Grundsteinlegung
Erste Wache mit neuen Standards

Ochtrup -

Die Vorlaufzeit hat Jahre gedauert, der Fertigstellungstermin soll nun zügig über die Bühne gehen. Am Montag erfolgte die Grundsteinlegung der neuen Polizeiwache an der Beethovenstraße. Im August/September 2020 sollen die Räume bezogen werden.

Dienstag, 08.10.2019, 07:00 Uhr
Zur Grundsteinlegung trafen sich gestern Vertreter von Polizei und Kommunen, Architekt und Bauleiter an der neuen Polizeiwache. Doris Teichert (Foto r.) versenkte für die Investoren eine tagesaktuelle WN-Ausgabe in den Betonsteinen.
Zur Grundsteinlegung trafen sich gestern Vertreter von Polizei und Kommunen, Architekt und Bauleiter an der neuen Polizeiwache. Doris Teichert (Foto r.) versenkte für die Investoren eine tagesaktuelle WN-Ausgabe in den Betonsteinen. Foto: Susanne Menzel

„Kurz nach Erteilung der Baugenehmigung mussten wir noch umplanen. Es waren seitens der Landesregierung neue Standards für die Wachräume entwickelt worden, die es auch in Ochtrup umzusetzen galt. Nun gehören wir zu den ersten Kommunen, die über die modernsten Diensträume verfügen“, freute sich Architekt Dieter Denne gestern bei der Grundsteinlegung für die neue Polizeiwache. Lange hat sich das Projekt hingezogen. Die erste Bedarfsmeldung, so rekapitulierten die Anwesenden am Montagnachmittag, sei 2015 erfolgt. Die Bodenplatte wurde in diesem Sommer gezogen – die Fertigstellung ist für August 2020 geplant.

Bereits jetzt sind die ersten Wände auf dem Areal an der Beethovenstraße hochgezogen. „Hier gehen wir gerade durch die Eingangsschleuse“, lächelte Doris Teichert von den Investoren, die das Wachgebäude ab Sommer an die Polizei vermieten wird. „Man kann zwar noch nicht viel erkennen, aber sich mit ein wenig Vorstellungskraft schon einmal die Räume ein wenig ausmalen.“

Etwa 800 Quadratmeter groß wird der zukünftige Arbeitsplatz der Beamten sein. Eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Ist-Zustand von etwas mehr als 500 Quadratmetern. Uwe Klatt, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Liegenschaften bei der Polizei, der neben den Neubauten in Ibbenbüren und Lengerich auch für das Ochtruper Objekt zuständig ist, lobte denn auch: „Was wir hier bekommen, haben die Bürger erst ermöglicht. So etwas hat es in den letzten 40 Jahren nicht gegeben. Vom Raum- wie auch vom Standardangebot. Damit erfährt die Polizei eine große Wertschätzung, für die wir dankbar sind. Wenn ich da an andere Behörden denke, ist das dort lange nicht so der Fall. Deshalb sind wir besonders dem Investor dankbar, dass hier realisiert wird, was wir uns gewünscht haben.“ Bürgermeister Kai Hutzenlaub freute sich ebenso wie seine Amtskollegen Gregor Krabbe aus Metelen und Berthold Bültgerds aus Wettringen, „dass die Polizei in Ochtrup präsent bleibt und somit auch das Sicherheitsbedürfnis der Bürger entsprechend unterstützt. Ich bin optimistisch, dass sowohl der Zeit- als auch der Kostenplan eingehalten werden. Am Ende können wir alle zufrieden nach Hause gehen.“

Diesen Ball nahm anschließend Architekt Dieter Denne noch einmal auf: „Wir sind inzwischen in voller Fahrt. Ich gebe zu, dass es die erste Polizeiwache ist, die wir mit unserem Büro realisieren. Anfängliche Probleme, die zu Beginn mit dem Untergrund auftraten, haben wir gut lösen können.“

Der Wach- und der Bezirksdienst ebenso wie das Kriminalkommissariat werden ab Mitte nächsten Jahres in der neuen Wache untergebracht sein, erläuterten die Polizeivertreter Dr. Martin Sommer, der als ständiger Vertreter des Landrates ebenfalls an der Grundsteinlegung teilnahm. Die Wache wird durchgängig besetzt sein, zwei Streifenwagen ständig zum Einsatz bereit stehen. An den Wochenenden wird es eine Verstärkung auf drei Wagen geben. Das Gebäude selbst ist für etwa 30 Uniformierte ausgelegt.

„Die Fertigstellung in zehn Monaten ist auf jeden Fall eine gute Perspektive“, erklärte Dr. Sommer. „Damit ist die Polizei hier in Ochtrup und im Kreisgebiet wieder zukunftsfähig aufgestellt. Und das ist auch für uns ein Tag der Freude.“

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