Neues Angebot in der Bücherei St. Lamberti
Eine App mit über 300 Zeitschriften

Ochtrup -

Die Bücherei St. Lamberti hat ihr Angebot im Zeitschriften-Segment aufgestockt. Zu den bisher etwas mehr als 60 gedruckten Titeln kommen nun mit Hilfe der App „Sharemagazines“ über 300 Zeitungen und Zeitschriften hin – in digitaler Form versteht sich und nur vor Ort in der Bücherei.

Freitag, 08.11.2019, 06:00 Uhr
Leiter Olaf Lewejohann zeigt auf einem der Bücherei-Tablets, wie das neue Zeitschriften-Angebot der Bibliothek funktioniert. Über die App „Sharemagazines“ können Besucher vor Ort mehr als 300 Zeitschriftentitel lesen. Eine tolle Ergänzung zu den etwas mehr als 60 Titeln, die die Bücherei bislang gedruckt bereit hält, findet Lewejohann.
Leiter Olaf Lewejohann zeigt auf einem der Bücherei-Tablets, wie das neue Zeitschriften-Angebot der Bibliothek funktioniert. Über die App „Sharemagazines“ können Besucher vor Ort mehr als 300 Zeitschriftentitel lesen. Eine tolle Ergänzung zu den etwas mehr als 60 Titeln, die die Bücherei bislang gedruckt bereit hält, findet Lewejohann. Foto: Anne Steven

Das Prinzip erinnert an Lesezirkel wie man sie vielleicht aus Arztpraxen oder vom Friseur kennt. Dort liegt meist die jeweils aktuelle Ausgabe einer Zeitschrift oder Zeitung zum Lesen im Wartebereich aus. In der Bücherei St. Lamberti kommen zu den gedruckten etwa 60 verschiedenen Magazinen nun über 300 Abos hinzu – in digitaler Form.

Die Bücherei St. Lamberti testet eine App. Zunächst bis Ende 2020 haben Besucher der Bibliothek die Möglichkeit, über die App „Sharemagazines“ Zeitungen und Zeitschriften entweder auf den eigens dafür angeschafften Tablets der Bücherei oder auf dem eigenen Smartphone zu lesen. Allerdings ist das neue Angebot ortsgebunden. „Man kann die Zeitschriften nur hier bei uns lesen“, berichtet Büchereileiter Olaf Lewejohann .

Das Angebot reicht dabei von Kinder- und Jugendzeitschriften wie Wendy oder Bravo, über Programmzeitschriften und Sportmagazine bis hin zu Stern, Spiegel und Co. sowie diversen Tageszeitungen. Größere überregionale Tageszeitungen wie etwa die „Süddeutsche“ oder FAZ seien zwar nicht enthalten, jedoch könnten diese über die Onleihe der Bücherei St. Lamberti bezogen werden, sagt Olaf Lewejohann. Und selbstverständlich gebe es auch weiterhin gedruckte Zeitschriften zum Ausleihen in der Bücherei.

Etwas mehr als 60 Titel umfasst das gedruckte Zeitschriften-Sortiment der Bücherei St. Lamberti.

Etwas mehr als 60 Titel umfasst das gedruckte Zeitschriften-Sortiment der Bücherei St. Lamberti. Foto: Anne Steven

Neben der Einrichtung in der Töpferstadt testen noch zwei weitere Büchereien aus dem Verbund der insgesamt 16 Bibliotheken im Münsterland für ein Jahr die App, nämlich die Büchereien in Lüdinghausen und Vreden. Unterstützung gibt es vom Bistum Münster. Es trägt etwa zwei Drittel der Kosten. Etwa 600 Euro im Jahr muss die Bücherei selbst für das neue Angebot aufbringen. Ende 2020 soll Bilanz gezogen werden. „Wichtig ist, dass es genutzt wird“, betont Olaf Lewejohann.

Grundsätzlich würden viele Besucher die Möglichkeit, in den Räumen der Bücherei zu lesen, wahrnehmen. Die Nähe zum Café Knitterfrei der Caritaswerkstätten mache sich dabei natürlich bezahlt. Denn zur gemütlichen Tasse Kaffee passt eine Zeitung oder Zeitschrift – egal welchen Genres – doch hervorragend.

In der Bücherei St. Lamberti sind die Zeitungen und Zeitschriften gleich im Eingangsbereich neben den Tischen und Sitzmöglichkeiten platziert. In den alten Räumen am Dränkekreisel war das anders. „Früher waren die Zeitschriften im Obergeschoss untergebracht und wurden oftmals gar nicht wahrgenommen“, erinnert sich Olaf Lewejohann zurück.

Etwa 8000 Ausleihen verzeichnet er pro Jahr im Zeitschriftensegment. „Das, was hier vor Ort gelesen wird, zählen wir natürlich nicht mit“, betont Olaf Lewejohann. Er weiß, dass viele Menschen keine Abos für Zeitschriften abschließen, weil sie ihnen zu teuer sind. Besonders gefragt sind übrigens Magazine aus den Bereichen Wohnen und Kochen. Absolute Renner: die „Landlust“, das Chefkoch-Magazin oder auch die Zeitschrift „Thermomix“. Natürlich gebe es gerade Rezeptsuchen meist auch online. Oftmals würden diese aber nur bei speziellen Suchen genutzt. Das Blättern in der einer Zeitschrift liefere hingegen Inspiration. Olaf Lewejohann hofft in jedem Fall auf eine Attraktivitätssteigerung durch die neue App.

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