Bürgerwind: Zweite Informationsveranstaltung
Fragen in großer Runde geklärt

Ochtrup -

Die zweite Informationsveranstaltung beziehungsweise die Fragerunde zur Beteiligung am Bürgerwindprojekt in Welbergen sei mit circa 250 Teilnehmenden in der Vechtehalle wieder gut besucht gewesen, schreiben jetzt die Initiatoren des Bürgerwindvorhabens in einem Pressebericht.

Samstag, 19.10.2019, 05:00 Uhr
Zahlreiche Fragen aus dem Publikum konnten die Experten auf dem Podium (links Bürgerwind Welbergen-Geschäftsführer Franz-Josef Münstermann) bei der zweiten Infoveranstaltung klären.
Zahlreiche Fragen aus dem Publikum konnten die Experten auf dem Podium (links Bürgerwind Welbergen-Geschäftsführer Franz-Josef Münstermann) bei der zweiten Infoveranstaltung klären. Foto: Yvonne Vöcking

Nach der Begrüßung durch Bürgerwind-Geschäftsführer Werner Kappelhoff übernahm Karina Buller (NLF Bürgerwind) die Moderation und stellte den Ablauf und die Regeln der Infoveranstaltung vor. Anschließend skizzierte Kappelhoff noch einmal den Projektablauf von der ersten Windparkidee im Jahr 2010 bis zur Erstellung des Verkaufsprospektes im Jahr 2019.

Maik Dahlmann stellte nachfolgend kurz den Verkaufsprospekt mit seinen finanziellen Möglichkeiten und Risiken sowie das Anmeldeverfahren auf der Beteiligungsplattform vor, bevor er auf die Termine zum Ablauf der weiteren Beteiligung einging.

Interessenbekundungen

Interessenbekundungen können demnach noch bis zum 30. Oktober (Mittwoch) erfolgen. Danach wird das Portal geschlossen und voraussichtlich bis zum 8. November (Freitag) ausgewertet. Die Interessenten werden dann über die jeweils mögliche Zuteilung informiert. Am 25. und 28. November (Montag und Donnerstag) sind Notar-Sammeltermine geplant. Eine Einladung erfolgt über die Bügerwind-Plattform.

Steuerberater Markus Niemeyer (BSB Steuerberatungsgesellschaft mbH) erläuterte in diesem Zusammenhang ein Organigramm zur Gesellschaft und die gesetzlichen Regelungen eines Kommanditisten. Anhand von verschiedenen Diagrammen zeigte er den Unterschied auf zwischen „erwartetem Gewinn“, „erwarteter Ausschüttung“ und „erwarteter Kapitalentwicklung“. Niemeyer machte zudem auf die steuerlichen Aspekte einer Beteiligung aufmerksam. Mögliche Folgen der erzielten Einnahmen können unter anderem Einfluss auf die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie auf das BAföG sein. Sein Rat: Die Interessenten sollten sich gegebenenfalls entsprechend steuerlich beraten lassen.

Fragerunde

Danach folgte die Fragerunde mit laut Pressebericht „sehr vielen interessanten Beiträgen wie etwa zur Beteiligungshöhe, zu den Bürgerwind-Leitlinien des Kreises Steinfurt, Notar-Sammelterminen, Handelsregistereintragungen, Finanzierungskonzepten, Rückstellungen für Anlagenrückbau, Rücklagen für das steuerliches Ergebnis aus dem Jahr 2018, zur Verlust- und Gewinnrechnung, zu Aufwendungen verschiedener Arten, Vollwartungsverträgen, technischer Betriebsführung oder zu Bauschäden an vergleichbaren Anlagentypen.

„Alle Fragen konnten mit Hilfe der Referenten sowie durch Beiträge von Geschäftsführer Franz-Josef Münstermann und Heiner Konert (NLF Bürgerwind) ausgiebig diskutiert werden“, heißt es im Bericht weiter.

Karina Buller stellte abschließend noch einmal die Wichtigkeit des Bürgerwind-Projektgedankens heraus. Es handele sich um ein Projekt unter Beteiligung der Grundstückseigentümer, Anwohner und Bürger und nicht um ein Investorenmodell, an dem sich der Bürger in keiner Weise beteiligen könne. Die Wertschöpfung bleibe vor Ort.  

 

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