Abschluss der Interkulturellen Woche
Türen öffnen und gemeinsam feiern

Ochtrup -

Mit einem bunten Fest der Kulturen ging jetzt die Interkulturelle Woche in Ochtrup zu Ende. Dem Wetter geschuldet in den Räumen des ehemaligen DRK-Heimes - dennoch aber nicht weniger bunt und fröhlich.

Dienstag, 01.10.2019, 05:00 Uhr
Zauberkünstler Sven Aberbeck unterhielt die kleinen Gäste mit verschiedenen Tricks und Jonglagen.
Zauberkünstler Sven Aberbeck unterhielt die kleinen Gäste mit verschiedenen Tricks und Jonglagen. Foto: Irmgard Tappe

Besseres Wetter wäre schön gewesen am Sonntag beim Abschlussfest der Interkulturellen Woche auf dem Gelände des ehemaligen DRK-Zentrums, das ursprünglich drinnen und draußen geplant war. „Aber bei dem Regen ist es gut, dass uns der große Saal zur Verfügung steht. Da konnten wir alles aufbauen. Sogar die Hüpfburg“, freut sich Annemarie Möhring , hauptamtliche Mitarbeiterin beim Verein „Miteinander“. Nur die Fahrräder, die in der Fahrradwerkstatt flott gemacht und zum Schnäppchenpreis angeboten werden, müssen draußen bleiben. „Bei gutem Wetter hätten wir heute sicher einiges verkaufen können. Aber wer mag denn schon im Regen stehen und ein Fahrrad kaufen“, bedauert Dieter Thebelt.

Drinnen indes mangelt es nicht an Unterhaltungsmöglichkeiten. Basteln, Malen und Spiele sorgen dafür, dass die Kleinen keine Langeweile bekommen. Und die Großen sitzen an den Tischen, plaudern und lassen sich die Gaumenfreuden aus der internationalen Küche schmecken.

„Kartoffelpfannekuchen mit Apfelmus. Typisch deutsches Essen und schmeckt ausgezeichnet“, strahlt Anas Shahin und beißt in einen knusprigen Reibekuchen. Seit er mit seiner Familie in Ochtrup lebe, erzählt der Syrer, hätten sie schon einiges aus der westfälischen Küche übernommen. Zum Beispiel Gulasch und Eintopf. „Unsere deutsche Nachbarin und meine Frau tauschen gern Rezepte aus. Die Nachbarin probiert Gerichte aus Syrien, meine Frau die deutsche Küche. Nächste Woche wollen sie zusammen Apfelmus kochen.“

Eybesh Mukdad steht derweil im Obergeschoss des Hauses am Herd. Gemeinsam mit seiner Frau Hanaz und Tochter Sibal bereitet er syrische Kost zu. Eybesh brät gerade kleine vegane Frikadellen. „Die Masse ist aus Kichererbsenmus, angereichert mit Knoblauch, Zwiebeln, Gewürzen und viel Petersilie“, verrät Hanaz die Zutaten für die Spezialität aus der syrischen Heimat, die auch den Ochtrupern schmeckt.

Zurück in den Trubel unten im Saal: „Da, ein Zauberer, der kann ganz viele Sachen zaubern“, ruft ein Junge, während er aus der Hüpfburg springt und in Richtung Zauberkünstler flitzt. Auch andere Kinder scharen sich um Sven Aberbeck und staunen, wie er jongliert, zaubert, bunte Tierfiguren aus Luftballons knotet. Sie haben einen Riesenspaß. Bei den Mädchen ist außerdem die „Schönheitsecke“ sehr beliebt. Dort lassen sie sich etwa bunte Bänder ins Haar flechten oder Tattoos aufmalen. Das engagierte Frauenteam der Kleiderkammer kümmert sich an diesem Nachmittag um Kaffee und Kuchen. „Den Kaffee müssen Sie probieren. Lecker. Wenn Monika den kocht, dann ist der immer besonders gut“, empfiehlt Erika Deitmaring einer Besucherin.

„Das ist super, wie die Frauen sich einbringen. Wir wissen das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer zu schätzen. Ohne sie könnten wir so ein Fest gar nicht auf die Beine stellen. Auch unseren Sponsoren möchte ich an dieser Stelle Danke sagen“, betont Ferdi Bäumer , Vorsitzender des Vereins „Miteinander“

„Es ist eine tolle Sache, dass das Miteinander mit neuen und alten Ochtrupern so gut klappt“, findet Bürgermeister Kai Hutzenlaub und würdigt das Wirken des Vereins „Miteinander.“

Gerade hat der Musiker Cliff Odum aus Steinfurt die Bühne betreten und singt „Two lives world“. Das Stück stammt aus eigener Feder. „Der Song erinnert an mein Leben. Denn ich bin in zwei Kulturen aufgewachsen“, sagt er.

„Das ist heute ein wunderschönes Fest für unsere ausländischen Mitbürger und für alle, die hier sind. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Ochtruper stärker vertreten ist“, ist Ferdi Bäumer leicht enttäuscht von der zurückhaltenden Resonanz der Bevölkerung aus der Töpferstadt. Schließlich, so Bäumer, sei es ein Integrationsfest. Das bedeute, dass alle Nationen zusammenkommen und dass man miteinander Türen öffne, wie es das Motto „Miteinander Türen öffnen“ zum Ausdruck bringe.

Abschluss der Interkulturellen Woche in Ochtrup

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