Glasfaser-Ausbau beginnt
Einmal rundum im Uhrzeigersinn

Ochtrup -

Der Glasfaser-Ausbau im Außenbereich von Ochtrup rückt in greifbare Nähe: „Im nächsten Jahr können die Bagger rollen“, verkündeten jetzt die beteiligten Akteure. Zuvor allerdings soll es noch eine zweite Nachfragebündelung geben.

Mittwoch, 09.10.2019, 06:00 Uhr
Über den Startschuss zum Glasfaserausbau im Außenbereich freuten sich die Stadtverwaltung ebenso wie die Vertreter der beauftragten Firmen und der Breitbandkoordinator des Kreises Steinfurt.
Über den Startschuss zum Glasfaserausbau im Außenbereich freuten sich die Stadtverwaltung ebenso wie die Vertreter der beauftragten Firmen und der Breitbandkoordinator des Kreises Steinfurt. Foto: Susanne Menzel

„Die Bagger können im Außenbereich rollen“, geben sich die Ochtruper Stadtverwaltung, der Breitbandkoordinator des Kreises Steinfurt wie auch die Vertreter der Firmen epcan und Muenet zuversichtlich. Nun, ganz so schnell geht‘s dann doch nicht. „Aber der Start in 2020 ist schon im Visier“, umreißt Bürgermeister Kai Hutzenlaub die klaren Zielvorgaben. „Die Ausbaudauer beträgt ab da zwei Jahre“, ergänzt Wirtschaftsförderer Robert Tausewald .

Bewusst ist allen Beteiligten, dass der Druck im Außenbereich am größten ist. „Für die Landwirtschaft ist die Versorgung mit schnellem Internet ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, ohne den heute nichts mehr geht. Wer Meldungen an die Kammer oder Behörden per Papier abgeben will, muss mit Strafzahlungen rechnen“, so Hutzenlaub.

Zunächst allerdings steht eine weitere Nachfragebündelung an, bei der bislang noch Unentschlossene ein weiteres Mal die Möglichkeit zum Vertragsabschluss erhalten. „Die Förderkonditionen – nämlich Glasfaseranschluss zum Nulltarif – gelten bis zum 22. November. Wer erst später abschließt, muss mit Beträgen in Höhe von 2 500 Euro oder sogar mehr rechnen, die er dann aus eigener Tasche zu begleichen hat“, klärt Ingmar Ebhardt, Breitbandkoordinator des Kreises Steinfurt, auf.

Parallel dazu werden die beiden Anbieter epcan und Muenet am 5. (Dienstag), 14. (Donnerstag) und 19. (Dienstag) November jeweils von 14 bis 19 Uhr Info-Punkte für Einzelgespräche in der Stadthalle einrichten.

Dort können beispielsweise Fragen zur Rufnummern-Übernahme oder die zu Unterschieden zwischen den beiden angebotenen Tarifen geklärt werden. „Wichtig ist etwa bei einem Vertragsabschluss, dass niemand seine alte Festnetznummer selbst kündigen sollte. Das erledigen epcan oder Muenet. Das gestaltet sich vom Ablauf her für den Kunden reibungsloser“, so Gerd Gevering von der Firma epcan. Auch die einzelnen Tarifangebote (Festpreis oder sekundengenaue Abrechnung) dürfte viele Bürger interessieren.

Durch die Fördermittel von Bund und Land (7,34 Millionen Euro) sowie den Eigenanteil der Kommune (734 000 Euro) werden die Glasfaseranbindungen von 630 Privat- sowie 18 Gewerbeadressen bezuschusst. Bürgermeister Hutzenlaub: „Diese Mittel beziehen sich auf die Ausbauphase für die Leitungen bis ans Haus.“

Dass für die Erdarbeiten übrigens nicht rund um Ochtrup die Straßen aufgebuddelt werden müssen, betonte in dem Zusammenhang noch einmal Patrick Nettels (Muenet): „Die Kabelverlegung wird im konventionellen Tiefbau vorgenommen. Das heißt: rechts oder links der Straße. Es wird dadurch keine Verschlechterung von Wegen geben. Sie wird jetzt im Einzelnen mit der Kommune abgesprochen, um eine größtmögliche Synchronisierung herzustellen.“ Ausgebaut wird übrigens im Uhrzeigersinn: Los geht‘s auf Sechs – im Süden. Und dann sind‘s noch rund 200 Kilometer Strecke einmal rundum.

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