Bauarbeiten Bahnhofstraße
Erste Anpassungsprobleme

Ochtrup -

Einbahnstraßenregelung zum K+K-Parkplatz, verengte Wege in Richtung Pottbäckerplatz - die Ochtruper müssen sich seit Montag auf einige Einschränkungen auf der Bahnhofstraße einstellen. Der Startschuss zur Umgestaltung ist gefallen.

Donnerstag, 10.10.2019, 07:00 Uhr
Der Bagger kratzt die alten Pflastersteine vom Untergrund der Bahnhofstraße (oben l.). Die bisherigen Parkplätze dienen jetzt zur Materiallagerung (oben r. und unten l.). Die Möblierung wurde vor dem Baustart entfernt.
Der Bagger kratzt die alten Pflastersteine vom Untergrund der Bahnhofstraße (oben l.). Die bisherigen Parkplätze dienen jetzt zur Materiallagerung (oben r. und unten l.). Die Möblierung wurde vor dem Baustart entfernt. Foto: Susanne Menzel

Schaufel für Schaufel kratzt der Bagger die zu einem Haufen gestapelten Pflastersteine vom Untergrund, um sie mit einer galanten Drehung lautstark in den bereitstehenden Anhänger purzeln zu lassen. Zu Wochenbeginn hat die ausführende Firma die Baustelle in der Fußgängerzone eingerichtet, gestern begann sie damit, die gute Stube der Töpferstadt „auf links zu drehen“: Altes raus, Neues rein.

In drei Bauabschnitten erhält der Bereich zwischen dem Pottbäcker Platz und der Professor-Gärtner-Straße ein überarbeitetes Gesicht: Pflasterung, Möblierung sowie die Begrünung werden verändert und modernisiert.

Bis zum Sommer 2020, so Jennifer Eilert , bei der Stadtverwaltung zuständig für dieses Projekt, werden die Arbeiten dauern. „Wir haben die gesamte Maßnahme in drei Bauabschnitte geteilt, um dadurch die Erreichbarkeit der anliegenden Geschäfte zu ermöglichen“, erklärt die Fachfrau.

Räumlicher Start ist anbindend an den Pottbäcker Platz. Dieser selbst wird nicht mehr tangiert und bleibt auch während der Bauphase frei, beispielsweise für den heutigen Wochenmarkt. Eilert: „Wir hatten die Marktbeschicker im Vorfeld gefragt, ob sie vis a vis der Baustelle stehen möchten, oder so lange an einen anderen Ort umsiedeln – sie haben sich für diesen Standort ausgesprochen.“

Bauarbeiten an der Bahnhofstraße führen zu Beeinträchtigungen.

Bauarbeiten an der Bahnhofstraße führen zu Beeinträchtigungen. Foto: Susanne Menzel

Die Bauarbeiten werden in den nächsten Monaten Zug um Zug ausgeführt. Erst auf der einen, dann auf der gegenüberliegenden Seite. „Dadurch bleibt die gesamte Bahnhofstraße passierbar“, begründet Eilert.

Fußgänger und Radfahrer allerdings müssen sich zunächst noch an die geänderten Umstände gewöhnen. Die Straße ist nicht mehr so breit wie gehabt, die Ausweichmöglichkeiten sind begrenzt. Vor allem dann, wenn Läden ihre Waren wie gewohnt außerhalb der Geschäftsräume präsentieren. Dann kann es schon mal zu Situationen kommen, dass sich Bürger zu Fuß und zu Rad gegenüber stehen – und keiner einen Schritt zur Seite unternehmen will. So wie am Mittwochvormittag. „Steigen Sie gefälligst ab und schieben die Fiets!“, empört sich eine Frau. Ihr Gegenüber schüttelte mit dem Kopf: „Wo steht, dass Radfahren hier verboten ist?“, erwidert der Mann unwirsch. „Gleiches Recht für alle.“ „Das mag sein“, erklärt Jennifer Eilert. „Gegenseitige Rücksichtnahme ist in dieser Phase unabdingbar.“

Ebenfalls noch nicht bei allen Verkehrsteilnehmern hat sich die

Bauarbeiten an der Bahnhofstraße führen zu Beeinträchtigungen

Bauarbeiten an der Bahnhofstraße führen zu Beeinträchtigungen Foto: Susanne Menzel

geänderte Regelung in Höhe des K+K-Marktes eingeprägt. Dort gilt seit Montag die Einbahnstraßen-Vorschrift. Die Parkplätze rund um den Eingang des Warenhauses sind aufgehoben und zu Lagerflächen für Material umfirmiert worden. Jennifer Eilert: „Die Zufahrt auf den hinteren K+K-Parkplatz ist weiterhin möglich, zurück geht‘s dann aber nicht mehr. Der Autoverkehr soll über die Töpferstraße abfließen. Ich gehe aber davon aus, dass sich diese neue Situation bei den Ochtrupern schnell einspielen wird.“

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