Sanierung Bahnhofstraße
„Man sieht, es bewegt sich etwas“

Ochtrup -

Wer momentan über die Bahnhofstraße läuft, hat das Gefühl, mittendrin in der Baustelle zu stehen. Vielleicht ist genau das ein Grund dafür, dass sich Beschwerden über die Sanierungsmaßnahme in der Fußgängerzone in Grenzen halten.

Freitag, 15.11.2019, 06:00 Uhr
Berg und Tal-Lauf im Zick-Zack-Kurs: Die Bürger nehmen die Behinderungen während der Sanierung gelassen. Nur an das Halteverbot vor dem K+K-Markt haben sich noch nicht alle gewöhnt. Gleiches gilt für die Einbahnstraßenregelung in dem Bereich.
Berg und Tal-Lauf im Zick-Zack-Kurs: Die Bürger nehmen die Behinderungen während der Sanierung gelassen. Nur an das Halteverbot vor dem K+K-Markt haben sich noch nicht alle gewöhnt. Gleiches gilt für die Einbahnstraßenregelung in dem Bereich. Foto: Susanne Menzel

Der Gang durch die Bahnhofstraße gleicht momentan einer Berg- und Talwanderung mit eingebautem Zick-Zack-Kurs. Wer allerdings dazu kritische Kommentare oder lauthals geäußerte Empörung ob dieses Hindernislaufes erwartet, sieht sich enttäuscht. Egal, ob alte oder junge Beine, ob Senioren mit Rollatoren oder Menschen an Krücken, ob Mütter mit Kinderwagen oder Radfahrer – die meisten von ihnen nehmen die Beeinträchtigungen gelassen hin. „Es mag daran liegen, dass die Ochtruper sehen, dass sich auf der Baustelle etwas tut. Es bewegt sich etwas. Man kann den Fortschritt fast täglich verfolgen“, sind sich Bürgermeister Kai Hutzenlaub , Bauamtsleiterin Karin Korten und Projektbeauftragte Jennifer Eilert übereinstimmend sicher.

Bei den Vertretern der Kommune ist auch ein wenig Erleichterung darüber zu spüren, „dass die Sanierungsarbeiten aktuell voll im Zeitplan liegen.“ Der erste Bauabschnitt ist im Gange, inzwischen ist eine Straßenseite fertiggestellt und kann bereits wieder betreten werden. Auch Leerrohre für Glasfaseranschlüsse wurden dort schon vorsorglich mitverlegt.

Unermüdlich bahnt sich der Radlader von früh morgens bis zum späten Nachmittag seinen Weg, um neues Material heran- und überflüssige Erdmassen wegzuschaffen. Dabei ist für den Fahrer Augenmaß gefragt. Besonders am Donnerstagvormittag, wenn zusätzlich die Marktbeschicker ihre Stände aufgebaut haben. „Sie wollten aber trotz Lärm und Dreck an diesem angestammten Platz bleiben. Den Wunsch haben wir erfüllt“, sagt Karin Korten.

Gleichzeitig sind Bauamtsleitern, Projektkoordinatorin wie auch der Bürgermeister voll des Lobes über die ausführende Baufirma: „Sie nehmen die Anlieger und Geschäftsleute gut mit und informieren regelmäßig über bevorstehende Maßnahmen.“

Ein wenig bange sieht die Verwaltung nur wettertechnisch den kommenden Monaten entgegen. „Wir haben keine Frostpuffer eingeplant“, erklärt Eilert. Solange sich die Temperaturen im positiven Bereich bewegen, könne weitergearbeitet werden.

Noch nicht ganz an die Baustellensituation haben sich indes die Autofahrer gewöhnt. Gerade im unteren Bereich der Bahnhofstraße werden häufiger die Halteverbotsschilder vor dem Eingang zum K+K-Markt ignoriert. „Diese Fläche nutzen wir zur Materiallagerung“, liefert Karin Korten die Begründung für die Maßnahme. Und dass der Verkehr von der Professor-Gärtner-Straße kommend in eine Einbahnstraße hinein fährt, um alsdann über den K+K-Parkplatz abzufließen, ist ebenfalls noch nicht bei jedermann angekommen. „Diese Regelung zu missachten, kann unter Umständen ein nicht geringes Bußgeld nach sich ziehen“, warnt Kai Hutzenlaub.

Zum Jahresende soll die Sanierung bis hinter der Bäckerei Bäumer fertiggestellt sein. Dann ziehen die Firmen die Linie auf jener Straßenseite weiter bis in Höhe der Eisdiele (etwa bis Ende Februar), wechseln von dort anschließend auf die gegenüberliegende Seite, um bis circa Ende Juni das restliche Straßenstück fertigzustellen.

Im Anschluss daran wird sich ein weiteres Mal die Verkehrsführung ändern. Hutzenlaub: „Unser Ziel muss es sein, dass bis dahin der Kran für die Großbaustelle auf der Töpfereistraße abgebaut ist und wir über diesen Weg umleiten können.“

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