„Sozial genial“-Projekt an der Realschule
Sozialkompetenz im Ehrenamt stärken

Ochtrup -

Einsatz für die Allgemeinheit statt am Handy zu daddeln. 45 Neuntklässler der Realschule stärken im zweiten Durchlauf ihre Sozialkompetenzen im Ehrenamt beim Projekt „Sozial genial“.

Freitag, 15.11.2019, 06:00 Uhr
Realschüler und Projektpartner trafen sich gestern zu einem ersten Kennenlernen.
Realschüler und Projektpartner trafen sich gestern zu einem ersten Kennenlernen. Foto: Susanne Menzel

„Wie viele Stunden dürft ihr? Und wie viele möchtet ihr machen?“ Eine Frage, die beim ersten Kennenlernen gestern zwischen den Realschülern und ihren Projektpartnern im Raum stand. 45 Mädchen und Jungen aus den fünf Neunerklassen beteiligen sich am zweiten Durchlauf der „Sozial genial“-Aktion – fast doppelt so viele wie bei der Premiere im vergangenen Jahr.

Eine Zahl, die auch einen doppelten Lehrer-Einsatz bedingt. Neben Eva Nayda, die das Angebot aus der Taufe gehoben hatte, ist jetzt auch Leonie Kemper mit an Bord.

„Wir begleiten die Jugendlichen und leisten bei Bedarf Hilfestellung“, erklärt Eva Nayda die Rolle der Erwachsenen. Viele notwendige Regularien allerdings sollen die Realschüler selbst in die Hand nehmen und eigenständig lösen. Das fängt bei der Festlegung der Stundenzahl an, die sie für das Ehrenamt leisten wollen, geht über die Organisation von verschiedenen Events weiter und endet schließlich mit der Dokumentation der Einsätze in Text und Bild.

„Wichtig ist uns, dass die Jugendlichen ihre Sozialkompetenzen ausbauen und sich für das Gemeinwohl organisieren“, betont Nayda. Ob es Betreuungsstunden in Kindergärten oder Seniorenheimen sind, beim Fußball- oder im Reitverein, im Töpfermuseum oder in der Bücherei: „Es haben sich auch in diesem Jahr mehr Partner gemeldet als seinerzeit beim Start“, freuen sich die Pädagoginnen. Und sie verweisen darauf, „dass die Liste noch nicht geschlossen ist. Wer Interesse hat, darf sich gerne melden.“

Die Realschüler sollen sich im Minimum 30 Stunden engagieren – es ist aber durchaus Luft nach oben. Zum Abschluss erhalten sie ein Zertifikat und einen entsprechenden Hinweis auf dem Zeugnis. „Viele sind aber darüber hinaus freiwillig bereit, ihre Hilfe und Unterstützung auch im Anschluss weiterzuführen“, ist Eva Nayda stolz. Zwar sei das Projekt „keine Berufswahl im eigentlichen Sinne, aber für manchen hat sich bei ,Sozial genial’ schon herauskristallisiert, was er später einmal machen will – und was auf keinen Fall.“

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