Vechtehalle voll besetzt.
Viele Bürger zeigten Interesse an einer Beteiligung am Bürgerwindpark Welbergen. Beim Informationsveranstaltung am Mittwochabend war die Vechtehalle voll besetzt. Foto: Tappe

„Wenn du Geld anlegen willst, dann solltest du in Windkraft investieren. Das bringt mehr als jedes Sparbuch“, meinte ein Besucher vor Beginn der Infoveranstaltung der Bürgerwind Welbergen GmbH & Co.KG am Mittwochabend.

Die Geschäftsführer Werner Kappelhoff und Franz-Josef Münstermann schauten zufrieden in die Runde. So hatten sie es sich gewünscht. Eine nahezu voll besetzte Vechtehalle mit interessierten Bürgern und potenziellen Kommanditisten. „Eine breite, finanzielle

Unternehmensberater Timm Kühl.

Unternehmensberater Timm Kühl. Foto: Irmgard Tappe

Bürgerbeteiligung ist unsere Leitlinie“, bemerkte Werner Kappelhoff. Er skizzierte kurz den Projektablauf des Bürgerwindparks Welbergen mit seinen vier Windrädern.

„Die Windkraft ist eine wichtige Säule der erneuerbaren Energien“, betonte Silke Wesselmann vom Kreis Steinfurt. Aus Sicht des Kreises sei Bürgerwind eine regionale Wertschöpfung vor Ort. Energiewende mit den Bürgern heiße der Weg. „Was Sie machen, ist Klimaschutz pur“, sprach sie den Greta-Thunberg-Effekt an.

Einer von Geschäftsführern der Bürgerwind Welbergen GmbH & Co. KG: Werner Kappelhoff.
Foto: Irmgard Tappe

Doch welche Risiken gehe ich ein, wenn ich mich hier beteilige? Diese Frage brannte vielen Anwesenden auf den Nägeln. Unternehmensberater Timm Kühl wusste die Antworten. Das Maximalrisiko sei ein Totalverlust des Kapitals etwa durch Privatinsolvenz des Anlegers. „Doch auch, wenn der Windpark nicht leistungsfähig ist, fließt kein Geld zurück“, nannte er ein weiteres Risiko und riet, dass ein Kommanditist über genügend Liquidität verfügen sollte. Eine Kommanditeinlage sei eine langfristige Kapitalanlage, denn der Park sei auf 20 Jahre angelegt, fuhr Kühl fort. „Man kann aber davon ausgehen, dass der Windpark auch danach noch betrieben werden kann“, bemerkte Heiner Konert, erfahrener Windparkbetreiber. Kühl stellte den Anwesenden das Finanzierungsmodell als geballtes Zahlenwerk vor und ging auf die Prognosen für den gesamten Planungszeitraum bis 2038 ein.

Steuerberater Markus Niemeier.

Steuerberater Markus Niemeier. Foto: Irmgard Tappe

„Hat eine Beteiligung steuerliche Auswirkungen?“ Auch diese Frage bewegte die Besucher. Steuerberater Markus Niemeier wies darauf hin, dass Kommanditisten steuererklärungspflichtig werden und sprach einige Risiken an, die es zu beachten gelte. „Wer zum Beispiel Rente bezieht und die Hinzuverdienstgrenze überschreitet, dem wird die Rente gekürzt.“ Und wenn Opa seinem studierenden Enkel etwas Gutes

Silke Wesselmann vom Kreis Steinfurt.

Silke Wesselmann vom Kreis Steinfurt. Foto: Irmgard Tappe

tun wolle und ihm eine Kommanditbeteiligung schenke, dann solle er unbedingt bedenken, dass die Einnahmen sich auf die BAföG-Zahlungen auswirken, gab der Steuerfachmann zu bedenken. Eine Schenkung sei aber immer zum 1. Januar eines Jahres möglich. Im Sterbefall gehe die Kommanditbeteiligung ohnehin auf die Erben über, war seine Antwort auf die Frage nach der Vererbung von Anteilen.

Doch allen Risiken steht laut Prognose eine jährliche Ausschüttung gegenüber, die das Zinsniveau eines Sparbuchs deutlich übersteigt. Wohl kaum ein Anwesender mag sich die Fülle an Informationen gemerkt haben, die an diesem Abend durch die Vechtehalle floss. Deshalb bekam jeder Besucher eine 170 Seiten umfassende Broschüre mit nach Hause, in der alles noch einmal detailliert aufgeführt wird. Wer einsteigen möchte, muss sein Gebot bis zum 30. Oktober (Mittwoch) abgegeben haben. Ziel der Gesellschafter ist es, möglichst viele Bürger ins Boot zu holen. Vorrangig Menschen aus Welbergen, Langenhorst und Ochtrup. Der Mindesteinsatz liegt bei 1000 Euro. Sollte die erforderliche Summe (siehe Infokasten) nicht abgedeckt werden, können sich auch Kommanditisten aus den Nachbargemeinden beteiligen.

Zum Thema

Um mögliche Fragen zu klären, findet am 16. Oktober (Mittwoch) um 19 Uhr in der Vechtehalle eine weitere Infoveranstaltung statt.   | www.buergerwind-   beteiligung.de

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