Wahlbezirke werden eingeteilt
1111 ist das Maß der Dinge

Ochtrup -

Die Wahlbezirke für die Kommunalwahl 2020 werden eingeteilt. Insgesamt gibt es 17 davon in der Stadt , weil es 34 Ratsmitglieder ohne Bürgermeister gibt. Und die Zahl 1111 spielt eine besondere Rolle.

Dienstag, 08.10.2019, 17:00 Uhr

Die Zahl 1111 spielt bei der Vorbereitung der Kommunalwahl 2020 in Ochtrup eine besondere Rolle. So viele Einwohner dürfen durchschnittlich in einem Wahlbezirk in der Töpferstadt leben. 17 Wahlbezirke hat die Stadt, weil der Rat aus insgesamt 34 gewählten Mitgliedern besteht. Das Gesetz sieht vor, dass die Hälfte der Mitglieder direkt gewählt wird, die andere Hälfte über die Listen der Parteien in das höchste Entscheidungsgremium der Stadt gelangt. Das 35. Mitglied des Rates wird qua Amt der Bürgermeister.

Voraussichtlich am 13. September findet 2020 die Kommunalwahl statt. Der Wahlausschuss hat jetzt über die Einteilung der Wahlbezirke diskutiert.

Die Erste Beigeordnete Birgit Stening erläuterte zunächst das Verfahren. Weil Kai Hutzenlaub sich erneut um das Amt des Bürgermeisters bewirbt, könne er nicht die Wahlleitung übernehmen. Diese offizielle Funktion obliege somit ihr. Ihr Stellvertreter ist Michael Alfert. Die operative Ausführung der Wahl liegt in den Händen von Birgit Althoff, Manfred Wiggenhorn und Jutta Focke, informierte die Beigeordnete das Gremium.

Basis für die Berechnungen zur Wahlbezirksgröße bilde die Einwohnerzahl zum Stichtag 30. April 2019: 18 880 Personen. Die Zahl dividiert durch die Zahl der Wahlkreise ergibt den Durchschnittswert 1111. Das Kommunalwahlgesetz erlaube Abweichungen von bis zu 25 Prozent nach oben oder unten. „Die Zahlen für Ochtrup: In einem Wahlbezirk müssen mindestens 833 Einwohner gemeldet sein, höchstens aber 1389.“

Vor diesem Hintergrund hatte die Verwaltung einen Entwurf vorgelegt. „Für alle Kommunalwahlen haben wir bislang die Wahlbezirke angepasst", erläuterte Ordnungsamtsleiter Manfred Wiggenhorn. Dieses gehöre zu den Routineaufgaben.

Die Verwaltung habe nur dort Veränderungen vorgenommen, wo aufgrund von neuen Baugebieten oder anderen Gründen ohnehin vom Gesetz her Veränderungen notwendig geworden wären.

Neun Wahlbezirke sollen demnach zu 2014 unverändert bleiben: 4 Berg (1064 Menschen); 5 Weilaut 1 (992); 7 Weilaut 2 (1038); 8 Innenstadt (1038); 10 Marienkirche (1152); 11 Horst, (1036); 14 Weiner (1280); 16 Langenhorst (1071), 17 Welbergen (1234).

Am meisten verändert sich im Wahlbezirk 3 (Buschlandweg). Die Straßen Ackerstraße, Feldkamp, Kuhweide, Lambertiweg und Weidenstraße werden dort herausgenommen und gehören künftig zum Wahlbezirk 9 Hellstiege. Wegen des großen Zuwachses „wandern“ von dort die Straßen An den Teichen, Im Wiesengrund, Postdamm, Pröp­stingweg, Zum Austeresch und Zur alten Ziegelei in den Wahlbezirk 13 Oster. Die Winkelstraße wird dem Wahlbezirk 2 (Jückweg) zugeordnet, ebenso der Pröp­stinghoff,

Der Wahlbezirk 15 (Wester) umfasst zusätzlich die Straße An den Quellen und Bollhorststraße, die bisher zum Wahlbezirk 1 (Niederesch) gehörten. Und: Der Wahlbezirk 6 (Hogelucht) verliert die Spinnereistraße und den Nienborger Damm (Hausnummer 1 bis 39) an den Wahlbezirk 12 (Schützenstraße).

Daraus ergeben sich dann diese neuen Zahlen: 1 Niederesch (1139); 2 Jückweg (1032); 3 Buschlandweg 1098); 6 Hogelucht (1203); 9 Hellstiege (1240); 12 Schützenstraße (1073); 13 Oster (1195); 15 Wester (995).

Die Fraktionen wollen jetzt bis Ende Oktober über den Entwurf beraten. Die Verwaltung werde alle notwendigen Daten zur Verfügung stellen. „Wir haben Zahlen, wie viele Menschen an einer Straße leben. Wir können aber nicht sagen, wie viele es von Hausnummer X bis Y sind, sofern die Straßen nicht ohnehin schon geteilt zu unterschiedlichen Wahlbezirken gehört haben“, sagte Manfred Wiggenhorn für die Vorbereitung auf die „Wahlkreisarithmetik“.

Die eingegangenen Vorschläge will die Verwaltung dann in die Vorlage einarbeiten, die in einer weiteren Sitzung Ende November verabschiedet werden soll. „Bei Unstimmigkeiten entscheiden wir, was aus unserer Sicht sinnvoller ist“, ergänzte Birgit Stening. Bis Ende Februar 2020 muss die Einteilung der Wahlbezirke offiziell sein.

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