Heimatfreunde besichtigen das Mercedes Werk
Jedes Automobil individuell

Ochtrup -

Die letzte Tagestour in diesem Jahr führte den Heimatverein nach Bremen.

Mittwoch, 30.10.2019, 21:00 Uhr
Viel zu sehen gab es für die Ochtruper bei ihrem Besuch in der Hansestadt Bremen. Die Fahrt hatte der Heimatverein als letzte Tour des Jahres angeboten.
Viel zu sehen gab es für die Ochtruper bei ihrem Besuch in der Hansestadt Bremen. Die Fahrt hatte der Heimatverein als letzte Tour des Jahres angeboten. Foto: Friedhelm Todtenhaupt

Weil die Gruppe schon recht früh starten musste, stärkte sie sich unterwegs mit einem kleinen Bordfrühstück, bevor es zur Besichtigung in das Mercedes-Werk ging.

Zunächst wurde den Besuchern dort ein Film über den Standort Bremen gezeigt, berichtet der Heimatverein in seiner Pressemitteilung. Verwundert hörten die Teilnehmer dabei beispielsweise, dass Mercedes die Fertigungshallen des alten Autobauers Borgward übernommen und dort die ersten Wagen mit dem Stern gebaut hatte.

In einer dieser Hallen stehen heute die riesigen Blechpress- und Scheidemaschinen. Das Stahlblech wird in schweren Rollen – sogenannten Coils – angeliefert, abgerollt und zu flachen Blechen geschnitten. Tonnenschwere Presswerkzeuge formen und schneiden diese Bleche dann zu Teilen der Karosserie. Da dieses nicht in einem Arbeitsgang zu machen ist, sind mehrere dieser Ungetüme in einer großen Pressstraße zusammengefasst. Computerarme befördern das Material von einem Werkzeug zum nächsten.

An einem Modell in der Halle der Endmontage erfuhren die Heimatfreunde etwas über die fünf Schichten der Lackierung. Dass die modernen Lackierstraßen heute in der Lage sind, jedes Fahrzeug in der bestellten Farbe zu spritzen und keine Farbserien mehr produziert werden, erstaunte die Zuhörer.

Überhaupt, so wurde erklärt, wird in Bremen nur auf Bestellung produziert – und trotzdem laufen täglich knapp 2000 Fahrzeuge vom Band. Auf einer Empore gingen die Ochtruper durch die Endmontage und beobachteten jeden einzelnen Arbeitsschritt. Besonders intensiv interessierte die Gruppe, wie aus der Karosserie, der Bodenplatte, dem Motor, die Achsen und der Innenausstattung ein jedes Auto individuell hergestellt wird. Tief beeindruckt von diesem bis aufs Kleinste logistisch ausgeklügelten und computerunterstützten Fertigungssystem verließen die Heimatfreunde das Werksgelände.

In den historischen Gewölben des Bremer Ratskellers wurde dann das Mittagessen eingenommen. Große, wunderbar verzierte Weinfässer zeugen von der 600 Jahre alten Tradition des Weinhandels. Noch heute lagert hier der älteste Fasswein Deutschlands, ein Rüdesheimer Tropfen aus dem Jahre 1653.

Am Nachmittag gab es in der Bremer Altstadt für jeden Teilnehmer genug zu entdecken. Der Rathausplatz mit der Roland-Statue, das historische Rathaus, der Dom, die Böttchergasse, das Schnoorviertel, die Weserpromenade, die Schlachte und natürlich die vier Bremer Stadtmusikanten aus Grimms Märchenbuch waren lohnende Ziele. Mit vielen Eindrücken ging die Fahrt am späten Nachmittag zurück nach Ochtrup.

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